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Könnte schon eine Alternative sein: Aymen Barkok.
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Könnte schon eine Alternative sein: Aymen Barkok.

SGE

Aufmüpfig aus gutem Grund

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
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Eintracht Frankfurt rechnet sich gegen Lieblingsgegner Dortmund etwas aus. Die Hessen sind gegen den BVB seit sechs Heimspielen ungeschlagen.

Frankfurt - Der blutjunge Youssoufa Moukoko, gerade 16 geworden, ja, das sei schon ein „außergewöhnliches Jahrhunderttalent“, findet der Frankfurter Trainer Adi Hütter. In so jungen Jahren schon mittendrin zu sein bei den schweren Jungs, den Profis, und dann auch noch bei Borussia Dortmund, nicht gerade die schlechteste Adresse in Deutschland, da müsse man eine ganze Menge draufhaben, „das ist ein toller Spieler“. Doch ob der Hochbegabte schon ein Kandidat für die BVB-Startelf ist am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) für die Partie bei der Eintracht?

Eintracht Frankfurt: Beginnt Moukoko beim BVB?

Adi Hütter hat so Zweifel und möchte damit nicht das Hoheitsgebiet des Borussen-Coaches Lucien Favre betreten. Aber so wirklich, das hört man zwischen den Zeilen heraus, glaubt der Österreicher nicht an das Startelfdebüt des Senkrechtstarters. „Hier in Frankfurt, wo der BVB auch nicht so gerne spielt, mit einem 16-Jährigen zu beginnen...“, sagt Hütter und lässt den Satz verklingen. Würde er wohl nicht für die beste Idee halten, also wenn er was zu sagen hätte bei Schwarz-Gelb. Hat er aber nicht.

Besonders wahrscheinlich scheint es in der Tat nicht zu sein, dass Moukoko den ausfallenden Haaland ersetzt, dazu steht für die Borussia zu viel auf dem Spiel, sie könnte unter Umständen gar den Anschluss nach ganz oben verpassen, und da bei den Westfalen ja sowieso nach jeder Niederlage schon der Baum brennt, könnte man sich leicht ausmalen, welche Folgen eine weitere Pleite hätte. Zumal sich die Dortmunder in Frankfurt wahrhaftig schwertun, in den zurückliegenden Jahren entwickelten sich meist adrenalingeschwängerte Vollgasveranstaltungen auf hohem Niveau, manchmal aber auch Wildwestfußball in Reinkultur. Die Hessen gehören sicher nicht zu den Lieblingsgegnern der Dortmunder, zumindest war das so, wenn sie nach Frankfurt reisen mussten und die Eintracht ihre Fans im Rücken hatte. Seit sechs Partien wartet der BVB auf einen Dreier am Main, dreimal siegte die Eintracht, in den drei letzten Spielzeiten endeten die Duelle – Achtung – Unentschieden.

Eintracht Frankfurt: Barkok schon voll dabei

Die Geschichte mit den Remis ist in Frankfurt brandaktuell, sechs gab es in dieser Saison, vier in Serie. Die Folge: Eifriges Gestampfe auf der Stelle. Hütter passt das gar nicht, doch nun versucht er vehement, den ungeliebten Unentschieden etwas Positives abzugewinnen. Mehrfach betont er, dass es „sehr, sehr schwer ist, uns zu schlagen“, und man könne sich ja mal ligaweit umhören: „Es ist nicht angenehm, gegen uns zu spielen. Ich sehe kein Team, das uns an die Wand gespielt hat.“ Das hat niemand behauptet, es war zuletzt nur relativ leicht, Tore zu schießen, gerne auch am Anfang einer Partie.

Diese Schlafmützigkeit ist in dieser Woche in Frankfurt hinlänglich thematisiert worden, die Abläufe vor dem Spiel werden modifiziert, um die Sinne zu schärfen. „Wenn man immer den gleichen Trott hat, sollte man vielleicht versuchen, mal etwas zu ändern“, begründet der Fußballlehrer. „Einfach auch, um neue Impulse zu setzen.“

Der 50-Jährige kann personell aus dem Vollen schöpfen, selbst Kreativspieler Aymen Barkok hat sich nach seiner Covid-19-Erkrankung bereits zurückgemeldet und ist seit Mittwoch wieder im Mannschaftstraining. Das ging schnell. Barkok, berichtet sein Trainer, habe nach seiner positiven Testung auf das Coronavirus „keine größeren Symptome“ gehabt, die letzten vier Tests, darunter zwei von der Deutschen Fußball-Liga (DFL), seien allesamt negativ ausgefallen, weshalb er grünes Licht für die Rückkehr aufs Feld bekommen habe.

Eintracht Frankfurt: Hütter grübelt über Startelf

Hütter scheint einigermaßen beeindruckt von der Verfassung der Offensivkraft, die offenbar nicht viel Substanz verloren hat. „Er ist ordentlich unterwegs“, befindet der 50-Jährige und wagt sich für seine Verhältnisse weit nach vorne: „Ich muss mir genau überlegen, ob es für die Startelf reicht oder noch nicht.“

Barkok auf rechts wäre die offensivere, riskantere Variante, die gegen den spielstarken BVB nicht so wirklich wahrscheinlich erscheint. Andererseits hat der Fußballlehrer mit dieser Personalie die Topmannschaft von RB Leipzig überrascht: Der 22-Jährige hatte da die Führung erzielt, Endergebnis: 1:1-Unentschieden – natürlich. Erik Durm wäre die defensivere Option, oder Hütter lässt wieder beide spielen und verzichtet auf einen Stürmer. Mal sehen.

Die Eintracht, die ligaweit die meisten Zweikämpfe führt, wäre jedenfalls gut beraten, den BVB pausenlos zu attackieren, denn das mögen sie gar nicht, die wankelmütigen Dortmunder.

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