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Alter schützt vor Leistung nicht: Makoto Hasebe (links) bleibt der Eintracht erhalten. Das ist gut so.
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Alter schützt vor Leistung nicht: Makoto Hasebe (links) bleibt der Eintracht erhalten. Das ist gut so.

SGE

Eintracht Frankfurt: Bilderbuch-Profi Makoto Hasebe hängt noch ein Jahr dran

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Der unverzichtbare Altmeister Makoto Hasebe hängt noch ein Jahr dran – für Eintracht Frankfurt ist das eine extrem gute Entscheidung.

  • Eintracht Frankfurt verlängert den Vertrag von Routinier Makoto Hasebe.
  • Der 37-jährige Japaner bleibt bis 30. Juni 2022 bei der SGE.
  • Er ist neben Huntelaar vom FC Schalke 04 der älteste Profi in der Bundesliga.

Frankfurt am Main - Makoto Hasebe und Eintracht Frankfurt machen weiterhin gemeinsame Sache. Der 37 Jahre alte Kapitän hat seinen Vertrag am Montag erwartungsgemäß um ein Jahr verlängert. Der frühere japanische Nationalspieler, neben Klaas-Jan Huntelaar der älteste Bundesligaakteur, hat sich das Vertrauen der Verantwortlichen durch herausragende Leistungen verdient, er gehört noch immer nicht zum alten Eisen, scheint in einen Jungbrunnen gefallen zu sein.

Eintracht Frankfurt: „Einfach unglaublich“

„Vor fast einem Jahr habe ich gedacht, dass ich jetzt im Sommer aufhöre. Aber die Saison zeigt, dass ich weiter gut drauf bin, weswegen ich meine Meinung geändert habe. Ich freue mich riesig, noch ein weiteres Jahr für die Eintracht zu spielen. Einfach unglaublich“, sagte er vereinseigenen Medien. Hasebe ist unverzichtbar, daher ist die Vertragsverlängerung klug und folgerichtig.

„Makoto ist ein Bilderbuchprofi. Er arbeitet mit einem großartigen Fleiß an seinem Körper und ordnet alles dem Profifußball unter. Dass er in seinem Alter noch immer ein Leistungsträger ist, der nicht aus der Mannschaft wegzudenken ist, ist vor allem seiner hochprofessionellen Einstellung geschuldet“, betont der noch amtierende Sportvorstand Fredi Bobic. „Auf und neben dem Feld ist er zudem ein perfekter Anführer und Leistungsträger, sodass alle davon überzeugt sind, dass er auch in der kommenden Saison der Eintracht große Freude bereiten wird.“

Eintracht Frankfurt: Auf der Sechs blüht er auf

Der Routinier, seit 2014 in Frankfurt und damit neben Timothy Chandler der dienstälteste Akteur, ist das Herz und die Seele des Eintracht-Spiels, aufgrund seiner großen Gabe zur Antizipation ahnt der Stratege viele Situationen voraus, durch seine glänzende Technik und sein Spielverständnis lenkt er das Spiel. Das Besondere: Hasebe, der in den letzten Jahren vermehrt als freier Mann in der Dreierabwehrkette aufgeboten wurde, spielt in dieser Saison wieder vermehrt im defensiven Mittelfeld, wo die Laufleistung um ein Vielfaches höher sein muss als im Deckungsverbund. Hasebe, mittlerweile auch der Asiate mit den meisten Bundesligaspielen aller Zeiten (331), löst diese Aufgabe mit Bravour.

Eintracht Frankfurt: Beeindruckende Bilanz

„Ich habe tatsächlich nicht erwartet, noch mal auf die Sechs zurückzukehren. Mehr zu laufen und mit höherer Intensität zu spielen – ich hätte nicht gedacht, dass das funktioniert. Aber das tat es in den vergangenen zehn, elf Spielen sehr gut“, sagt Hasebe und fügt lachend an: „Es gibt offenbar kein Limit für mich.“ Das ist korrekt, auch die Zahlen sind eindrucksvoll. Mit Hasebe in der Startelf holte die Eintracht in dieser Runde einen Schnitt von zwei Punkten, zudem: In zehn der elf Partien in diesem Jahr wurde er auf seiner angestammten Position im defensiven Mittelfeld eingesetzt. Die Bilanz: acht Siege, zwei Unentschieden. Imposant.

Adi Hütter ist froh, dass ihm der alte Hase erhalten bleibt, auch wenn der Trainer im November noch davon ausgegangen ist, dass der einstige Kapitän der japanischen Nationalelf in diesem Sommer seine bewegte Laufbahn beenden wird. Doch Pustekuchen. Hasebe selbst hat noch Lust, und Coach Hütter will und kann schon lange nicht mehr auf den klugen Kopf verzichten. „Er ist ein unglaublicher Spieler, ein unglaublicher Mensch“, sagt der Fußballlehrer. „Er ist ein absoluter Schlüsselspieler, einer der besten Profis, die ich je trainiert habe.“ Seine größte Gabe beschrieb Hütter mal in einem FR Interview: „Makoto sprintet im Kopf. Er weiß und fühlt vorher schon, wohin der Ball kommt. So, wie er spielt, wie er das Spiel liest, das ist unfassbar. Es gibt keinen Besseren.“

Insgesamt lief „Hase“ 228-mal für die Eintracht auf – mehr Spielzeit hat kein Akteur aus dem aktuellen Kader. Und natürlich treibt ihn ein großes Ziel an, auf seine alten Tage noch mal nach den Sternen zu greifen: „Die Champions League ein sehr großer Traum.“ Er würde ihn sogar noch als Spieler der Eintracht erleben, der ewige Makoto Hasebe. (Ingo Durstewitz)

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