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Bas Dost (Eintracht Frankfurt) ist enttäuscht nach dem Spiel bei Borussia Dortmund.

SGE

Offensiv-Frust: Fehlt Eintracht Frankfurt ein quirliger Stürmer-Typ?

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Eintracht Frankfurt zeigt auswärts zum wiederholten Mal eine dürftige Leistung in der Offensive. Fehlt der SGE ein bestimmter Stürmertyp?

  • Eintracht Frankfurt in der Offensive von Kostic abhängig
  • Quirliger Stürmer fehlt im Kader von Eintracht Frankfurt
  • Ragnar Ache kann diese Rolle ab Sommer bei der SGE übernehmen

Frankfurt - Nach der dürftigen Leistung beim Spiel in Düsseldorf, das nur dank dem Last-Minute-Treffer von Timothy Chandler nicht verloren ging, zeigte Eintracht Frankfurt auch bei Borussia Dortmund eine schwache Vorstellung. Die 0:4-Pleite war auch in der Höhe verdient, die SGE konnte dem BVB in keiner Phase der Partie Paroli bieten.

Borussia Dortmund schaffte es, Filip Kostic völlig aus dem Spiel zu nehmen und brachte damit alle Offensivbemühungen von Eintracht Frankfurt zum Erliegen. Der Serbe ist der Schlüsselspieler im Team von Trainer Adi Hütter und mit ihm steht und fällt das Angriffsspiel der SGE.

Eintracht Frankfurt: Kein Stürmer ist gesetzt

Der Sturm konnte sich überhaupt nicht in Szene setzen - weder der von Beginn an spielende Andre Silva, noch die eingewechselten Bas Dost und Goncalo Paciencia. Der Portugiese Silva zeigte in den letzten Wochen eine ansteigende Form, war gegen Dortmund überhaupt nicht im Spiel. 

Bas Dost kämpfte die letzten Wochen mit einem Magen-Darm-Infekt und ist noch nicht wieder vollständig bei Kräften. Der Niederländer kam im vergangenen Sommer mit deutlichem Fitnessdefizit nach Frankfurt und hatte immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Ob er gegen Salzburg spielen kann, ist nicht sicher. „Wenn der Trainer der Auffassung ist, dass er körperlich keine Alternative ist, wird er ihn nicht aufstellen. Wir müssen jetzt in den Einheiten vor dem Spiel gucken. Wie hat sein Körper die 45 Minuten verkraftet“, sagte Sportdirektor Bruno Hübner zur "Bild".

Andre Silva fiel im Herbst in ein Formtief, aus dem er bis zur Winterpause nicht mehr heraus kam. Die Vorbereitung auf die Rückrunde nutzt der Portugiese aber, um die persönliche Krise zu überwinden und sich für einen Platz in der ersten Elf zu empfehlen. Das gelang dem Strafraumstürmer, der gegen Leipzig und Augsburg traf und viel spritziger und einsatzfreudiger wirkt als noch in der Hinrunde. Sein Landsmann Paciencia, der treffsicherste aus dem Trio in der Hinserie, kommt aktuell nur auf Kurzeinsätze. Trainer Adi Hütter kritisierte ihn und warf ihm vor, zu wenig für die Mannschaft zu arbeiten.

Eintracht Frankfurt: Quirliger Stürmer fehlt im Kader

Die Sturm-Trio von Eintracht Frankfurt ist sich vom Typ her relativ ähnlich. Alle drei sind Strafraumstürmer, die mit Flanken und Zuspielen gefüttert werden wollen und sich vor allem im Zentrum aufhalten. Was Eintracht Frankfurt fehlt, ist ein Angreifer, der eine enorme Grundschnelligkeit an den Tag legt, einen starken Antritt aufweist, quirlig und wendig ist, sich die Bälle selbst holt und auch mal auf eigene Faust ins Dribbling mit seinen Gegenspielern gehen kann, um eine Überzahlsituation zu schaffen. Im Winter verpasste Eintracht Frankfurt es, solch einen Angreifer zu verpflichten. Ab Sommer kann der aus Rotterdam kommende Ragnar Ache diese Rolle einnehmen, bis dahin muss Eintracht Frankfurt mit dem vorhandenen Spielermaterial auskommen.

Das nächste Spiel von Eintracht Frankfurt ist in der Europa League gegen den FC Salzburg. Gegen den österreichischen Meister kann die SGE zeigen, dass sie kein zahnloser Tiger ist. 

Von Sascha Mehr

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