Filip Kostic war kaum zu stoppen.
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Filip Kostic war kaum zu stoppen.

Klassenbuch

Pleite gegen den 1. FC Köln: Die Spieler von Eintracht Frankfurt in der Einzelkritik

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
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  • Thomas Kilchenstein
    Thomas Kilchenstein
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Eintracht Frankfurt verspielt gegen den 1. FC Köln eine 2:0-Führung und kassiert im letzten Heimspiel des Jahres eine weitere Niederlage. Die Bewertung der Spieler in der Einzelkritik.

Nach einer halben Stunde lag Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Köln mit 2:0 in Führung - nur um am Schluss mit leeren Händen dazustehen. SGE-Trainer Adi Hütter steht unter Druck, ist aber nicht allein verantwortlich für die Misere. Die Einzelkritik der Spieler im Klassenbuch. 

Gut dabei 

Martin Hinteregger: Hat sich viele Tore vorgenommen. Liefert prompt. Erzielte das 1:0, erst die Kugel locker auf dem Oberschenkel gestoppt, dann eingeschossen, bereits sein sechster Treffer. Auch hinten eine Bank. Verlor im Eifer des Gefechts seinen Schienbeinschoner. Kann mal passieren. Sah die fünfte Gelbe Karte. 

Filip Kostic: Unermüdlich marschiert er über seinen Flügel, wie eine Maschine. Spielte dem jungen Benno Schmitz Knoten in die Beine, bereitete die ersten beiden Treffer vor. Nie zu stoppen.

Ganz okay

Goncalo Paciencia: Traf endlich mal wieder, per Kopf zum 2:0 (30.). Erstmals seit dem Bayern-Spiel, dass wieder ein Stürmer traf. Das hatte ihn gewurmt. Zwei, drei schöne Ballverlagerungen. Aufsteigende Tendenz. 

Dominik Kohr: Enorm fleißig, viel unterwegs. Er brannte, wollte es wissen. Sofort im Spiel, erste gute Aktion nach ein paar Sekunden, ackerte viel nach hinten. Hätte fast ein Tor erzielt (34.). 

Makoto Hasebe: Musste fast Manndecker gegen Cordoba spielen. Das war nicht leicht, lieferte sich packende Duelle, brauchte dabei seine ganze Erfahrung. Später dann im defensiven Mittelfeld. 

Felix Wiedwald: Hielt die Eintracht lange im Spiel, gut Paraden im zweiten Abschnitt. Bei den Gegentoren chancenlos. Ein bisschen zittrig, wenn er den Ball mit dem Fuß spielen musste, die Erinnerung an seinen Bolzen gegen Wolfsburg ist noch präsent.

So lala 

Daichi Kamada: Spielfreudig, aber er verzettelte sich zuweilen. Probierte vieles, vieles klappte nicht. Aber er hat wenigstens Ideen. Hatte Pech bei seinem Solo (73.), Horn parierte.

Evan Ndicka: Kam in einer kritischen Phase ins Spiel. Löste seine Aufgaben aber solide.

Timothy Chandler: Solide, ohne Impulse zu setzen, Konzentrierte sich mehr auf die Defensive, nur zaghafte Läufe über den Flügel.

Djibril Sow: Bekam endlich de gewünschte Pause, allerdings musste er nach 30 Minuten wieder ran. Fügte sich ein, ohne zu glänzen. Stopfte Löcher, aber nach vorne ist das viel zu wenig.

Almamy Touré: Wirkte lange total verunsichert.Sein grober Fehler von Schalke wirkte nach, traute sich wenig zu. Ihm unterliefen trotzdem wieder leichte Fehler. Sicherheitsrisiko.

Bas Dost: Brauchte lange, ehe er im Spiel war, anfangs ging gar nichts. Dann kam er langsam in Fahrt. Fügte sich dann und wann ins Kombinationsspiel ein. Hat schon besser gespielt.

Zu früh gegangen 

Sebastian Rode: Für den Wühler im Mittelfeld war nach einer halben Stunde Schluss, verletzungshalber. Zuvor hatte er einen Tritt in den Unterleib bekommen.

Zu spät gekommen 

André Silva 

Von Thomas Kilchenstein und Ingo Durstewitz

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