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Trifft wie am Fließband: André Silva.
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Trifft wie am Fließband: André Silva.

SGE

Eintracht Frankfurt zu Gast beim SC Freiburg: Eine heiße Nummer

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
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Eintracht Frankfurt will beim SC Freiburg befreit aufspielen – lässt Trainer Adi Hütter seine Traumbesetzung im Sturm ran?

Überwältigender Abschied des langjährigen Kapitäns David Abraham inklusive witzigem Trikottausch mit Schiri Manuel Gräfe, zwei spektakuläre Knallertore samt hollywoodmäßiger Rückkehr von Luka Jovic, vier Siege aus den letzten vier Spielen: Eintracht Frankfurt spielt mit den Emotionen und bewegt die Menschen in der Stadt, sportlich sind die Hessen so etwas wie die Mannschaft der Stunde. „Die Stimmung ist sehr, sehr gut“, bekundet Trainer Adi Hütter. „Wir haben uns diese Euphorie erarbeitet.“

Diese Begeisterung will er verständlicherweise vor dem Auswärtsspiel an diesem Mittwoch (20.30 Uhr) im Schwarzwald beim SC Freiburg nicht eindämmen, das Team soll weiter auf der Welle reiten, im Flow bleiben. „Ich möchte es laufen lassen.“

Adi Hütter ist mit fußballerischer Entwicklung bei Eintracht Frankfurt zufrieden

Hütter ist mit der fußballerischen Entwicklung seines Teams mehr als einverstanden, und irgendwie scheint es ihn ein klitzekleines bisschen gestört zu haben, dass die Eintracht mehr auf die läuferische und kämpferische Komponente reduziert worden war. „Wir sind auch fußballerisch eine Nummer. Wir drücken den Spielen unseren Stempel auf.“

Das hat, wie der Fußballlehrer einräumt, mit der Systemumstellung zu tun. Seit die Eintracht mit zwei spielstarken Sechsern, zwei Zehnern und einer Spitze agiert, ist sie fußballerisch deutlich feiner und sicherer geworden, ohne aber an Widerstandsfähigkeit verloren zu haben.

Traum-Sturm bei Eintracht Frankfurt im Spiel gegen SC Freiburg?

Dennoch könnte der Trainer „beim heißen Tanz im Breisgau“ seine Taktik modifizieren, weil er nun zwei Angreifer auf höchstem Niveau in seinen Reihen weiß. André Silva und Luka Jovic bildeten ein „Top-Duo in der Bundesliga“, doch lässt er beide auch wirklich gemeinsam los? Der Österreicher ziert sich, diese Frage im Vorfeld der Partie zu beantworten, zum einen, weil er Fragen zur Aufstellung nie beantwortet und zum anderen, weil er dem geschätzten Kollegen Christian Streich ja keinen Informationsvorsprung gewähren will.

Mit beiden Stürmern hat Hütter ausführlich gesprochen, auch mit Silva, der den Konkurrenzkampf mit Jovic nicht fürchte, sondern sich über die zusätzliche Stärkung des Angriffs freue. „Es ist ihm wichtig, dass wir noch mehr Qualität in die Mannschaft bekommen haben.“ Da geht es dem Torjäger nicht anders als seinem Trainer, der den serbischen Nationalspieler Jovic als „absoluten Weltklassespieler von hohem Format“ preist.

Zinedine Zidane äußert sich zum Abgang von Luka Jovic zu Eintracht Frankurt

Ob das Zinedine Zidane in Madrid genauso sieht? Der Real-Trainer sah sich nun bemüßigt, seine Einschätzung zum Abgang abzugeben, weil er ob dessen jüngsten Doppelpacks binnen 20 Minuten ein wenig in Erklärungsnot geraten ist. Die spanische Presse ist nicht zimperlich, schließlich hat Jovic unter Zidane in eineinhalb Jahren nur zwei Tore erzielt. „Die Schuld liegt nicht beim Trainer. Sie liegt beim Spieler, er muss zeigen, zu was er fähig ist“, rechtfertigt sich Zidane. „Es ist etwas anderes, bei Real Madrid zu spielen. Das ist eine riesige Herausforderung, das kann man nicht vergleichen.“ Er freue sich aber für seinen nach Frankfurt entliehenen Schützling, und er glaubt weiterhin an eine Zukunft des 23-Jährigen in Madrid: „Ich hoffe, dass er eines Tages auch bei uns so spielt wie in Frankfurt.“ Das freilich ist Zukunftsmusik, die nahe Gegenwart heißt für Jovic und die Eintracht SC Freiburg.

Sebastian Rode wird die Reise in den Breisgau nicht antreten, der 30-Jährige hat noch leichte Knieprobleme, die aber nicht dramatisch sein sollen. Unklar ist überdies, ob Abwehrchef Martin Hinteregger auflaufen kann. Der 28-Jährige lässt seinen tiefen Pferdekuss zwar intensiv behandeln, doch „es wird ein Wettlauf mit der Zeit“.

Adi Hütter lässt Kapitänsfrage bei Eintracht Frankfurt noch offen

Klar ist, dass für den abgeflogenen David Abraham Kronprinz Tuta verteidigen wird. Wer Abrahams Kapitänsbinde auf Sicht übernehmen wird, ließ Hütter offen. Er nannte einen Kreis der erfahrenen Spielern um Makoto Hasebe, Kevin Trapp, Rode und Hinteregger. „Ich lasse aber vorerst offen, wer in Zukunft Kapitän sein wird, ich werde mir das in Ruhe anschauen.“

Ganz andere Sorgen hat da ein Spieler wie Danny da Costa, der einst Dauerbrenner war, jetzt aber nur noch zwischen Bank und Tribüne pendelt. Hütter hat mit dem Rechtsverteidiger das Gespräch gesucht. „Er hat es aktuell schwer, aber manchmal muss man einfach dranbleiben und hartnäckig sein.“ Dann werde man – siehe Erik Durm – auch wieder eine Chance bekommen. „Nur wenn einer total unzufrieden ist, muss man versuchen, eine Lösung zu finden.“ So wie bei Dominik Kohr, der nun Mainz 05 vor dem Abstieg retten will. „Es ist wichtig, wenn die Jungs Spielpraxis haben“, sagt Hütter. „Von daher war dieser Schritt für Domme der beste.“

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