Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Axel Hellmann
+
Axel Hellmann, Vorstand von Eintracht Frankfurt (Archivfoto)

SGE

Eintracht: Hellmann schaltet in den Angriffsmodus – Aber was wird aus Andre Silva?

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
    schließen

Trotz des Umbruchs sieht Axel Hellmann Eintracht Frankfurt bestens aufgestellt. Sein Credo: „Wenn ein Guter ging, kam ein Besserer nach.“ - Rangnick kein Thema.

Frankfurt - Der Manager – weg. Der Sportvorstand – weg. Der Trainer – auch weg. Da gibt es nicht wenige Bedenkenträger, die auf Eintracht Frankfurt verdammt schwere Zeiten zukommen sehen. Marketingvorstand Axel Hellmann kommt aus der Binnensicht heraus zu einem ganz anderen Schluss. „Intern gab es bei uns keinen Schockzustand, keine Unruhe und keine Notlage“, sagte er. Natürlich, räumte der 49-Jährige ein, entstehe personell eine Vakanz, weil eben Bruno Hübner, Fredi Bobic und Adi Hütter den Klub verlassen werden. „Aber hier herrscht kein Vakuum.“

Der jüngst zum Vorstandssprecher ernannte Jurist erinnerte gar an diverse Abgänge aus der Vergangenheit, nach denen der Eintracht stets eine düstere Zukunft prophezeit worden sei. „Aber, was ich hier erlebt habe, ist: Wenn ein Guter ging, kam ein Besserer nach.“ Da zumindest ist die Latte jetzt noch mal höher gelegt worden.

Eintracht Frankfurt: Nachfolger für Fredi Bobic gesucht

Bei Eintracht Frankfurt genießt nun die Inthronisierung eines neues Sportvorstandes in der Nachfolge von Fredi Bobic Priorität. „Die Dominosteine werden schnell fallen“, sagte Hellmann, ohne einen klar abgegrenzten Zeitkorridor zu nennen, doch logisch ist: je früher, desto besser.

Mit der Neubesetzung des Postens ist der Aufsichtsrat und dort besonders der Vorsitzende Philip Holzer betraut, den der Vorstandskollege ausdrücklich lobt: „Ein Riesenkompliment an Philip“, der geräuschlos und „teamorientiert“ im Hintergrund an einer Lösung arbeite. Zu etwaigen Namen bezog Hellmann keine Stellung, aber deutlich wurde, dass das Casting abgeschlossen ist. „Die inhaltlichen Schleifen sind alle gedreht, die Haken sind hinter all denen, die auf der Liste sind, gesetzt. Jetzt geht es an die Umsetzung.“

In sportlichen Fragen gefragter denn je: Ben Manga (links).

Sprich: Die konkreten Verhandlungen mit den Aspiranten haben schon begonnen, wie schnell sie abgeschlossen werden können, hängt nicht nur am Verhandlungsgeschick von Holzer, sondern auch an den Klubs, für die der auserwählte Manager noch arbeitet. Hellmann wollte nicht ausschließen, dass die Eintracht für den neuen Sportchef und den dann zu holenden Trainer in die Tasche greifen wird. „Es kann sein, dass wir Geld auf den Tisch legen müssen, aber sicher nicht mehr als wir eingenommen haben.“

Ralf Rangnick spielt übrigens keine Rolle. Nach einem Treffen mit den Aufsichtsräten Holzer und Stephen Orenstein war klar, dass keine Übereinkunft erzielt werden kann. Die Eintracht sagte ab. Das war aber schon vorher klar, ein ernsthaftes Interesse bestand nie.

Eintracht Frankfurt: Bloß keinen Stilbruch

Hellmann glaubt, dass der Verein „keinen Rückschritt“ machen wird, die Entwicklung sei noch lange nicht abgeschlossen, „auf dem bestehenden Fundament wollen wir noch Schritte nach vorne machen.“ Dem neuen Sportboss kommt dabei herausragende Bedeutung zu. Er soll den Klubs auf dem sportlichen Sektor repräsentieren („Er wird das Gesicht sein“), einen Stilbruch soll es nicht geben. „Bestimmte Wege wollen wir nicht verändern.“

Und klar ist, dass der Frischling einen Technischen Direktor bestimmen und den neuen Trainer einstellen wird. Vorher wird aber sehr wohl der Markt sondiert. In erster Linie von Kadermanager Ben Manga und in Absprache mit Finanzchef Oliver Frankenbach. Auch vor der Trainersuche ist Hellmann nicht bange. „Unsere Attraktivität hat deutlich zugenommen.“

Der Verein sei in sportlichen Fragen durch den „mit Volldampf“ arbeitenden Bald-Abgänger Bobic und Frankenbach handlungsfähig, gleichwohl gebe es „aktuell nichts, was brennt“. Erst nach Saisonende werde der Spielerkader für die neue Saison in Angriff genommen, und da hänge es davon ab, ob die Eintracht in der Königsklasse, einem anderen europäischen Wettbewerb oder nur in der Bundesliga (was nicht wahrscheinlich ist) vertreten sein wird. „Ben Manga hat für alle Szenarien gute Lösungen auf dem Zettel. Wir können alles aufs Gleis setzen, die Weichen aber stellt die Mannschaft an den nächsten Spieltagen.“

Davon wird auch abhängen, wie viele Spitzenspieler der Klub halten kann oder verlieren wird. Dem Vernehmen nach hat Topstürmer André Silva eine Ausstiegsklausel in Höhe von 30 Millionen Euro – für europäische Großkaliber kein Problem. Und sogar Filip Kostic soll signalisiert worden sein, dass er den Klub bei einem entsprechenden Angebot verlassen könne. Eine entsprechende Zusage soll es geben. Es bleibt spannend. (Ingo Durstewitz)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare