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Lautsatrk wie immer: Die Eintracht Fans im Estadio de Luz in Lissabon.

Europa League

Eintracht-Fans in Lissabon: Gesungen, getrunken und das Beste draus gemacht

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Die Fans der Eintracht zeigen sich trotz der 2:4-Niederlage in Lissabon von ihrer besten Seite. Die Hoffnung bleibt, dass es das noch nicht gewesen ist.

Wenn die Eintracht auf Europatour geht, dann kommen alle mit. Das war in Rom so, in Mailand sowieso, selbst in Limassol und Donezk resp. Charkiw. Und es wäre auch in Marseille so gewesen, hätte man die Fans der SGE gelassen.

In Lissabon ließ man sie. Das stand zeitweise auf der Kippe, aber die Uefa hatte noch mal ein Erbarmen und die Hessen durften kommen. Das geschah dann gleich in 6.000-facher Ausführung.

Das Hinspiel des Viertelfinales der Europa League gegen Benfica Lissabon mag dann zwar mit 2:4 verloren gegangen sein, weil dieser Joao Felix anscheinend wirklich ein Jahrhunderttalent ist, und die Frankfurter Abwehrreihe nicht ihren besten Tag erwischte. Doch die Hoffnung bleibt, dank einem perfekt platzierten Kopfball von Goncalo Paciencia und einer Frankfurter Elf, die sich zu keinem Zeitpunkt aufgegeben hat.

Eintracht-Fans feiern lautstark

Und die Fans? Die haben sich diesmal, nach allen bisherigen Erkenntnissen, von ihrer allerbesten Seite gezeigt. Keinen Ärger gemacht, nicht gezündelt dafür aber lautstark gefeiert und ein bisschen gemalt.

Laut wurde es beim traditionellen Fan-Marsch durch die Stadt ins Stadion. Diesmal ins Estadio de Luz und immer noch als „Europas beste Mannschaft“.

Musiziert wurde am Strand, mitsamt Gitarre und mehrstimmigem Männerchor. Dafür gibt es dann auch mal ein bisschen Münzgeld von den Zuhörern.

Und getrunken wurde auch einer. Mal ein Bier mit Eintracht-Präsident Peter Fischer, ganz sicher aber auch ein mitgebrachter Dosen-Apfelwein ohne Prominenz (nicht im Bild).

Vorm Stadion blieb die Sache verhältnismäßig ruhig, nur der Hessische Rundfunk hatte vorübergehend Ärger mit den Ordnern.

Und auch wenn Lissabon der Ort ist, an dem die Anhänger der Eintracht wieder erfahren mussten, wie es sich anfühlt, zu verlieren, nach alle den Jahren oder zumindest Monaten, die Stimmung blieb nach dem Spiel bestens.

Dass die Eintracht da war, davon erzählt von heute an eine ausrangierte (?) Straßenbahn.

Selbst wenn die Niederlage die Reise am Ende zu einer bittersüßen Erfahrung macht, gibt es wahrlich keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Ist ja auch noch alles drin, beim Rückspiel in einer Woche. Am besten ein 2:0 oder 3:1. Und dann über London oder Prag nach Baku.

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