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Eintracht Frankfurt: Das sind die Gewinner und Verlierer der Vorbereitung

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Von: Melanie Gottschalk

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Jesper Lindström und Daichi Kamada präsentieren sich in einer bestechenden Frühform.
Jesper Lindström und Daichi Kamada präsentieren sich in einer bestechenden Frühform. © Cathrin Mueller/imago

Die Vorbereitung von Eintracht Frankfurt ist abgeschlossen, am Freitag (05. August) startet die SGE in die neue Bundesliga-Saison. Das sind die Gewinner und Verlierer. 

Frankfurt - Mit der ersten Runde des DFB-Pokals endete am Montag (01. August) für Eintracht Frankfurt offiziell die Vorbereitung auf diese ganz besondere Spielzeit 2022/2023. Denn erstmals in der Vereinsgeschichte wird die SGE in der Champions League antreten und dort für Furore sorgen. Bis es so weit ist, warten mit dem Auftakt-Kracher gegen den FC Bayern München und dem UEFA-Supercup gegen Real Madrid aber noch mindestens zwei Highlights auf die Anhänger:innen.

Beim 4:0-Erfolg gegen den 1. FC Magdeburg in der ersten Runde des DFB-Pokals konnte sich Trainer Oliver Glasner einen ersten Eindruck verschaffen, wie gut seine Mannschaft für die Saison gerüstet ist. Während sich einige in bestechender Frühform präsentieren, standen andere nicht mal im Kader. Wer sind also die Gewinner und Verlierer der Vorbereitung? Wir geben eine kleine Auswahl.

Almamy Touré liefert bei Eintracht Frankfurt ab

Almamy Touré: Der 26 Jahre Abwehrspieler stand lange auf der Streichliste von Eintracht Frankfurt, galt oft als unkonzentriert und verbrachte die meiste Zeit deshalb auf der Bank. Doch als es zum Ende der vergangenen Saison knapp in der Abwehr wurde, wurde er eingesetzt – und lieferte. Auch in der Vorbereitung präsentierte er sich in einer guten Form, wirkt deutlich konzentrierter und zweikampfstark, die Position des rechten Innenverteidigers liegt ihm. Sollte er weiter abliefern wie zuletzt, ist ihm ein Stammplatz in der ersten Elf sicher.

Hrovje Smolcic: Der Neuzugang hat in den vergangenen Wochen bei Eintracht Frankfurt schon eine erstaunliche Entwicklung hingelegt. Denn eigentlich ist der Sprung aus der kroatischen Liga in die Bundesliga groß, Smolcic fügte sich aber direkt sehr gut in die Mannschaft der SGE ein. Der 21 Jahre alte Abwehrspieler hat ein gutes Gespür für Räume, Stammspieler wird er aber wohl vorerst nicht. Denn seine Position ist aktuell an Evan Ndicka vergeben, sollte der Franzose bei der Eintracht bleiben, wird sich Smolcic noch ein bisschen gedulden müssen. Aufgrund der Dreifachbelastung dürften aber auch für ihn einige Einsätze drin sein, er hat auf jeden Fall das Zeug, Ndickas Rolle genauso gut auszufüllen.

Eintracht Frankfurt: Neue Position für Daichi Kamada

Daichi Kamada: Seit Jahren ist der Japaner ein fester Bestandteil von Eintracht Frankfurt, sorgte vor allem in der Europa League mit wichtigen Toren für Furore. In der Vorbereitung glänzte Kamada nun wieder. Sein Antrieb könnte die Verpflichtung von Mario Götze sein, der auf derselben Position spielt, wie der Japaner. Aber jemanden wie ihn kann man auch nicht auf der Bank versauern lassen. Gegen den 1. FC Magdeburg präsentierte Trainer Oliver Glasner deshalb eine neue Variante: Götze rockte auf der Zehn, während Kamada auf der Sechs eine großartige Figur abgab – und zwei Tore beisteuerte. Sollte sich diese Form in den kommenden Wochen bestätigen, hätte Glasner mit der Umstellung ein gutes Hänchen bewiesen.

Jesper Lindström: Der 22 Jahre alte Däne kam im vergangenen Sommer nach Frankfurt, die Erwartungen waren von Anfang an hoch. Doch der damals 21-Jährige brauchte ein bisschen Zeit, auch zum Ende der Saison hatte er einen kleinen Durchhänger und verschenkte ein paar hochkarätige Chancen. Nun präsentierte auch er sich in der Vorbereitung in einer bestechenden Frühform, gegen den 1. FC Magdeburg erzielte er gleich sein erstes Pflichtspieltor der Saison. Seine Abschlussschwäche scheint er also überwunden zu haben.

Jens Petter Hauge wartet noch auf seinen Durchbruch bei Eintracht Frankfurt

Wo es Gewinner gibt, gibt es meist auch Verlierer. Eintracht Frankfurt hat aufgrund der Dreifachbelastung aus Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal den Kader teilweise hochkarätig verstärkt, weshalb einige andere einen weiteren Schritt zurücktreten müssen. Diese Spieler werden wohl auch weiterhin kaum eine Chance auf die erste Elf haben.

Jens Petter Hauge: Für den norwegischen Nationalspieler läuft es bei Eintracht Frankfurt einfach nicht rund. Nach der einjährigen Leihe hat die SGE den Flügelspieler in diesem Sommer aufgrund einer Kaufpflicht fest verpflichtet, zehn Millionen Euro hat das Gesamtpaket gekostet. Doch wie bereits in der vergangenen Saison mühte sich Hauge in den Testspielen auf der rechten Seite ab, hatte wenige Ideen und wirkte wenig strukturiert.

Doch Sportvorstand Markus Krösche will den 22-Jährigen noch nicht aufgeben: „Wir vertrauen ihm und sind von ihm überzeugt. Wir werden ihm die Lockerheit, Sicherheit und Ruhe geben, damit er seine Leistung voll bringen kann. Dann werden wir noch Spaß an ihm haben“, sagte er kürzlich. Aktuell fährt Ansgar Knauff auf der rechten Seite groß auf, Zeit sich zu entwickeln hat Hauge also auf jeden Fall noch ein Jahr. Dann endet die Leihe von Knauff.

Eintracht Frankfurt: Oliver Glasner hat Respekt für Verhalten von Goncalo Paciencia

Goncalo Paciencia: Der portugiesische Stürmer kam 2018 zu Eintracht Frankfurt, sollte nach dem Weggang der sogenannten Büffelherde mit Landsmann André Silva auf Torejagd gehen. Doch den Durchbruch schaffte er nie richtig, verbringt seit Jahren die meiste Zeit auf der Bank. In der Spielzeit 2020/21 wurde er deshalb zum FC Schalke 04 ausgeliehen, schoss dort in 16 Partien jedoch auch nur ein Tor. Nach dem Abstieg der Königsblauen wurde die Kaufoption für den heute 28-Jährigen deshalb nicht gezogen.

Paciencia war in diesem Sommer bereits für Verhandlungen mit anderen Vereinen freigestellt, heraus kam dabei bisher aber nichts. Vor dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison zollte Trainer Glasner ihm Respekt für sein Verhalten, trotz seiner sportlich schwierigen Situation: „Ich habe riesigen Respekt davor, wie sich Goncalo Paciencia verhält, obwohl er zuletzt nicht gespielt hat und andere die Nase vorn haben. Trotzdem gibt er Gas und verbreitet gute Stimmung“, sagte er.

Verlässt Ajdin Hrustic Eintracht Frankfurt noch in diesem Sommer?

Ajdin Hrustic: Auch Ajdin Hrustic hatte es seit seinem Wechsel zu Eintracht Frankfurt im Sommer 2020 nicht immer einfach – daran hat sich in diesem Jahr nichts geändert. Der 26-Jährige wurde deshalb – wie Paciencia – bereits für Verhandlungen freigestellt, neuesten Gerüchten zufolge zeigt der italienische Erstligist Salernitana Interesse an dem australischen Nationalspieler. Der möchte sich unbedingt vor der WM 2022 in Katar beweisen, da seine Mannschaft sich vor wenigen Monaten spektakulär für das Turnier qualifizierte. Da ist es nur logisch auf Spielzeit zu pochen, bei der SGE wird er diese wohl aber nicht bekommen. Zu groß ist die Konkurrenz. In seinem Fall könnte sich also schon bald ein Wechsel anbahnen. (msb)

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