Noch Wolf. Bald Adler? Kommt Robin Knoche zu Eintracht Frankfurt? 
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Noch Wolf. Bald Adler? Kommt Robin Knoche zu Eintracht Frankfurt? 

SGE

Eintracht Frankfurt: Robin Knoche bietet seine Dienste an

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
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Robin Knoche könnte sich ein Engagement bei Eintracht Frankfurt vorstellen. Außerdem kehren einige Leihspieler an den Main zur SGE zurück.

  • Eintracht Frankfurt sondiert den Transfermarkt.
  • Nun hat sich Robin Knoche vom VfL Wolfsburg als Neuzugang ins Gespräch gebracht.
  • Was hat Fredi Bobic mit der SGE vor?

Frankfurt - Vor wenigen Tagen hat Fredi Bobic eine kurze Einschätzung dazu gegeben, wie sich der Transfermarkt im Zuge der Corona-Krise verändern könnte. Im Fall des Frankfurter Bundesligisten, befand der Eintracht-Sportvorstand, könne es durchaus sein, dass es eine „Nullrechnung“ geben werde, also kein neuer Spieler anheuern und kein aktueller den Verein verlassen werde. Das kann sein, muss aber nicht. Es kann auch einfach ein taktischer Winkelzug sein.

Vielmehr ist es so, dass der 48-Jährige mit seinem Vertrauten Ben Manga, dem Chefscout und Kaderplaner, den Markt sondiert. Natürlich ist das Investitionsvolumen unklar, genauso wie die Dimensionen, das hängt von vielen Faktoren ab, wann Bewegung in den Markt kommt etwa und wie sehr die Großklubs gezwungen sein werden, ihre üppigen Kader zu verkleinern. Auf den Ersatzbänken der Topvereine würde die Eintracht gerne ein bisschen wildern.

Eintracht Frankfurt: Filip Kostic hat Wechselabsichten

Und selbstverständlich geht es auch darum, ob die Eintracht selbst einen millionenschweren Abgang zu verzeichnen haben wird. Filip Kostic trägt sich nach wie vor mit Wechselabsichten, allerdings nur, wenn er bei einem absoluten Spitzenverein unterkommen könnte. Der Linksaußen würde rund 40 Millionen Euro kosten. Ob das in diesen unsicheren Zeiten ein Klub aufbringen wird? Ungewiss. Kostic, der in Niederrad ein Eigenheim erworben hat, fühlt sich rundum wohl in Frankfurt. Für ihn wäre es kein Beinbruch, noch eine Saison den Adler auf der Brust zu tragen. Ein anderer, der Begehrlichkeiten weckt, ist Verteidiger Evan Ndicka, doch ein Wechsel scheint zurzeit nicht realistisch.

Klar ist, dass die Eintracht trotz der Corona-Krise noch genügend Geld zur Verfügung hat, um Deals abzuwickeln. Doch die Fluktuation im Aufgebot wird dieses Mal nicht besonders hoch sein, vieles soll, wenn überhaupt, über Leihgeschäfte mit anschließender Kaufoption abgewickelt werden. Das ist sinnvoll und eine Praktik, mit der die Eintracht gute Erfahrungen gemacht hat. Die Verantwortlichen sind vorbereitet, das große Netzwerk der Sportlichen Leitung hat in der Zwangspause geholfen, um Deals in die Pipeline zu legen. Wie viel sich davon realisieren lässt, steht freilich auf einem anderen Blatt.

Eintracht Frankfurt: Mannschaft muss verjüngt werden

Klar ist, dass die Mannschaft verjüngt werden soll und wieder mehr unverbrauchte Spieler aus dem Ausland, vorwiegend aus Frankreich, Spanien und Portugal, nach Frankfurt gelockt werden sollen, das jetzige Team ist das zweitälteste nach Borussia Mönchengladbach. Und das Ensemble soll wieder schneller und dynamischer werden, um den Eintracht-Stil des Vorjahres aufleben zu lassen. Das ist der Plan, vielleicht wird er im großen Stil aber erst umgesetzt, wenn die Auswirkungen der Corona-Wirrungen tatsächlich absehbar sind und die Branche sich erholt hat.

In der Abwehr muss sich der Klub perspektivisch gesehen wappnen. In Makoto Hasebe und David Abraham sind gleich zwei absolute Leistungsträger im Spätherbst ihrer Karriere. Hasebe wird wohl in einem Jahr seine Karriere beenden, Abraham vielleicht schon im Winter. So lange will er in Frankfurt bleiben.

Robin Knoche bringt sich bei der Eintracht ins Gespräch

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass sich die Eintracht mit dem Wolfsburger Verteidiger Robin Knoche beschäftigt. Der 28-Jährige wird die Niedersachsen nach insgesamt 15 Jahren verlassen. Die 1,90 Meter große Abwehrkante hat ein Angebot zur Vertragsverlängerung ausgeschlagen, weil der VfL ihn nur zu stark reduzierten Bezügen gehalten hätte. Knoche fühlt sich nicht mehr wertgeschätzt. Nach FR-Informationen ist der Innenverteidiger der Eintracht angeboten worden, die Sportliche Leitung reagierte eher verhalten und abwartend. Knoche, 182-facher Bundesligaspieler, gilt als verlässlicher, guter Typ. 

Die Eintracht erhält aber, wenn man so will, auch Zuwachs aus den eigenen Reihen. Einige Leihspieler werden zum Trainingsstart wieder aufschlagen. Der Brasilianer Tuta etwa, der zuletzt in Belgien beim KV Kortrijk spielte. Gar nicht mal schlecht, nach Anlaufproblemen avancierte er zum Stammspieler. Seine Leistungen blieben nicht unbemerkt, der RSC Anderlecht hat sich nach ihm erkundigt. Trainer Adi Hütter wird sich erst selbst ein Bild machen. Die Eintracht hat mit Leihen guten Erfahrungen gemacht, Daichi Kamada spielte ebenfalls ein Jahr in Belgien und kam als besserer Spieler zurück, der jetzt den Durchbruch geschafft hat.

Ebenfalls zurückkehren wird Dejan Joveljic, der in Anderlecht immer besser zurecht kam, ehe er von der Corona-Pandemie gestoppt wurde. Ob er sich nun im Angriff wird durchsetzen können, scheint – Stand jetzt – eher zweifelhaft, zumal im talentierten Ragnar Ache von Sparta Rotterdam ein weiterer Stürmer fix verpflichtet ist. Ob indes die ebenfalls ausgeliehenen Jetro Willems, Simon Falette und Rodrigo Zalazar eine Zukunft am Main haben, ist stark zu bezweifeln.

Von Ingo Durstewitz

Unklar ist auch, wie die SGE mit auslaufenden Verträgen umgehen wird. Eintracht Frankfurt möchte zumindest die Verträge von Trainer Adi Hütter und Daichi Kamada verlängern.

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