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Eintracht Frankfurt: Etliche Spieler könnten ablösefrei wechseln

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Von: Melanie Gottschalk

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Eintracht Frankfurt könnte wichtige Spieler ablösefrei verlieren.
Eintracht Frankfurt könnte wichtige Spieler ablösefrei verlieren. © osnapix/imago

Eintracht Frankfurt muss aufpassen, dass kein Leistungsträger ablösefrei geht – ein Phänomen, das einige andere Klubs in der Bundesliga schon erfahren haben.

Frankfurt - Für Eintracht Frankfurt läuft es in der Bundesliga gerade alles andere als rund. Aus sechs Spielen in 2022 konnte die SGE nur vier Punkte generieren, zu wenig für eine Mannschaft, die europäische Ambitionen hat. Sollte sich die Eintracht nicht für das europäische Geschäft qualifizieren können, müssen die finanziellen Mittel woanders herkommen. Denn aufgrund der Corona-Pandemie musste auch die Eintracht hohe finanzielle Einschnitte hinnehmen.

Es müssen also Top-Spieler verkauft werden. Das Hauptproblem: Evan N‘Dicka, Daichi Kamada oder Filip Kostic, die europaweit für Aufsehen gesorgt haben, haben nur noch einen Vertrag bis 2023. Anschließend könnten sie Eintracht Frankfurt ablösefrei verlassen. Für Sportvorstand Markus Krösche ist das keine Option: „Ganz klar ist: Wir wollen mit keinem Leistungsträger ins letzte Vertragsjahr gehen. Das, was ich bei anderen Vereinen probiere, nämlich Spieler ablösefrei zu bekommen, muss ich für die Eintracht verhindern“, sagte Krösche im Interview mit der FR.

Eintracht Frankfurt: Großes finanzielles Loch aufgrund von Corona

Eintracht Frankfurt wolle sich deshalb demnächst mit den drei Spielern zusammensetzen und in Ruhe über die Zukunft sprechen. „Wir werden schauen, ob wir Lösungen finden oder nicht. Und wenn man dann vielleicht auseinandergeht, dann ist es letztlich auch okay. Wir haben natürlich einen Wert im Kopf, den wir erzielen wollen“, sagte Krösche.

Sollte es also nicht zu einer Vertragsverlängerung kommen, muss der Spieler im Sommer gehen. Sonst drohen Eintracht Frankfurt finanzielle Einbußen. Aufsichtsratschef Philip Holzer ging zuletzt von einem finanziellen Loch in Höhe von 70 bis 80 Millionen Euro aufgrund der Corona-Pandemie aus.

Eintracht Frankfurt sollte keine wichtigen Spieler ablösefrei verlieren

Ablösefreie Abgänge mehren sich in den letzten Jahren, vor allem beim FC Bayern München und bei Borussia Mönchengladbach kam das schon vor. Im Sommer 2021 verließ David Alaba den Rekordmeister ablösefrei in Richtung Real Madrid, nachdem sich der Verein und der Spieler nicht hatten einigen können. Ähnlich ist es auch bei Niklas Süle, der im Sommer zu Borussia Dortmund wechseln wird.

Bei Borussia Mönchengladbach wird Matthias Ginter den Verein voraussichtlich im Sommer ablösefrei verlassen. Bitter für die Gladbacher, die den 28 Jahre alten Abwehrspieler 2017 für rund 17 Millionen Euro Ablöse an den Niederrhein holten. Eintracht Frankfurt muss deshalb ganz genau aufpassen, dass kein Leistungsträger ablösefrei verloren geht. (msb)

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