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Fredi Bobic ist in China auch dabei.

Transfer

Was geschieht mit Martin Hinteregger? Transfer zieht sich in die Länge

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Martin Hinteregger möchte in Frankfurt bleiben, doch die Gespräche mit Augsburg sind nicht einfach.

Am Freitag hat eine deutsche Auswahl einstmals hochbegabter Fußballer ein Testspiel gegen Widersacher aus China gewonnen, 1:0. Fredi Bobic stand auf dem Rasen, auch Christoph Preuß, Franco Lionti aus Frankfurt, Pierre Littbarski und Bruno Labbadia aus Wolfsburg waren unter anderem am Ball im leeren Stadion von Foshan im Großraum Guangzhou, der chinesischen Partnerstadt Frankfurts. Das war sozusagen das Vorspiel, am Abend duellierten sich dann in aller Freundschaft die Eintracht und der VfL vor mehr Zuschauern.

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Dieser muntere Kick, der schiedlich-friedlich 3:3 (2:3) endete, ehe die „Wölfe“ das Elfmeterschießen gewannen, hat nicht dazu beigetragen, die Chancen von Torwart Frederick Rönnow bei den Hessen zu erhöhen, womöglich die ausgeliehene Stammkraft Kevin Trapp zu beerben. Der Däne, der in dieser Saison auf zwei Einsätze in der Bundesliga gekommen war, sah bei den beiden ersten Treffern der Wolfsburger von Yannick Gerhardt (15.) und Elvis Rexhbecaj (23.) denkbar schlecht aus.

Auf Fredi Bobic wartet viel Arbeit 

Trainer Adi Hütter hatte zunächst seine zweite Garnitur aufgeboten, also etwa Branimir Hrgota, der das 2:2 durch Almamy Touré (45.) mit seiner in 45 Minuten einzigen auffälligen Aktion vorbereitete. Oder Marc Stendera, der junge Brasilianer Tuta, auch Marco Russ und der wechselwillige Jetro Willems. Der Niederländer war es, der mit einem haltbaren Schuss die Frankfurter 1:0-Führung (13.) markierte. Im zweiten Abschnitt kamen Makoto Hasebe, Filip Kostic und Mijat Gacinovic, später zudem Luka Jovic und Martin Hinteregger, und damit auch mehr Zug ins bis dato müde Frankfurter Spiel. Und natürlich war es Luka Jovic (80.), der die Wolfsburger Führung von Ismail Azzaoui (43.) zum 3:3 egalisierte. Weil Stürmer Goncalo Paciencia, der früh den Pfosten traf, alle seine Möglichkeiten vergab, musste ein Elfmeterschießen die Entscheidung bringen; Hasebe und Kostic verschossen. Das Spiel in der Liga gegen den VfL Wolfsburg war ohnehin der Knackpunkt: Hätte die Eintracht seinerzeit am Ostermontag das 1:0 über die Zeit gebracht, hätten sich die Hessen die Ochsentour durch Europa ersparen können.

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Aber auch wenn Fredi Bobic den Trip ins Reich der Mitte ein wenig dazu nutzen wird, durchzuatmen und die freie Zeit mit Drachentanz, Kung-Fu-Shows und exotischem Essen zu genießen weiß, so schwant ihm doch, dass in nächster Zeit eine Menge Arbeit auf ihn und sein Team wartet. Der Kader für die neue Saison will zusammengestellt sein, das ist nicht ganz einfach, weil der Sportvorstand derzeit nicht weiß, welche Spieler den Versprechungen anderer, finanziell potenterer Klubs folgen und welche nicht. „Im Moment wird viel diskutiert und spekuliert, es gibt viele Gerüchte, wer uns alles verlassen und wer kommen soll“, erzählt er auf Eintracht-TV, vieles gehöre in „den Bereich der Fabel“. Die sportlich Verantwortlichen gingen „strukturiert und konzentriert“ an die Aufgaben heran, er könne aber jetzt schon versprechen, zur neuen Saison eine schlagkräftige Mannschaft in die wahrscheinlich vielen Begegnungen schicken zu können.

Hinteregger würde gerne bei Eintracht Frankfurt bleiben

Einer, der sehr gerne in Frankfurt bleiben möchte, aber vielleicht nicht darf, ist Innenverteidiger Martin Hinteregger. Der österreichische Nationalspieler ist bekanntlich nur für diese Halbserie vom FC Augsburg ausgeliehen worden, bei den Schwaben besitzt er noch einen gültigen Kontrakt bis 2021. Der 26-Jährige hat längst und häufig deutlich gemacht, dass er in Frankfurt bleiben wolle, wo er sich pudelwohl fühle. „Mit ihm persönlich“, sagt jetzt auch Bobic, „sind wir sehr weit, gefühlt sind wir durch.“ Allerdings gebe es „noch eine andere Seite“, am Verhandlungstisch sitze ein dritter Partner – der FC Augsburg, der vor eineinhalb Jahren neun Millionen Euro an RB Salzburg für Hinteregger bezahlt hat und der für seinen Spieler, dessen Marktwert mittlerweile auf zehn Millionen angewachsen ist, eine Ablösesumme in zweistelliger Millionenhöhe für angemessen hält.

„Die Gespräche mit Augsburg ziehen sich und sind nicht einfach“, sagt Bobic. Er könne nicht sagen, ob „wir das Paket schnüren können“. Letztlich, betont der 47 Jahre alte Bobic, sei es eine „wirtschaftliche Entscheidung.“ Jeden Preis, soll dies bedeuten, werde Eintracht Frankfurt nicht für die abwehrenden Dienste des Österreichers zahlen. Bobic verspricht: „Wir werden keinen dummen Dinge tun.“

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