Jetro Willems hat bei Newcastle United Eindruck hinterlassen und kehrt zu Eintracht Frankfurt zurück.
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Jetro Willems hat bei Newcastle United Eindruck hinterlassen und kehrt zu Eintracht Frankfurt zurück.

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Eintracht Frankfurt: Wie geht es mit Jetro Willems weiter?

  • Thomas Kilchenstein
    vonThomas Kilchenstein
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Für den an Newcastle United verliehenen Niederländer Jetro Willems lief es gut auf der Insel - dann kam ein Kreuzbandriss, nun die Corona-Krise. Eine Rückkehr zu Eintracht Frankfurt ist gut möglich.

  • Jetro Willems überzeugt bei Newcastle United
  • Rückkehr zu Eintracht Frankfurt nach der Saison?
  • Zukunft von Willems unklar

Frankfurt - Der Wechsel von Jetro Willems von Eintracht Frankfurt auf die Insel zu Newcastle United im Sommer des vergangenen Jahres hatte alles, was zu einer klassischen Win-Win-Situation gehört: Der Linksverteidiger, der in Frankfurt zuvor seinen Platz im Team verloren hatte, schlug bei den Magpies sofort ein; bereits in seinem dritten Spiel für die Engländer erzielte der Niederländer mit Wurzeln in Curacao einen Treffer, noch dazu einen wunderschönen, mit rechts, seinem schwächeren Fuß, und das auch noch gegen das Überteam vom FC Liverpool. Bei der Eintracht hatte der mittlerweile 26-Jährige in zwei Jahren und insgesamt 65 Pflichtspielen nie ein Tor erzielt. Ein paar Wochen später, gegen Manchester City, traf er erneut. „Das war schon ein Wahnsinn“, erinnert sich Willems jetzt in einem Interview auf der Vereinshomepage der Hessen.

Eintracht Frankfurt: Gute Leistungen von Willems in England

Sie waren zufrieden bei Newcastle mit der Leihgabe aus Frankfurt, die in 19 Pflichtspielen am Ball war. Auf elf Millionen Euro war die Ablösesumme im Leihvertrag festgeschrieben, durchaus bezahlbar für Klubs aus der Premier League, auch Eintracht Frankfurt hätte bei einem festen Transfer auf die Insel ein prima Geschäft gemacht. Im Sommer 2017 hatten die Hessen noch 4,5 Millionen Euro an den PSV Eindhoven überwiesen.

Nun ist alles wieder offen. Das liegt in erster Linie an zwei Dingen; zum einem zog sich Willems Mitte Januar im Spiel gegen den FC Chelsea einen Kreuzbandriss zu. Zum anderen gibt es die Corona-Krise. Somit könnte es durchaus sein, dass Jetro Willems im Sommer wieder bei der Eintracht landet.

Denn der Linksverteidiger mit der feinen Technik, einst jüngster Nationalspieler der Niederlande, hängt derzeit ziemlich in der Luft. Zwar will er im August wieder angreifen, bis dahin glaubt er, die Verletzung auskuriert zu haben. Meldungen, wonach er bis weit ins Jahr 2021 ausfallen würde, hat er als „schlicht falsch“ bezeichnet. Aktuell absolviert er seine Reha. Krafttraining und Läufe stehen auf dem Programm, er hält sich in der Heimat in den Niederlanden auf, bei seiner Frau und den Kindern. Wie es für ihn weitergeht, weiß er nicht. In England ist die Saison „bis auf Weiteres“ ausgesetzt, neun Partien sind noch zu absolvieren. Und ob er von Newcastle dauerhaft verpflichtet wird, ist ebenfalls nicht mehr sicher. Sein Leihvertrag in England endet offiziell am 30. Juni, in Frankfurt steht er bis 2021 unter Vertrag. Immerhin bietet ihm das Virus die „unverhoffte Möglichkeit, mehr Zeit zu haben“, bis der Spielbetrieb wieder läuft. Das ist das einzig Gute an der Pandemie.

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Eintracht Frankfurt: Willems will bereit sein

Allerdings „sollten wir uns mit ganz anderen Fragen beschäftigen“, sagt er. Das Virus und die schwere Verletzung haben dem 26-Jährigen wieder einmal deutlich vor Augen geführt, dass nichts selbstverständlich ist im Leben. „Durch derartige Extremerfahrungen betrachtet man sein Leben automatisch von einer anderen Seite und kommt auf viele andere Gedanken. Es ist eine schwierige Zeit.“ Aber auch die, da ist sich Willems sicher, werde vorübergehen. Und dann will er bereit sein.

Denn trotz allen Unbills hat sichJetro Willems weiterhin große Ziele gesetzt: Er will zurück in die niederländische Nationalmannschaft, erinnerte sich erst kürzlich mit Stolz an den Gewinn der niederländischen Meisterschaft mit Eindhoven vor fünf Jahren und auch an das Pokalfinale 2018, als Eintracht Frankfurt die Bayern schlug – es war ja Willems‘ Kopfball aus dem eigenen Strafraum, den Mijat Gacinovic aufnahm, ehe er zu seinem denkwürdigen Solo ansetzte. Den Kontakt zur Eintracht hat er ohnehin nie abreißen lassen, viermal war er seit seinem Wechsel in Frankfurt. Und wer weiß: Womöglich ist er im Sommer wieder da.

Von Thomas Kilchenstein

Unterdessen verzichten viele bei Eintracht Frankfurt auf Teile Gehalts und wollen so rund Millionen Euro einsparen helfen. Alex Meier muss sein Antritt als Repräsentant bei Eintracht Frankfurt wegen der Corona-Krise verschieben.

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