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Will wieder vorangehen: Kapitän Sebastian Rode.
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Will wieder vorangehen: Kapitän Sebastian Rode.

SGE

Eintracht Frankfurt: Kapitän Rode selbstbewusst – „Wir haben jetzt ein anderes Level“

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Nach einem schwächeren Start hat sich Eintracht Frankfurt stabilisiert. Eintracht-Kapitän Sebastian Rode glaubt nicht an einen Einbruch in der Rückrunde.

Frankfurt - Am Dienstag war der Trainer Oliver Glasner schon wieder bei der Arbeit, leicht derangiert, wie man sich vorstellen kann. Und „einen Schönheitswettbewerb wird er auch nicht gewinnen“, sagte lächelnd sein Kapitän Sebastian Rode nach der Vormittagseinheit im Kraftraum. Oliver Glasner hatte sich nach einem Sturz vom E-Scooter und einer Jochbeinfraktur am Sonntag (02.01.2022) einer Operation unterziehen müssen, „eindrucksvoll“ sah sein geschwollenes Gesicht aus, aber der Coach von Eintracht Frankfurt habe die Blessur „komplett ausgeblendet“, sagte Rode.

Er sei „zu 100 Prozent professionell“ und „sehr heiß“ auf das Wochenende mit dem Heimspiel (18.30 Uhr) vor 250 zugelassenen Zuschauenden gegen Borussia Dortmund. Der Sturz, habe Glasner den Profis gesagt, habe nichts mit Fußball zu tun, das seien allenfalls „Nebengeräusche“, die das Team nicht vom Weg abbringen werde. Doch natürlich ist solch ein ungewöhnlicher Vorfall nicht optimal für die Vorbereitung auf die Rückrunde.

Eintracht Frankfurt wegen Corona ohne Kristijan Jakic

Die kurze Weihnachtspause hatte Eintracht Frankfurt im Grunde nicht so gut in den Kram gepasst, auf der Welle mit den drei Siegen binnen einer Woche wäre sie gerne weiter gesegelt, aber auch so, findet Käptn Rode, sei die Mannschaft „sehr fokussiert“. Gerade gegen Borussia Dortmund, den Tabellenzweiten „mit seiner unglaublichen Qualität“, haben die Hessen noch eine kleine Rechnung offen. Die 2:5-Auftaktschlappe ist nicht vergessen, selbst wenn Sebastian Rode, der selbst drei Jahre das Trikot des BVB getragen hat und für den diese Partie noch etwas ganz Spezielles ist, das Auftaktspiel nicht mehr zum Vergleich heranziehen will. „Wir haben jetzt ein anderes Level als zu Beginn der Saison, als sich vieles noch finden musste.“ Die Mannschaft sei inzwischen deutlich „gefestigter, jeder kennt den genauen Plan“. Das war eingangs der Hinrunde noch nicht der Fall. Die Eintracht aus dem August 2021 ist eine andere als die Eintracht im Januar 2022.

Und wenn nicht alles täuscht, so könnte Sebastian Rode am kommenden Samstag erneut eine tragende Rolle zukommen, denn Kristijan Jakic hatte sich in den kurzen Weihnachtsferien in seiner kroatischen Heimat mit Corona angesteckt. Inzwischen hat er sich freitesten können und soll am Mittwoch auch ins Training einsteigen, ob es aber schon für einen Einsatz gegen den BVB reicht, ist offen. Rode jedenfalls wird sich so vorbereiten, dass er von Anfang an spielen kann.

Sebastian Rode von Eintracht Frankfurt gut durch die Vorbereitung gekommen

Bislang ist der 31-Jährige gut durch die Vorbereitung gekommen, wie er sagt, das lädierte Knie bereitet immer weniger Probleme. Es gehe besser als gedacht. „Ich bin selbst positiv überrascht, wie viel Einsatzzeiten ich in der Hinrunde erhalten habe“, auf zwölf Pflichtspiele kam der „Seppl“, allerdings konnte er keine einzige Partie die vollen 90 Minuten auf dem Platz stehen. Eine Stunde gegen Borussia Mönchengladbach war das Maximale, meist war er für 15, 20 Minuten in die Partie gekommen. Und dann hat er sofort seine Klasse unter Beweis gestellt, er brachte Ruhe und Klarheit ins Spiel. Insgesamt stand Rode, der sein erstes Spiel für Eintracht Frankfurt am 21. Januar 2011 gemacht hat, in dieser Saison lediglich 308 Minuten auf dem Rasen.

Aber klar: Rode ist es nicht leicht gefallen, so selten eingreifen zu können, gerade in der Anfangsphase, als die „Mannschaft gelitten hat“, konnte er nach einer Knie-OP keinen großen Einfluss nehmen. Umso schöner, dass es bald „stetig bergauf“ gegangen war. Das hat der junge Familienvater, der jüngst sein Haus in Bensheim bezogen hat, auch deswegen als ausgesprochen angenehm empfunden, weil dadurch der Druck von außen auf ihn, unbedingt spielen zu müssen, nicht besonders groß war. „Die Mannschaft hat für Ruhe gesorgt“, so konnte er ohne Stress fit werden. Zudem habe Trainer Oliver Glasner „auf mich achtgegeben“, und sein Trainingsprogramm dosiert und individuell auf das lädierte Knie abgestimmt. Rode ist behutsam herangeführt worden.

Was bringt die Rückrunde für Eintracht Frankfurt? Rode bleibt vorsichtig

Was also bringt die Rückrunde Eintracht Frankfurt? Sebastian Rode will sich da nicht festlegen, er ist ja ein gebranntes Kind, weiß um die traditionellen Einbrüche seiner Eintracht im zweiten Saisonteil. Aber dieses Mal glaubt er nicht an ein Einknicken, aus zwei Grünen: Zum einen sei da Struktur und Charakter der Mannschaft, die nicht locker lasse und „heiß ist, Gas zu geben“. Zum anderen sei da ein Trainer, der einen ständig antreibt, der „keine Stagnation zulässt“. Klar ist: Die Eintracht hat ihr vor der Saison ausgegebenes Ziel, an die Europapokalplätze anzuklopfen, als Tabellensechster natürlich nicht aufgegeben. „Wir wollen bis zum Ende dabei sein.“

Sebastian Rode ist aber andererseits lange genug im Geschäft, um zu wissen, wie viel solche Prognosen wert sind. Er hat das ja mit dem Team aktuell am eigenen Leib erfahren: „Wie schnell das geht im Fußball, unten nach oben, von Freud zu Leid und umgekehrt.“

Kapitän Rode ist lieber ein bisschen vorsichtiger, zumal er, als einer der wenigen, die „Rückrunde der Schande“ in 2012 selbst miterlebt hat. Aber an solch einen Absturz verschwendet er ernsthaft keinen Gedanken. (Thomas Kilchenstein)

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