Hatte gegen den VfB Stuttgart allen Grund sich zu freuen: Aymen Barkok von Eintracht Frankfurt.
+
Hatte gegen den VfB Stuttgart allen Grund sich zu freuen: Aymen Barkok von Eintracht Frankfurt.

Klassenbuch

Barkok weckt müde Eintracht auf – die Spieler in der Einzelkritik

  • Thomas Kilchenstein
    vonThomas Kilchenstein
    schließen

Eintracht Frankfurt trennt sich 2:2 unentschieden vom VfB Stuttgart. Die Spieler in der Einzelkritik.

Gut dabei

Aymen Barkok: War der Mann, der eine pomadige Mannschaft in der zweiten Hälfte mitriss. Bereitete beide Treffer maßgerecht vor, stets anspielbar, brachte endlich frischen Wund. Sehr engagiert, mitunter zu engagiert, wandelte am Platzverweis. Sein Auftritt macht Lust auf mehr. Wann darf er von Anfang an ran?

Ganz okay

Kevin Trapp: Chancenlos bei den beiden Gegentoren. Hielt, was zu halten war. Das tat er mit der gewohnten Unaufgeregtheit. Sicherer Rückhalt.

Amin Younes: Noch so einer, der nach seiner Einwechslung mehr Elan brachte. Er denkt halt offensiv, sucht das Dribbling, geht nach vorne, selbst wenn er manchmal hängenbleibt. Das unterscheidet ihn von seinem Vorgänger Steven Zuber. Auch er hätte mal einen Starteinsatz verdient.

Eintracht Frankfurt: André Silva fehlt der direkte Zug zum Tor

So lala

Makoto Hasebe: Nicht so souverän wie gewohnt, auch manchmal mit Probleme im Spielaufbau. Musste in viele Zweikämpfe gehen, manche endeten recht schmerzhaft für ihn. Fand hinterher als Erster sehr deutliche Worte, nannte die erste Halbzeit „eine Katstrophe“. Das spricht für ihn.

André Silva: War da, als er knipsen musste, erzielte bereits seinen fünften Treffer. Das war gut. Sonst war er nicht so gefährlich, der direkte Zug zum Tor fehlte, blieb oft hängen, hatte es auf sich allein gestellt aber auch schwer. Vergab in der ersten Halbzeit die große Chance zum 1:1 (21.).

David Abraham: Erzielte mal wieder ein Tor, das kommt selten genug vor. Veredelte die Ecke von Barkok zum halbwegs zufriedenstellenden 2:2. Defensiv aber mit Problemen, die flinken Stuttgarter Angreifer behagten ihm nicht so. Erzielte ums Haar ein Eigentor. Glück gehabt.

Martin Hinteregger: Weiterhin weit weg von Bestform. Er weiß das selbst, kämpft darum, aufs alte Level zurückzukehren. Auch ihm bereiteten die schnellen Stürmer Schwierigkeiten, konnte sich bisweilen nur mit viel Routine und Glück retten. Nach vorne mit wenigen Impulsen.

Dominik Kohr: Für den kurzfristig ausgefallenen Sebastian Rode im Team. Wie immer sehr bemüht, aber wenig klar in seinen Aktionen, kam vor dem 0:2 zu spät. Hatte Pech mit zwei sehr guten Möglichkeiten, zweimal warfen sich Stuttgarter Abwehrspieler in seine Schüsse. Wären jeweils drin gewesen.

Almamy Touré hat keine Bindung zur Partie zwischen Eintracht Frankfurt und dem VfB Stuttgart

Schwächelnd

Bas Dost: Wie immer bemüht, ackert für die Mannschaft, ihm fehlt momentan aber Fortune. Legte einmal für Kamada (21.) gut auf. Versprühte aber wenig Torgefahr. Immerhin in der Luft kaum zu schlagen, brachte aber wenig ein.

Daichi Kamada: Zwei gute Szenen hatte der Japaner, einmal verzog er knapp, das andere Mal legte er Kohr fein auf. Ansonsten: blieb er blass. Das ist zu wenig, da das gesamte kreative Spiel von ihm abhängt. Gönnte sich zu viele Pausen. Hatte in der ersten Halbzeit aber auch zu wenig Fußballer an seiner Seite. Zudem: Musste in der Woche wegen Oberschenkelproblemen kürzer treten.

Stefan Ilsanker: Erneut keine gute Partie. Stochert sich so durchs Mittelfeld, versucht zu stören und die Räume eng zu machen, aber lange Zeit ohne Erfolg und Ertrag. Nach vorne komplett wirkungslos, viele einfache Fehlpässe.

Steven Zuber: Kündigte in der vergangenen Woche an, über die Leistungsgrenze gehen zu wollen. Erreichte sie nicht einmal annährend. Verzagt, ängstlich, ohne Mut. Trabt nur mit. Gut, dass Filip Kostic seine Verletzung überwunden hat und nach der Länderspielpause wieder ins Team kommt.

Almamy Touré: Ganz schwache Partie. Verursachte tumb den Strafstoß , verdaddelte den Ball vor dem 0:2. Keine Bindung zum Spiel, komplett verunsichert, ziemlich von der Rolle. So ist er ein viel zu großes Sicherheitsrisiko für die Mannschaft. Aber das hat sich schon im Breme-Spiel angedeutet. Warum durfte er wieder spielen?

Zu spät gekommen

Djibril Sow, Filip Kostic. kil

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare