Hertha BSC empfängt Eintracht Frankfurt am 2. Spieltag.
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Hertha BSC empfängt Eintracht Frankfurt am 2. Spieltag.

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Gegner-Check: Eintracht Frankfurt erwartet bei Hertha BSC eine knifflige Aufgabe

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Eintracht Frankfurt ist am 2. Spieltag bei Hertha BSC zu Gast. Wir haben die Berliner etwas genauer unter die Lupe genommen.

  • Eintracht Frankfurt trifft auf Hertha BSC.
  • Berliner bestechen durch ihre starke Offensive.
  • SGE will ersten Saisonsieg in der Hauptstadt.

Frankfurt - Der 2. Spieltag in der Fußball-Bundesliga steht an. Zum Start in die neue Spielzeit musste sich Eintracht Frankfurt mit einem 1:1-Unentschieden gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld begnügen und war damit nicht wirklich zufrieden. Ein Heimsieg war fest eingeplant und die Enttäuschung über das Ergebnis deshalb umso größer. Die SGE hatte zwar über die gesamten 90 Minuten mehr vom Spiel, agierte aber vor dem Tor des Gegners zu ideenlos. Trotzdem waren ausreichend Chancen auf einen Sieg vorhanden, doch Hinteregger, Silva und da Costa vergaben beste Möglichkeiten. Nun steht das erste Auswärtsspiel der Saison an und Eintracht Frankfurt muss in die Hauptstadt reisen und trifft dort am Freitagabend auf Hertha BSC.

Eintracht Frankfurt: Gegner Hertha BSC hat große Ziele

Hertha BSC hat eine durchwachsene Spielzeit hinter sich. Unter Jürgen Klinsmann und Interimstrainer Alexander Nouri lief nicht viel zusammen und die Mannschaft rutschte bedrohlich nahe an die Abstiegsplätze. Seit Bruno Labbadia das Zepter im April diesen Jahres übernommen hat, geht es wieder aufwärts. Der Coach führte Hertha BSC raus aus dem Tabellenkeller und schloss die Saison im gesicherten Mittelfeld ab. Nun soll der große Angriff erfolgen in der Hauptstadt.

Dank Investor Lars Windhorst kann der kommende Gegner von Eintracht Frankfurt üppige Beträge auf dem Transfermarkt ausgeben und die Wunschspieler von Trainer Labbadia verpflichten. Neu gekommen sind bislang Lucas Tousart (Olympique Lyon), Deyovaisio Zeefuik (FC Groningen), Alexander Schwolow (SC Freiburg) und Jhon Cordoba (1. FC Köln). Es ist aber wahrscheinlich, dass Manager Michael Preetz bis zum Ende der Transferphase am 5. Oktober, noch den ein oder anderen Neuzugang präsentieren wird. Der einzige Abgang, der die Berliner schmerzt, ist der von Marko Grujic. Der Serbe war ausgeliehen vom FC Liverpool und musste zurück auf die Insel. Alle Versuche, den Mittelfeldspieler vom amtierenden englischen Meister loszueisen, schlugen fehl.

Eintracht Frankfurt: Vorsicht vor der Berliner Offensive

Prunkstück in der Mannschaft von Hertha BSC ist ganz klar die Offensive. Der im Winter geholte Mattheus Cunha schlug voll ein und stellte von Beginn an seine Torjägerqualitäten unter Beweis. Dodi Lukebakio ist hochveranlagt, ihm fehlte es bislang aber noch an der nötigen Konstanz. Überragende Auftritte wechselten sich mit ganz schwachen Leistungen ab. Er absolvierte eine starke Vorbereitung, traf sowohl im DFB-Pokal als auch am 1. Spieltag in der Bundesliga und scheint in Top-Form zu sein. Im Sturmzentrum hat Bruno Labbadia die Qual der Wahl. Neben Krzysztof Piatek, der im Winter vom AC Mailand kam, steht nun auch Jhon Cordoba im Kader, für den Hertha BSC 15 Mio. Euro an den 1. FC Köln überwiesen hat. Der Kolumbianer traf direkt bei seinem ersten Kurzeinsatz für seinen neuen Klub. Auf Eintracht Frankfurt kommt eine brutal starke Offensive zu, die nur schwer auszurechnen ist.

Schwachstelle ist die Defensive. Im DFB-Pokal bei Eintracht Braunschweig kassierten die Berliner fünf Gegentore und schieden aus. Gefehlt hatte dort Dedrick Boyata, der neuer Kapitän ist und als Abwehrchef gilt. Neben ihm wird wohl Jordan Torunarigha auflaufen, der immer wieder für einen Patzer gut ist. Auf der „sechs“ wirkte Niklas Stark bislang überfordert. Er war beim Sieg in Bremen der mit Abstand schwächste Spieler von Hertha BSC. Das Team von Bruno Labbadia ist defensiv verwundbar und in dieser frühen Phase der Saison noch nicht so eingespielt, wie es der Trainer gerne hätte. Wenn Eintracht Frankfurt konzentriert verteidigt, nur wenig zulässt und selbst Akzente setzt in der Offensive, ist der erste Sieg der neuen Bundesliga-Spielzeit nicht unwahrscheinlich. (smr)

Unterdessen hat Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic zu den Gerüchten um eine Rückkehr von Luka Jovic an den Main Stellung genommen. Ein Offensivspieler, der aktuell noch in den Niederlanden unter Vertrag steht, will zu Eintracht Frankfurt und droht seinem aktuellen Klub.

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