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Das magische Fünfeck: Pirmin Schwegler, Alex Meier, Olivier Occean, Sebastian Rode und Stefain Aigner.

Es war einmal

Rode, Schwegler, Meier: Ein magisches Dreieck bei Eintracht Frankfurt

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Fast wie heute: Eintracht Frankfurt begeistert vor sieben Jahren mit brachialem Fußball.

Nach der Rückkehr zu alter spielerischer Leichtigkeit schrieb die FR doch tatsächlich von einem „magischen Dreieck“ und meinte ganz gewiss nicht das aktuelle Dreigestirn Jovic/Rebic/Haller, das die Bundesliga gerade so furios aufmischt. Genauer gesagt waren nicht mal drei Stürmer gemeint, damals, im November 2012, sondern zwei sich perfekt ergänzende Mittelfeldspieler und eine Eintracht-Legende: Kapitän Primin Schwegler, Abräumer Sebastian Rode und Dauertorschütze Alex Meier.

Sie, könnte man überspitzt formulieren, sorgten fast im Alleingang für diesen hochverdienten 4:2-Erfolg über den FC Augsburg, Meier mit einem Doppelpack, die anderen beiden mit einer überragenden Leistung. „Im zentralen Mittelfeld schalteten Pirmin Schwegler mit kühlem Kopf und Sebastian Rode mit der ihm ureigenen Dynamik“, analysierte die FR. „Zwei, die für jeden sichtlich machten, warum Fußball nicht nur ein Lauf-, sondern eben auch ein Strategiespiel sein kann.“ Und dann war da natürlich noch Alex Meier, der nie wertvoller war und die Torschützenliste mit neun Treffern anführte. „Ein Mann für die besonderen Momente.“

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Die Frankfurter hatten durch den Sieg gegen den FCA den dritten Platz und sechs Punkte Vorsprung auf Platz sieben verteidigt. Und ein Signal gesendet: Sie waren nicht bereit, sich aus der Spitzengruppe zu verabschieden.

Armin Veh und die bedingungslose Offensive

Die Eintracht spielte furios, schnell und brachial, und das als Aufsteiger. Trainer Armin Veh hatte seine Mannschaft bedingungslos offensiv ausgerichtet und sich schon vor Saisonbeginn für diese Interpretation des Fußballs entschieden: mit offenem Visier, Vollgasveranstaltungen eben. Veh kannte die Risiken und nahm sie in Kauf: Nach vorne bestach die Eintracht durch ungezügelte Angriffslust, hinten war sie anfällig. Manchmal sah das ganz schön nach Harakiri aus, was sie da spielte. Aber heraus kamen spektakuläre Spiele, so viele wie man sie in Frankfurt ganz, ganz lange nicht gesehen hatte.

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Nach dem kurzweiligen Spiel gegen Augsburg konnte etwa Vereinspräsident Peter Fischer sein Glück kaum fassen. „Unsere Tore“, hob er an, „sind nicht zu verteidigen. Sie sind es einfach nicht. Punkt. Aus. Ende.“ Coach Veh assistierte: „Wir sind nicht einfach zu verteidigen.“ Selbst der so nüchterne Vorstandschef Heribert Bruchhagen war von den Socken: „Wir haben tollen Offensivfußball gezeigt, das war eindrucksvoll. Wir sind immer in der Lage, uns überragende Torchancen herauszuspielen.“

Nur Kevin Trapp, damals wie heute im Kasten, hatte etwas zu meckern, nach dem neuerlichen Spielrausch in Schwarz-Rot merkte er an, dass er seinen Kasten ganz gerne auch mal wieder sauber halten würde. Das klappte damals nicht so gut wie heute.

Am Ende der Saison ging der Eintracht so ein bisschen die Puste aus, nach ganz oben reichte es nicht, aber zu Platz sechs und zur Qualifikation für die Europa League. Das war nicht so schlecht.

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