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Eintracht Frankfurt geht auf Reisen: Schon bald Big in Japan?

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Von: Johannes Skiba

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Mitte November geht es für Eintracht Frankfurt nach Japan. Neben den wirtschaftlichen Interessen könnte die SGE auch sportlich profitieren.

Frankfurt – Die Entwicklung von Eintracht Frankfurt ist beeindruckend. Nach dem Gewinn der Europa-League im Mai 2022, folgte nun mit dem Einzug ins Achtelfinale der Champions-League der nächste große Meilenstein der Vereinshistorie. Der sportliche Erfolg in Frankfurt ist keine Eintagsfliege, sondern eher ein hungriger Adler, der schon relativ hoch fliegt und noch höher hinaus will.

Zuletzt verkündete die SGE, dass der Verein während der WM 2022 in Katar, im Rahmen der Partnerschaft mit einem japanischen Tourismusunternehmen, eine Reise nach Japan unternehmen wird. Markenbotschafter wird Eintracht-Urgestein Makoto Hasebe, der sich über die Zusammenarbeit freut: „Ich persönlich bin begeistert und geehrt, dass ich mit Eintracht Frankfurt und meinen Mannschaftskollegen mein Heimatland besuchen kann. Es gibt keinen besseren Weg, Japan der Eintracht-Fangemeinde vorzustellen.“ Nichtsdestotrotz wird der Japan-Trip für die Eintracht mehr als nur ein Marketinggag – sportlich wie finanziell.

Eintracht Frankfurt: SGE-Kooperation mit Erstligisten

In Japan wird Eintracht Frankfurt ohne die Nationalspieler zwei Testspiele gegen Klubs aus der J-League absolvieren. Darunter auch die Urawa Red Diamonds, mit denen die Eintracht Ende Oktober eine Kooperation einging. Die Zusammenarbeit mit dem Jugendklub von Makoto Hasebe soll der SGE helfen, die eigene Marke zu etablieren. Spätestens seit dem Triumph in der Europa-League ist die Eintracht auch außerhalb Europas bekannt und beliebt. Mit der Reise nach Japan versucht der Klub nun die gewonnene Aufmerksamkeit zu vermarkten. In der Champions-League spielen die Frankfurter schon mit den ganz großen Vereinen Europas mit. Finanziell ist der Abstand noch enorm. Die ersten wirtschaftlichen Schritte auf dem asiatischen Kontinent untermauern die Zielstrebigkeit auf allen Ebenen des Klubs.

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Für Eintracht Frankfurt geht es bald in den Flieger. © Haas/imago

Neben den für Fußball-Fans eher unromantischen geschäftlichen Aktivitäten beinhaltet die Kooperation mit dem japanischen Spitzenklub auch einen Austausch von unter anderem Sportfachwissen und Jugendentwicklungsprogrammen, die sich auch auf die sportliche Entwicklung der SGE positiv auswirken könnten. Gleichwohl ist der japanische Vereinsfußball weit vom Niveau der Bundesliga entfernt. Allerdings hat Japan gerade im Jugendbereich eine beeindruckende Entwicklung genommen.

WM 2022: Sieben Bundesliga-Spieler für Japan dabei

Japan nimmt bei der WM 2022 in Katar zum siebten Mal in Folge an einer Fußball-Weltmeisterschaft teil. Als einer der ersten Teilnehmer veröffentlichten die „Blue Samurai“ ihren WM-Kader. Im 26-köpfigen Kader finden sich insgesamt 20 Spieler, die im japanischen Ausland unter Vertrag stehen – allein sieben von diesen Profis spielen in der Bundesliga, wie beispielsweise Daichi Kamada. Das fußballerische Potenzial Japans ist groß.

Durch die Kooperation mit Urawa erweiterte sich der ohnehin schon großartig vernetzte Scoutingbereich der Eintracht, der wiederum enormen Anteil an den Erfolgen der letzten Jahre hat. Somit ist die anstehende Japan-Reise von Eintracht Frankfurt nicht nur eine Folge der historischen Leistungen, sondern gleichzeitig vielleicht auch der Grundstein für all das, was noch kommen mag. (jsk)

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