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Steht derzeit im Sonnenlicht: Stefan Ilsanker vor der Rückkehr zum Ex-Klub RB Leipzig. Jan hübner
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Steht derzeit im Sonnenlicht: Stefan Ilsanker vor der Rückkehr zum Ex-Klub RB Leipzig.

Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig: Spitzenspiel leitet die heiße Phase ein

  • Thomas Kilchenstein
    vonThomas Kilchenstein
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Eintracht Frankfurt steht mit dem Spitzenspiel am Sonntag gegen RB Leipzig vor dem Monat der Wahrheit. Ist die Mannschaft reif für die Champions League?

  • Eintracht Frankfurt spielt am 14.03. in der Fußball-Bundesliga gegen RB Leipzig.
  • Für die SGE wird es im Kampf um die Königsklasse ernst.
  • Will Eintracht Frankfurt in die Champions League, müssen noch viele Punkte geholt werden.

Frankfurt am Main - Im Hinspiel gegen RB Leipzig, am achten Spieltag, Ende November, hat sich der Trainer Adi Hütter vorsichtig seinem Erfolgsgeheimnis genähert, nämlich mit zwei Zehnern und einer Spitze zu agieren. Das hatte seinerzeit zu einem respektablen 1:1 gereicht, doch erst im neuen Jahr, mit der Partie zu Hause gegen Bayer Leverkusen (2:1), wurde das System derart verfeinert, dass Eintracht Frankfurt nach prima Auftritten mit einiger Berechtigung ein Wörtchen bei der Vergabe eines Champions-League-Platzes mitreden kann.

Mit einer Spitze, zwei Zehnern - und vor allem einem fitten Amin Younes sowie einem nie klein zu kriegenden Makoto Hasebe im defensiven Mittelfeld – „ein absoluter Schlüsselspieler und außergewöhnlicher Fußballer“, wie der Coach jetzt vor der Spitzenpartie am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den Tabellenzweiten Leipzig voller ernst gemeinter Hochachtung sagte.

Eintracht Frankfurt: Spiel gegen RB Leipzig ist Auftakt der sechs Wochen der Wahrheit

Und es würde dann doch verwundern, wenn die Hessen in dieser Begegnung zum Auftakt der sechs Wochen der Wahrheit - wie zuletzt gegen den VfB Stuttgart - in einer anderen Grundordnung agieren würden, mit zwei Angreifern zum Beispiel.

In diesem Gipfelduell gegen die Leipziger Spitzenelf, die sich nach Einschätzung des Frankfurter Fußballlehrers zuletzt „fußballerisch noch einmal verbessert“ hat, werde es aber viel mehr auf eine funktionierende Rückwärtsbewegung ankommen. „Die muss stimmen“, betonte Hütter, jeder müsse da synchron mitmachen. „Wenn drei, vier Leute stehen bleiben, müssten wir vorne schon viele Tore schießen, um das auszumerzen.“

Für Eintracht Frankfurt wird es im Kampf um die Champions League ernst

Entscheidend werde sein, „wie wir uns bei Ballverlust verhalten“. Und Ballverluste wird es geben, angesichts der bekannt aggressiven Art, wie RB Leipzig Pressingsituationen sucht und findet. Darauf werde man als Eintracht Frankfurt vorbereitet sein müssen, und so simpel dürfte es nicht werden, nur „die erste Pressinglinie zu überspielen“, wie Hütter sagte.

Es wird ernst für Eintracht Frankfurt: Die nächsten Spiele gegen Leipzig, Union Berlin, Borussia Dortmund, VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengladbach, dann FC Augsburg und schließlich Bayer Leverkusen werden Aufschluss geben, ob die Hessen trotz nur eines Zählers aus den vergangenen zwei Spielen tatsächlich das Zeug haben für die Königsklasse.

In den nächsten Wochen wird sich die Spreu vom Weizen trennen, steht Eintracht Frankfurt vor dem Lackmustest: „Es geht auf die Zielgerade. Wenn wir einen Hürdenlauf nehmen, haben wir nun noch sehr hohe Hürden zu bewältigen. Alle Topteams außer Bayern München warten noch auf uns“, sagte der 51-Jährige. Man wisse, dass man für den Traum von der Königsklasse „auch die eine oder andere hohe Hürde wird besiegen müssen“. Es wäre „absolut perfekt“, in einem Spitzenspiel zu punkten, so der Österreicher, der liebend gerne dem einzigen Titelkonkurrenten der Bayern „ein Bein stellen würde“.

Champions League: Weitere 20 Punkte müsste Eintracht Frankfurt schon holen

20 Punkte aus den zurückliegenden zehn Spielen - zum Abschluss geht es gegen die weniger hohen Hürden Mainz 05, Schalke und Freiburg - müssten es wohl noch werden, um den Traum Wirklichkeit werden zu lassen, 63 Zähler wären es dann. Im vergangenen Jahr benötigte der Vierte erstaunliche 65 Punkte für die Champions League, in den Jahren zuvor hatten 58 und 55 Zähler gereicht. Insofern werden die Spiele gegen die direkte Konkurrenz, die berühmten Sechs-Punkte-Spiele, im Kampf um die Fleischtöpfe den Ausschlag geben. Verlieren verboten, heißt die Losung, noch immer hat Eintracht Frankfurt drei Punkte Vorsprung auf Platz fünf.

Allerdings sind die Hessen auch dafür bekannt, zuweilen auf der zitierten Zielgeraden ins Straucheln zu geraten. In den vergangenen neun Bundesliga-Spielzeiten, so fand der „Kicker“ heraus, verbesserten sich die Frankfurter zwischen dem 24. und dem 34. Spieltag nur einmal in der Tabelle, im vergangenen Jahr von Rang zwölf auf Rang neun. Es war eine Ausnahmesaison, denn ansonsten geben die Hessen gerne gute Positionen aus der Hand.

Eintracht Frankfurt hat eine gute Bilanz gegen den RB Leipzig

In Leipzig hingen die Trauben für Eintracht Frankfurt meist hoch, gewinnen konnten sie Am Sportforum noch nie, seitdem RB in der Bundesliga spielt, seit 2016. Allerdings haben die Frankfurter insgesamt eine gute Bilanz gegen den Brauseklub, von den vergangenen sieben Pflichtspielen gewannen sie drei, spielten dreimal Remis und unterlagen nur einmal, 1:2 im August 2019. Adi Hütter ist zudem so etwas wie der Angstgegner für den RB-Coach, Hütter gewann als einziger Trainer in der Bundesliga dreimal gegen Julian Nagelsmann.

„Der Julian wird seine Mannschaft schon so einstellen, dass sie wieder hungrig ist“, sagte der Österreicher auf die Frage, ob die 0:2-Niederlage der Sachsen am Mittwoch in der Champions League gegen den FC Liverpool Spuren hinterlassen haben könnte. „Es ist nie einfach, nach Niederlagen zurückzukommen“, findet Hütter, der aus einer weiteren Statistik Honig saugen kann. Eintracht Frankfurt hat in dem einen Jahr unter Corona-Bedingungen und ohne Publikum stolze 61 Punkte gesammelt, lediglich Platzhirsch Bayern München und Verfolger RB Leipzig waren besser. „Beeindruckend.“

Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig: Luka Jovic wird wohl auf die Ersatzbank müssen

Personell sind Änderungen zu erwarten. Daichi Kamada, der seinen Hexenschuss auskuriert hat, dürfte ins Team zurückkehren. Stefan Ilsanker als Innenverteidiger vorerst drinbleiben, zumal es gegen seinen Ex-Klub geht. Luka Jovic wird wohl auf die Ersatzbank müssen.

Ob sich sein Verhältnis zum abwanderungswilligen Vorstand Fredi Bobic geändert habe, ist der Trainer noch gefragt worden. Bobic sei weiter sein erster Ansprechpartner für sportliche Themen. „Ich bin sehr, sehr loyal zu meinen Vorgesetzten. Und Fredi ist mein Vorgesetzter“, sagte der 51-Jährige. Schon in der letzten Woche habe er zum Hickhack um diese Personalie betont, „dass uns das nicht aus der Ruhe bringt“. (Thomas Kilchenstein)

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