Bärenstarker Auftritt von Stefan Ilsanker. Der 31-Jährige erzielt 19 Sekunden nach seiner Einwechslung das entscheidende Tor für Eintracht Frankfurt.
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Bärenstarker Auftritt von Stefan Ilsanker. Der 31-Jährige erzielt 19 Sekunden nach seiner Einwechslung das entscheidende Tor für Eintracht Frankfurt.

Klassenbuch

3:0 in Bremen: Die Eintracht-Spieler in der Einzelkritik

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Eintracht Frankfurt holt im Nachholspiel beim SV Werder Bremen drei entscheidende Punkte für den Klassenerhalt. Die Einzelkritik.

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Im Nachholspiel des 24. Spieltags gewinnt Eintracht Frankfurt gegen den SV Werder Bremen mit 3:0 und verschafft sich ein wichtiges Polster im Abstiegskampf. Besonders hervor sticht dabei Stefan Ilsanker, der 19 Sekunden nach seiner Einwechslung das spielentscheidende 2:0 erzielte und später dann noch ein zweites Tor nachlegte. Wie haben sich die Adler geschlagen? Das verrät unsere Einzelkritik. 

Sonderlob

Stefan Ilsanker: Eingewechselt, 19 Sekunden auf dem Rasen und dann mit dem spielenetscheidenden 2:0. Sein erster Bundesligatreffer überhaupt im 87. Spiel. Und dann legte er noch ein zweites Tor nach, verrückt eigentlich.

Gut dabei

Makoto Hasebe: Fußball kann so einfach sein, zumindest dann, wenn man Makoto Hasebe ist, seinen 308. Einsatz in der Bundesliga feiert und deshalb mit Eintracht-Ikone Bum-kun Cha als asiatischem Rekordspieler gleichzieht. Verteidigt schlau, spielt einfach, was einen außerordentlich guten Mix ergibt. Mit dem entscheidenden Ballgewinn vor der 1:0-Führung. Herausragend, nicht mehr und nicht weniger.

Sebastian Rode: Holte sich die Bälle häufig ganz tief ab, um das Spiel in erster Instanz aufzubauen. Wichtig für die Statik des Spiels. In der zweiten Hälfte spielbestimmend. Chapeau.

Ganz okay

André Silva: Wird immer wertvoller. Ein Schuss aus spitzem Winkel (11.), ein Doppel-Scharmützel mit Friedl, ansonsten wenig zu sehen in Hälfte eins. Nach einer Stunde aber zur Stelle, als er seine Chance bekam. Bewegte sich geschickt zwischen zwei Bremer Verteidiger und köpfte sein achtes Saisontor. Ganz wichtig.

Kevin Trapp: Wirkte sicher, parierte die Schüsse von Klaassen (15.) und Selke (23.) souverän. Bei hohen Bällen stets zur Stelle.

Filip Kostic: Begann engagiert, flitzte die erste Viertelstunde seine linke Seite auf und ab. Danach zeitweise ausgebremst, bis er nach einer Stunde genau auf den Kopf von Silva flankte.

David Abraham: Körperbetont in den direkten Duellen, von denen er die wichtigen gewann. Verleiht der Hintermannschaft Stabilität. Einmal im Glück, als Bremens Klaassen minimal im Abseits stand und sein Handspiel im eigenen Sechzehner keine Bedeutung mehr hatte (35.).

Martin Hinteregger:Wuchtete sich in die Zweikämpfe, vor allem klärte er häufig per Kopf. Wandelte am Rande einer Hinausstellung, kontrollierte sich dann aber.

So lala

Daichi Kamada: Wuselte um Silva herum, deutete dabei immer mal an, was er am Ball so kann. Nicht immer zielstrebig genug.

Dominik Kohr: Stocherte hier, stocherte da – und unterband damit das Bremer Aufbauspiel. Kaum Wirkung mit Ball am Fuß. Vor seinem vermeintlichen Tor mit der Hacke knapp im Abseits (58.).

Mijat Gacinovic: Früh rüde gefoult, später mit einer Großchance (62.), die er typischerweise vergab. Dazwischen viel Leerlauf.

Almamy Touré: Lascher Auftritt, bezeichnend sein falscher Einwurf (19.). Immerhin defensiv recht stabil. Schwächster Frankfurter.

Schwächelnd

Kein Eintrag

Zu spät gekommen

B. Dost, D. Sow, J. de Guzman

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