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Einer seiner nur 20 Ballkontakte in Wolfsburg: Luka Jovic (Mitte) im Duell mit VfL-Profi Josuha Guilavogui.

Eintracht-Stürmer

Luka Jovic wirkt ein bisschen schlapp

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Obwohl Luka Jovic derzeit ein wenig entkräftet ist, sollte er nicht unterschätzt werden.

Auch vor dem Spiel der Frankfurter Eintracht in Wolfsburg haben sie natürlich über ihn geredet. Worte wie „überragend“, „herausragend“, auch „sensationell“ fielen. Matthias Sammer, Europameister von 1996 und TV-Experte von 2019, hatte ja schon im Oktober des vergangenen Jahres erklärt, dass aus ihm ein Weltklassespieler werden könne. Seitdem dürfte sich an dieser Meinung kaum etwas verändert haben, seitdem hat Luka Jovic zweifelsohne den nächsten Schritt hin zu diesem ihm verliehenen Prädikat gemacht.

Auch vor dem Spiel der Frankfurter Eintracht in Wolfsburg haben sie natürlich über ihn geredet. Worte wie „überragend“, „herausragend“, auch „sensationell“ fielen. Matthias Sammer, Europameister von 1996 und TV-Experte von 2019, hatte ja schon im Oktober des vergangenen Jahres erklärt, dass aus ihm ein Weltklassespieler werden könne. Seitdem dürfte sich an dieser Meinung kaum etwas verändert haben, seitdem hat Luka Jovic zweifelsohne den nächsten Schritt hin zu diesem ihm verliehenen Prädikat gemacht.

Sammer lobt Jovic

Also redete Matthias Sammer auch diesmal wieder in höchsten Tönen über Luka Jovic, für den die Eintracht gerade erst rund sieben Millionen Euro bezahlt hatte, um ihn endgültig von Benfica Lissabon loszueisen und bis 2023 unter Vertrag zu nehmen. Sammer aber vergaß in seiner Eloge auf Jovic nicht, auch eine kritische Sache anzusprechen. Jene, dass die Leistungen des jungen Serben in den vergangenen Partien gegen Lissabon und Augsburg - und dann auch gegen Wolfsburg - ein bisschen durchwachsen, manch einer mag sogar sagen, schwach waren. „Das ist normal“, erwiderte Sammer, „völlig normal“. Man dürfe nicht außer Acht lassen, dass Jovic erst 21 Jahre alt ist, „das vergisst man manchmal sehr schnell“, so Sammer.

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Außerdem stehe er zurzeit noch mehr im Fokus der Öffentlichkeit als ohnehin in den Monaten zuvor. Schließlich häuften sich die Meldungen, dass europäische Großklubs wie Real Madrid und der FC Barcelona nicht nur ihre Fühler ausgestreckt, sondern längst auf den Verhandlungstisch für diesen Sommer gelegt hätten. „Jede Aktion steht jetzt unter besonderer Beobachtung“, stellte Sammer fest.

Jovic schwächelte zuletzt

Zweifelsohne, wer ein Spiel der Eintracht anschaut, der erwischt sich derzeit gerne mal dabei, ein bisschen zu kritisch zu sein - gerade bei Luka Jovic, dessen Spielweise manchmal eine gewisse Lustlosigkeit zu vermitteln scheint. Tatsächlich lieferte der Mann mit den dicken Waden und noch dickeren Oberschenkeln gegen Lissabon und Augsburg, nun auch beim 1:1 in Wolfsburg keine Glanzleistungen ab. Er wirkte kaputt, entkräftet von den vielen Spielen und wurde zu Recht gegen den VfL vorzeitig ausgewechselt. Ein Torschuss und 20 Ballkontakte waren zu wenig. Auch setzte ihn die FR dafür ans Ende ihres Klassenbuchs, der Einordnung der sportlichen Leistung.

Alles in allem aber gehört es zur Spielweise von Luka Jovic schlicht dazu, sich nicht in jeden Zweikampf waghalsig reinzufeuern und darin aufzureiben. Manchmal auch ein bisschen unterzutauchen, um die gegnerischen Verteidiger in Sicherheit zu wähnen, dann im entscheidenden Moment doch aus dem Versteck zu huschen und zu treffen. Das ist Luka Jovic, das kann nicht immer klappen, beim Serben aber doch überdurchschnittlich oft. So ist die Prognose, dass der Angreifer bald wieder eine entscheidende Rolle einnehmen wird, keine gewagte. Das wäre, um im Sammer’schen Sprech zu bleiben, völlig normal.

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