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Die Eintracht wird alles versuchen, Sebastien Haller zu halten.

SGE-Kader

Veränderungen im Eintracht-Kader: Wer bleibt und wer verlässt die SGE?

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Eintracht Frankfurt: Der SGE-Kader im Check. Bleibt Kevin Trapp, geht Sebastien Haller?

Frankfurt - Wer geht, wer muss gehen, wer darf bleiben, wer soll bleiben? Nach dem Verkauf von Luka Jovic rollt die Transfermaschinerie von Eintracht Frankfurt langsam weiter, doch bis zum Saisonstart wird sich noch einiges tun. Sieben, acht neue Spieler werden sicher anheuern, durchaus möglich, dass Alfonso Pedraza, 23, vom FC Villarreal und Dejan Joveljic, 19, von Roter Stern Belgrad darunter sind. Ebenso viele Profis könnten den Verein verlassen. Die FR beleuchtet die Situation der Wechselkandidaten und scheut sich nicht vor einer Prognose.

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Bei Sebastien Haller wird die Eintracht alles versuchen, den Mittelstürmer zu halten. Der bald 25-Jährige gilt als Fixpunkt im Angriff. Wie wichtig er für die gesamte Statik des Spiels ist, sah man deutlich, als er im Saisonendspurt verletzt fehlte. Für den Franzosen gibt es einen Markt, sein Wert wird mit 40 Millionen Euro beziffert. Doch zumindest einer des gesprengten Trio Infernale sollte gehalten werden. Ob es gelingt?

Wechsel-Wahrscheinlichkeit: 40 Prozent

Ante Rebic, das kristallisiert sich mehr und mehr heraus, ist auf dem Sprung. Der Kroate würde sich wohl gerne verändern, schien zum Schluss schon nicht mehr so ganz bei der Sache. Interessenten gibt es, könnte bei einem Champions-League-Klub unterkommen. Würde der Eintracht, nach Abzug aller Abgaben an Ex-Rebic-Verein AC Florenz, so um die 20 Millionen Euro bescheren. Sein Abgang wäre ein Verlust, aber keiner, der sich nicht kompensieren ließe.

80 Prozent

Simon Falette gilt auch als ein Kandidat, der den Verein verlassen könnte. Der Franzose ist einer, der immer spielen will. Das darf er in Frankfurt aber nur, wenn andere gerade unpässlich sind oder schwächeln. Ein verlässlicher, guter Typ, ein solider Backup. Ob ihm das selbst reicht?

60 Prozent

Evan Ndicka hatte zuletzt einen schweren Stand, da fiel er in ein Leistungsloch. Das ist in seinem Alter aber normal. Hat sein enormes Potenzial schon angedeutet. Es wäre nahezu grotesk, nicht mehr auf den gerade mal 19 Jahre alten Innenverteidiger zu bauen. Trainer Adi Hütter wird ihn wieder behutsam heranführen und aufbauen. Richtig so.

20 Prozent

Frederik Rönnow wird als Nummer zwei eher nicht bleiben wollen, Nummer eins aber eher nicht werden. Hat die Vorbehalte nie ganz ausräumen können, im allerletzten Spiel der Saison, im Testkick in China gegen Wolfsburg, patzte er gleich zweimal. Das riecht nach einem Wechsel.

75 Prozent

LinksverteidigerJetro Willems ist unzufrieden, auch mit seiner neuen Rolle weiter vorne. „Ich bin kein Mittelfeldspieler.“ Hat zuletzt mehrfach öffentlich durchblicken lassen, dass er weg will. „So, wie es jetzt läuft, geht es nicht.“ Die Eintracht wird ihm keine Steine in den Weg legen, obwohl Coach Hütter seine – unbestrittenen – fußballerischen Fähigkeiten schätzt, weniger aber sein Phlegma. In dieser Konstellation macht eine Zusammenarbeit keinen Sinn mehr.

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85 Prozent

Für Marc Stendera ist es ebenfalls an der Zeit, sich zu verändern. Das Eigengewächs kommt einfach nicht mehr vom Fleck, schaffte es nicht mehr in den Kader. Sein größtes Manko ist das fehlende Tempo, in der heutigen Zeit wird es auf diesem Niveau dann schwierig. Soll weg, will weg. Die Eintracht wird ihn aber nicht verschenken. Der Hamburger SV soll interessiert sein, aber an der Alster sind nicht alle überzeugt vom 23 Jahre alten Mittelfeldspieler.

90 Prozent

Jonathan de Guzman hat seinen Stammplatz verloren, nicht mehr der Jüngste, wird schon 32. Doch als Ergänzungsspieler nicht unwichtig, mit seiner Erfahrung und Ruhe wichtig fürs Team, erfährt intern hohe Akzeptanz. Sein Vertrag läuft noch ein Jahr, den wird er wohl erfüllen.

35 Prozent

Mijat Gacinovic sei, so meldete es die „Sportbild“, ein Wackelkandidat. Absurd. Einen Spieler wie ihn, mit Herz und Einstellung, kann eine Mannschaft wie die Eintracht immer gebrauchen, auch wenn es bei dem Serben, Marktwert 22 Millionen Euro, noch immer nicht „Klick“ gemacht hat und der große Durchbruch nie gelungen ist. Dennoch von einigem Wert fürs Team, zumal die Eintracht nur 50 Prozent der Ablösesumme einstreichen könnte.

15 Prozent

Taleb Tawatha hat es nie über den Status des Ergänzungsspielers hinaus geschafft. Sollte sich dringend verändern, alles andere wäre verlorene Zeit für ihn.

80 Prozent

Und wie ist die Situation bei den Leihspielern Kevin Trapp, Martin Hinteregger und Sebastian Rode?

Torwart Kevin Trapp soll gehalten werden, würde gerne bleiben – wenn nicht noch eine Tür zu einem Topklub aufgeht. Wichtig als Gesicht und Aushängeschild des Klubs. Die Eintracht pokert mit Paris wegen der Ablöse, sie könnte sich so bei acht Millionen Euro einpendeln. Wird sich in Frankfurt weit oben im Gehaltsranking wiederfinden.

Wahrscheinlichkeit eines Verbleibs: 75 Prozent

Bei Martin Hinteregger könnte sich die Sache auch noch hinziehen, FCA-Manager Stefan Reuter ist ein harter und unnachgiebiger Verhandlungspartner. Die Ablöse dürfte bei rund zwölf Millionen Euro liegen. Nicht wenig für einen Verteidiger. Die Eintracht wird das Geld wohl dennoch investieren, gute, geradlinige Typen wie ihn braucht ein Verein.

80 Prozent

Sebastian Rode wird alles daran setzen, nach seinem Knorpelschaden wieder aufs Feld zurückzukehren. Es gibt Hoffnung, dass die Blessur nicht ganz so schlimm ist wie zunächst befürchtet. Mit Borussia Dortmund sollte die Eintracht eine Lösung finden, viel kosten dürfte der 28-Jährige jedenfalls nicht.

85 Prozent

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