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Eintracht-Trainer Adi Hütter bedankt sich nach dem Spiel gegen Benfica bei den Fans.

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Eintracht Frankfurt: Reicht es für die Champions League?

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Eintracht-Reporter und Eintracht-Fans zücken den Rechenschieber: Reicht es für die Eintracht für Platz vier? Ein Kommentar.

Wer sich dieser Tage eingehend mit Eintracht Frankfurt beschäftigt, wer als Reporter über die hessischen Fußballer berichtete oder schlicht als Anhänger des Bundesligisten mitfiebert, der kommt an zwei Aspekten kaum vorbei. Zum einen natürlich an allerlei Huldigungen für das bereits Geleistete in dieser Spielzeit, am Lob für berauschende Fußballspiele, für das irgendwie ein bisschen unwirklich anmutende, aber doch wahrhafte Erreichen des Europa-League-Halbfinales gegen den FC Chelsea – und natürlich für den überraschenden Höhenflug in der Liga. Um Letzteren soll es auch an dieser Stelle gehen.

Denn zum anderen wird spätestens nach dem 1:1 am Montagabend in Wolfsburg bei vielen Fans der Drang gewiss da sein, mal eben den lange Jahre im Abstiegskampf so bewährten Rechenschieber aus der verstaubten Schublade zu kramen und durchzuspielen, wo das Ganze in dieser Saison denn enden könnte. Reicht es für Eintracht Frankfurt tatsächlich zu Rang vier, kann die Mannschaft von Trainer Adi Hütter ihren Platz behaupten, der kommende Runde zur Teilnahme an der Champions League berechtigt?

Hütters einfaches Rezept

Nun ja, heutzutage werden für derlei Aufgaben vom Großteil der Menschen, also auch von Reportern und Eintracht-Fans, natürlich keine Rechenschieber mehr benutzt. Eher schon Taschenrechner oder eben jene im Smartphone integrierte. Oder ganz profan das eigene Gehirn. Vier Spieltage vor Ultimo gerät dieses dabei ganz schön ins Rotieren. Klar, vier mal drei Punkte, also zwölf, sind maximal noch für jede Mannschaft in dieser Bundesligasaison zu holen. Die Eintracht liegt in der Tabelle zwei Zähler vorm Tabellenfünften aus Mönchengladbach und drei vorm Sechsten aus Hoffenheim. So weit, so gut. Aber was heißt das denn nun?

Reichen der Eintracht die zwei fest eingeplanten Heimsiege gegen Berlin und Mainz für Platz vier? Oder müssen noch Punkte auswärts in Leverkusen und München her? Und inwiefern sind Punkte gegen Berlin und Mainz überhaupt fest einzuplanen, schließlich läuft es ja dann doch so oft anders, als man denkt? Ist Hoffenheim trotz eines Zählers mehr Rückstand nicht formstärker und frischer als Gladbach und daher der größere Konkurrent? Oder haben die Kicker vom Niederrhein einen kleinen Vorteil, weil sie die Kraichgauer am drittletzten Spieltag noch im eigenen Stadion antreffen?

Ach herrje, Fragen über Fragen, mächtig anstrengend diese Prophezeier- und Rechnerei. Und dazu noch so unbefriedigend ergebnislos. Adi Hütter verfährt da wesentlich unkomplizierter. Er rät seiner Mannschaft für den spannenden Endspurt: „Wenn wir unter den ersten Vier bleiben wollen, müssen wir gewinnen.“

Nur nicht zu viel nachdenken also, da hätte man auch selbst drauf kommen können.

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