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Soll Stabilität bringen, schafft das eher selten: Stefan Ilsanker (rechts).
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Soll Stabilität bringen, schafft das eher selten: Stefan Ilsanker (rechts).

Kommentar

Die Fehler im Erfolg bei Eintracht Frankfurt

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
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Im Grunde hat es Eintracht Frankfurt vor eineinhalb Jahren verpasst, die Weichen für eine Zukunft in Reichweite der internationalen Gefilde zu stellen. Ein Kommentar.

Im Gespräch mit dem renommierten Autoren Ronald Reng hat Adi Hütter unlängst im Bundesligamagazin erklärt, weshalb mit seiner aktuellen Mannschaft dieser wilde, draufgängerische Breitbein-Fußball von einst nicht möglich ist. „Sie müssen schauen, welche Fähigkeiten ihrer Mannschaft am besten liegen.“ Er wolle nun eher ein Mix aus längeren Ballbesitzphasen, punktuellem Pressing und vehementen Flügel-Angriffen spielen lassen. „Da sind wir in der Findungsphase.“ Man kann konstatieren: Dieser Prozess dauert ganz schön lange an, denn im trüben Spätherbst 2020 weiß kein Mensch, nach was diese Eintracht sucht und für was sie steht.

Klar ist, dass diese Eintracht nicht besser ist als ihr Tabellenplatz. Die Diskussion, ob der seltsame mutlose Adi Hütter zu vorsichtig agieren lässt und in Nibelungentreue zu einzelnen Akteuren steht, andere aber fallen lässt, ist berechtigt. Doch sie geht am Kernproblem vorbei.

Eintracht Frankfurt hat es verpasst, Weichen für die Zukunft zu stellen

Denn im Grunde hat es Eintracht Frankfurt vor eineinhalb Jahren verpasst, die Weichen für eine Zukunft in Reichweite der internationalen Gefilde zu stellen. Damals, als sie sich zum zweiten Mal für Europa qualifizierte, ihre Büffel für mehr als 100 Millionen Euro verkaufte und den Grundstein für einen Umsatz jenseits der 300-Millionen-Euro-Marke legte, sind zu viele falsche Entscheidungen getroffen worden.

Seinerzeit hätte das Ensemble mit mutigen, klugen Investitionen auf ein anderes Level gehoben werden können, da gab es die Chance, sich strukturell an die Phalanx der Großen heranzurobben. Doch da haben die Sportliche Leitung und der stärker Einfluss nehmende Cheftrainer nicht mehr auf Unbekümmertheit gesetzt, nicht mehr auf junge Tempo- und Pressingspieler, die man entwickeln und für viel Geld verkaufen kann, sondern auf Stabilität.

Eintracht Frankfurt hat Mitläufer verpflichtet

Das Team ist in der Breite gestärkt worden mit gestandenen Profis, es kamen Mitläufer wie Djibril Sow und Dominik Kohr (für fast 20 Millionen), Erik Durm und später Stefan Ilsanker. Nicht der angebotene Marcus Thuram heuerte an, sondern Bas Dost. Die Folge: Die Mannschaft ist jetzt erfahren, aber alt und vor allem: in der Offensive nicht mehr schnell genug. Die Eintracht hatte sich im Sommer 2019 ohne Not von ihrer eigenen Philosophie abgewendet.

Und diese Verfehlung lässt sich schwer korrigieren, denn die Zukunft brachte Corona, und Corona hat die Welt verändert. Daher geht es im Sommer 2021 nicht darum, den nächsten Schritt zu machen, sondern nur ums Überleben.

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