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David Abraham und Filip Kostic nach dem Drama an der Stamford Bridge. 

Europa League

Halbfinal-Aus gegen Chelsea: Eintracht-Spieler in der Einzelkritik

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Gegen den im Vorfeld hoch favorisierten FC Chelsea kann die Eintracht bestehen - und verpasst den Einzug ins Finale der Europa League nur um Haaresbreite. Die Leistungen der Spieler. 

Kampf mit offenem Visier: An der Stamford Bridge lieferte sich Eintracht Frankfurt einen heißen Kampf mit Chelsea um den Einzug ins Finale der Europa League. Die Spieler der SGE in der Einzelkritik:  

Gut dabei

Luka Jovic: Hatte die erste Frankfurter Chance (4.), sein Kopfball parierte Torhüter Kepa. Viel unterwegs, war gut im Spiel drin. Oft am Ball. Half auch hinten aus, das musste er aber auch. Und dann war er da (49.), eiskalt beim 1:1. Es war bereits sein zehnter Treffer in der Europa League.

Kevin Trapp: Hielt, was zu halten war, auch im Elfmeterschießen. Sicher bei Flanken und mit dem Fuß. Beim 0:1 durch Loftus-Cheek chancenlos. Ein kleiner Wackler.

Makoto Hasebe: Diesmal nicht auf der Liberoposition, wie schon im Hinspiel. Musste viele Löcher stopfen im Mittelfeld, das tat er weitgehend. Versuchte das Spiel zu ordnen, griff aber auch zu häufig zum Mittel des langen Balles. Rettete einmal auf der Linie vor dem einschussbereiten Azpilicueta.

Mijat Gacinovic: Er läuft und läuft, macht und tut. Er erkämpft sich viele Bälle, und schenkt sie dann im nächsten Moment wieder her. Und dann schüttelt er einen Traumpass mit links aus dem Fußgelenk zum 1:1. Traute sich später sogar ein paar Schüsse zu.

Martin Hinteregger: Sehr solide. Lieferte sich wie vor einer Woche rassige, heiße Duelle mit Giroud. Anfangs ungenau im Spielaufbau. Ließ vor dem 0:1 Loftus-Cheek gewähren, attackierte erstaunlicherweise nicht. Ist man nicht von dem Österreicher gewohnt. Seltsamewr Elfmeter

Ganz okay

Ante Rebic: Mutig, aktiv, wild. Aber, wie so häufig, auch ohne klare Linie. Verzettelte sich oft, blieb bei seinen Dribblings hängen. Und als einmal halbwegs freie Schussbahn hatte, rutschte er aus. Versuchte es aber immer wieder. Bei ihm hat man stets das Gefühl, es könnte was gehen.

Filip Kostic: Tat sich anfangs schwer. Kam lange überhaupt nicht in Tritt, geschweige denn an Azpilicueta vorbei. Seine Wucht über links fehlte zunächst, damit war der Eintracht eine Waffe genommen. Bärenstark in der zweiten Hälfte.

Danny da Costa: Der Rechtsverteidiger hatte die erste Frankfurter Chance. Sein Volleyschuss (15.) wäre im Winkel eingeschlagen, wenn Kepa nicht noch eine Faust nach oben gereckt hätte. Offensiv ging erst nach der Pause mehr, allerdings sind seine Flanken weiterhin ärgerlich.

Sebastian Rode: Arbeitsbiene, spulte viele Kilometer ab, sehr fleißig. Um Struktur und Aufbau bemüht, schaffte das nicht immer. Wandelte stark am Rande eines Platzverweises. Musste verletzt ausgewechselt werden.

Simon Falette: Mister Europacup. Durfte wieder europäisch spielen, wieder gegen Willian. Hatte Mühe, biss sich aber ins Spiel hinein.

David Abraham: Auch er anfangs mit großen Problemen gegen Eden Hazard. Aber das kann passieren. Gab dennoch alles, haute sich rein, nimmermüde, und bekam Hazard mehr in den Griff.

Jonathan de Guzman: Fügte sich ordentlich in diesen heißen Schlagabtausch ein.

Sebastien Haller: Gab sein Comeback nach langer Pause. Hätte in der Verlängerung der Held werden können, zweimal kratzten Chelsea-Spieler den Ball von der Linie.

So lala

Kein Eintrag

Schwächelnd

Kein Eintrag

Zu schlecht geschossen

Goncalo Paciencia: Scheiterte aus elf Metern.

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