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Man erwartet bei der Eintracht mehr von ihm: Mijat Gacinovic

Eintracht-Kader

Eintracht-Verantwortliche erhöhen den Druck: Mijat Gacinovic soll endlich zünden

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Der Serbe Mijat Gacinovic kann den Kauf des Schweizers Sow durchaus als dezenten Hinweis verstehen.

Eine Überraschung ist es beileibe nicht mehr, aber nun ist es offiziell: Eintracht-Frankfurt hat Mittelfeldspieler Djibril Sow von Young Boys Bern unter Vertrag genommen und ihn mit einem Fünfjahreskontrakt ausgestattet. „Er hat zuletzt international die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, er war begehrt“, sagt Sportvorstand Fredi Bobic. „Wir sind von seiner Leistungsstärke und Entwicklungsfähigkeit überzeugt. Mit seinen technischen, strategischen und athletischen Fähigkeiten wird er uns weiterhelfen.“ 

Sow wird mit der Nummer acht auflaufen – die trug zuletzt kein Geringerer als Luka Jovic. Für den 22-Jährigen zahlt die Eintracht rund zehn Millionen Euro, der Schweizer Nationalspieler löst damit Sebastien Haller (sieben Millionen) als teuersten Zugang der Geschichte ab. Aber das Transfergerangel hat ja erst begonnen, gut möglich, dass diese Marke bald erneut fällt.

Eintracht Frankfurt wird im Mittelfeld gewiss noch mal nachlegen

Im Mittelfeld wird Eintracht Frankfurt, das in der ersten Runde des DFB-Pokals am Sonntag, 11. August (15.30 Uhr), bei Waldhof Mannheim antreten wird, gewiss noch mal nachlegen, die Zentrale hat die Sportliche Leitung als Schwachpunkt ausgemacht. Völlig zu Recht. Während von einigen Akteuren wie Gelson Fernandes, 32, oder Jonathan de Guzman, 31, keine nennenswerten Entwicklungssprünge mehr zu erwarten sind, wird die Rolle des 24 Jahre alten Mijat Gacinovic kritischer gesehen. Die Verantwortlichen sind nicht wirklich zufrieden mit der Gesamtleistung des Serben, der in sein fünftes Jahr in Frankfurt geht, aber noch immer auf den Durchbruch wartet.

Man erwartet mehr von ihm, gerade vor dem Hintergrund, dass der Spieler so vieles mitbringt: Tempo, Laufstärke, aggressives Pressingverhalten und Technik. Doch er ist zu überhastet, denkt zu viel nach, spielt zu oft zu naiv. Das soll er ablegen, Gacinovic soll seine unbestrittenen Fähigkeiten auf den Platz bringen und liefern. Der Druck auf den Nationalspieler wird erhöht, für den Mittelfeldmann heißt es in dieser Saison: make it or break it.

In den Angriff wird ebenfalls noch Bewegung kommen. Die Chance, dass Ante Rebic und Sebastien Haller bleiben, ist zwar gegeben, aber nicht übermäßig groß. Gerade Rebic wird als potenzieller Seitenwechsler angesehen, auch wenn der Markt aktuell noch ruhig ist.

Kevin Trapp: Diffuses aus Paris

Die Eintracht würde in diesem Fall einen hochkarätigen Angreifer dazuholen, Fünf-Millionen-Einkauf Dejan Joveljic ist eher als Perspektivmann zu sehen. Mit Max Kruse hatte sich die Sportliche Führung intensiv beschäftigt, das wirtschaftliche Gesamtpaket wog aber zu schwer.

Das ist auch bei Kevin Trapp nicht so leicht zu stemmen, aber da ist die Eintracht bereit, acht Millionen Euro an Paris St. Germain zu überweisen, mit dem Schlussmann selbst ist alles geregelt. Kardinalproblem: Sportdirektor Antero Henrique musste seinen Hut nehmen, Nachfolger Leonardo ist noch gar nicht richtig da, so dass die Führungsstruktur bei PSG eher diffus oder, wie es Fredi Bobic sagte, „nicht so eindeutig“ ist. Dennoch ist nur schwer vorstellbar, dass der Transfer nicht über die Bühne geht. Trapp genießt intern eine hohe Wertschätzung, er soll das Aushängeschild werden. Der in zehn Tagen 29-Jährige wäre auch ein geeigneter Kapitän.

Aber würde Trainer Adi Hütter die Binde David Abraham wegnehmen? Damit würde er den Verteidiger, der ohnehin eine dürftige Runde hinter sich hat, schwächen. Der fast 33-Jährige wird einen neuen Anlauf nehmen, jünger wird aber auch er nicht. Hinter ihm wartet Almamy Touré auf Einsatzzeiten, der durchaus Potenzial hat. Genauso wie Evan Ndicka, der zeitweise in Ungnade gefallen war, aber nun wieder eine faire Chance bekommen wird. Sein Problem: Sollte der Deal mit Martin Hinteregger noch klappen, würde der hochveranlagte Franzose erst einmal wieder ins zweite Glied rücken.

Von Ingo Durstewitz

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