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Trainer Adi Hütter ist vor dem Spiel gegen Flora Tallinn guter Dinge.

Gegner Tallinn

Eintracht-Trainer Adi Hütter hat Flora Tallinn genau beobachtet: „Wir werden gut vorbereitet sein“

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Die Esten werden wohl im 4-2-3-1-System auflaufen - mutmaßlich mit einem treffsicheren Torjäger als einzige Spitze. Sorgen bereitet Erik Sorga der SGE aber nicht.

Dass es Erik Sorga binnen kürzester Zeit gleich zweimal in die deutschen Gazetten schaffen würde, hätte er wohl selbst nicht gedacht. Klar, der junge Mann, gerade erst 20 geworden, ist in seiner estnischen Heimat ein treffsicherer Torjäger. 20 Buden in nur 20 Ligaspielen hat er 2019 für seinen Verein, den FC Flora Tallinn, bereits erzielt. Eine recht ordentliche Ausbeute, das muss ihm erst mal jemand nachmachen. Erwähnungen aber in hiesigen, deutschen Medien, davon war der Mann mit den nach oben gestylten Haaren eigentlich meilenweit entfernt. Genauso wie jeder andere Fußballer aus Estland.

Mitte Juni war es dann aber soweit, da wurde der Name Erik Sorga das erste Mal rausgekramt aus den weiten Weiten des Internets. Schließlich musste ja etwas Vernünftiges geschrieben werden über den Gegner der deutsche Nationalmannschaft im EM-Qualifikationsduell. Also wurde Sorga wegen seiner Treffsicherheit in der heimischen Liga und seinem kurz zuvor gefeierten Debüt im estnischen Nationaldress kurzerhand zum Star der Mannschaft auserkoren. Beim locker-flockig herausgespielten 8:0 des DFB-Teams in Mainz schmorte Sorga dann 90 Minuten auf der Bank. Dumm gelaufen.

SGE-Trainer Hütter vertraut auf TV-Recherche und eifrige Scouts

Anders wird das natürlich am Donnerstag aussehen, wenn die Eintracht in Tallinn antritt und der Stürmer mutmaßlich als einzige Spitze im 4-2-3-1-System der Esten auflaufen wird. Das Spiel der Gastgeber ist auf den Mann mit dem guten Abschluss ausgerichtet, das hat auch Eintracht-Trainer Adi Hütter bei seinen Beobachtungen im Fernsehen erkannt. Meist eher flach versuchen die Kollegen ihren Angreifer in Szene zu setzen, denn Sorga ist mit seinen 1,76 Metern nicht gerade kopfballstark, dafür aber einigermaßen wendig und flink auf den Beinen unterwegs. Sorgen macht Sorga den Frankfurter aber freilich nicht.

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„Wir haben sie genau beobachtet und werden gut vorbereitet sein“, ist sich Hütter sicher, der neben der persönlichen TV-Recherche wie immer auch auf die dicke Infomappe seiner eifrigen Scouts vertrauen wird. Die beinhaltet neben der Qualitäten des treffsicheren Stürmers auch jene der anderen fast ausschließlich estnischen Fußballspieler. 

Einzig ein Georgier, Mittelfeldmann Zakaria Beglarishvili, und ein Finne, Verteidiger Anselmi Nurmela, stehen noch im Kader. Angeleitet wird das Team seit August 2018 von Jürgen Henn, der mit seinen 32 Jahren vergleichsweise jung für einen Trainer ist. Henn wird in der heimischen Presse als Offensivfanatiker beschrieben – und als größter Förderer von Erik Sorga.

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