+
Fredi Bobic von Eintracht Frankfurt äußert sich zu Rassismus in Stadien.

Eintracht Frankfurt

Rassismus im Fußball: Fredi Bobic fordert klare Maßnahmen

  • schließen

Fredi Bobic, Vorstand Sport bei Eintracht Frankfurt, hat sich zum Thema Rassismus im Fußball geäußert und eine Maßnahme vorgeschlagen.

  • Fredi Bobic von Eintracht Frankfurt äußert sich zu Rassismus im Fußball
  • Abbruch von Spielen gefordert
  • SGE-Sportvorstand Bobic findet Strafe für Manchester City gerecht

Berlin - Rassismus im Fußball geriet durch einige Vorfälle wieder in die Schlagzeilen. Fredi Bobic, Sportvorstand von Eintracht Frankfurt, äußerte sich im Rahmen des Laureus World Sports Awards in Berlin zu dem brisanten Thema: „Notfalls, wenn sowas passiert, muss ein Spiel auch mal stoppen oder komplett beendet werden. Dann ist es das richtige Zeichen“, sagte Bobic. Ein Spielabbruch sollte aber nur die letzte Möglichkeit sein. „Wenn einer oder zwei Leute eine dumme Aktion machen, warum sollen die anderen 60.000 dafür büßen. Du musst diese zwei rauspicken. Wenn es Einzelfälle gibt, dann müssen wir sie ausfindig machen, sie raustun aus den Stadien“, so Bobic weiter. 

Eintracht Frankfurt: Sportvorstand Bobic zu Rassismus innerhalb der Teams

Innerhalb der Teams ist Rassismus laut Bobic kein Thema: „Wir machen schon sehr viel im Fußball. Die Mannschaften gehen sehr gut miteinander um, da gibt es gar keine Vorfälle. Da ist es egal, welche Hautfarbe sie haben, welchen Glauben sie haben.“

In Deutschland hatte es zuletzt zwei Vorfälle gegeben. In Gelsenkirchen, beim Spiel im DFB-Pokal zwischen dem FC Schalke 04 und Hertha BSC, wurde Gästespieler Jordan Torunarigha von Zuschauern rassistisch beschimpft. Einen weiteren Fall von Rassismus gab es in der 3. Liga, beim Spiel SC Preußen gegen die Würzburger Kickers. Der Würzburger Leroy Kwadwo wurde von einem 29-jährigen Zuschauer beleidigt, woraufhin die Fans des SC Preußen mit „Nazis-raus“-Rufen reagierten. Sie sorgten außerdem dafür, dass der Tatverdächtige ausfindig gemacht und identifiziert werden konnte. In Portugal verließ Moussa Marega vom FC Porto den Platz, nachdem er aus dem Publikum rassistisch beleidigt worden war.

Fredi Bobic findet Strafe für Manchester City gerecht 

Beim Laureus Award nahm Fredi Bobic auch zur Strafe für den englischen Club Manchester City Stellung, der zwei Jahre von der Champions League ausgeschlossen wurde. „Es ist ein gutes Urteil, denn es ist ein gerechtes Urteil. Jetzt hat es mal einen Großen getroffen - zu Recht, auch, weil die Regeln für alle gelten“, so der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt. Gründe für den Ausschluss sind schwerwiegende Verstöße gegen das Financial Fair Play. Der Premier-League-Klub muss außerdem 30 Millionen Euro Strafe zahlen. Manchester City hat bereits angekündigt, beim Internationalen Sportgerichtshof CAS Einspruch gegen das Urteil einzulegen. 

Mit Eintracht Frankfurt trifft Fredi Bobic am Donnerstag in der Europa League auf den FC Salzburg. Mijat Gacinovic ist für die Partie fraglich

Von Sascha Mehr

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare