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Gut zwei Wochen nach seiner Verletzung hat sich Djibril Sow schwer im Training verletzt. 

Eintracht Frankfurt

Djibril Sow fällt lange aus – schwere Verletzung am Oberschenkel 

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Rückschlag für Eintracht Frankfurt: Djibril Sow hat sich am Montag im Training schwer verletzt und fällt mindestens acht bis zehn Wochen aus. 

Frankfurt - Vor ein paar Tagen war sich Adi Hütter noch ziemlich sicher, dass Neuzugang Djibril Sow das Spiel der Eintracht auf ein anderes Niveau heben könne. Der Schweizer sei nun mal „ein anderer Typ und ein anderer Spieler“ als alle anderen, einen wie ihn, einen „Box-to-box-Spieler mit hoher Geschwindigkeit“, finde man nicht im Kader der Frankfurter Eintracht. „Er wird unser Spiel absolut bereichern.“ Das kann sein, wird aber dauern, recht lange sogar. Denn der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler wird den Hessen erst einmal nicht zur Verfügung stehen, im Trainingslager in Thun hat er sich einen Einriss der Sehne des hinteren rechten Oberschenkelmuskels zugezogen. Der Nationalspieler wird somit rund acht bis zehn Wochen ausfallen.

Es dürfte niemanden verwundern, wenn der für rund zehn Millionen Euro aus Bern gekommene Profi erst im Oktober wieder topfit und einsatzbereit ist. Das ist natürlich ein herber Rückschlag für den ambitionierten Spieler und für die Eintracht, die große Hoffnung in Sow setzte.

Djibril Sow muss minutenlang im Training behandelt werden – Hütter zur Verletzung: „Das ist ärgerlich“

„Es ist sehr schade für ihn und für uns, dass Djibril gleich zu Beginn der Vorbereitung und für die ersten Pflichtspiele ausfällt“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic. „Wir hoffen, dass er sich bald möglichst gut davon erholt.“

Dass sich Sow schwerer verletzt haben dürfte, war schon am Montag absehbar. Während des Trainings durchzuckte ihn plötzlich ein Schmerz, er sackte zu Boden, ließ sich von den Physios minutenlang behandeln und hinkte schließlich aus dem Stadion Lachen in Thun. Trainer Hütter hatte die Szenerie mit sorgenvollem Blick verfolgt. „Das ist ärgerlich“, sagte der 49-Jährige in einem ersten Kommentar. Gerade Hütter gilt als großer Förderer des Talents. „Er ist ein Trainer, der viel fordert, aber jungen Spielern das Vertrauen schenkt. Er hat mein Potenzial in Bern erkannt, deshalb konnte ich mich bei ihm so gut weiterentwickeln“, sagte der bis 2024 an die Eintracht gebundene Fußballer.

Djibril Sow hat es schwer erwischt – trotz der guten Versorgung durch die Rehatrainer

Die arge Verletzung ist ärgerlich, zumal die Rehatrainer sehr genau darauf achten, dass die Spieler gut vorbereitet ins Training gehen und auch danach sorgsam behandelt werden. „Von der Prävention vor dem Training bis zur Nachbereitung wollen wir das Trainingslager optimal nutzen“, sagte Sportchef Bobic.

Djibril Sow hat es nun schwer erwischt, aber auch andere Spieler schleppen leichtere Blessuren mit sich herum. Neuzugang Erik Durm etwa pausierte gestern beim Vormittagstraining, auch Gelson Fernandes muss wegen seiner Wadenprobleme noch ein paar Tage kürzertreten. Und Taleb Tawatha ist zumeist nur joggend unterwegs, der Verteidiger laboriert noch immer an den Folgen seiner Knöcheloperation aus dem April dieses Jahres. Tawatha spielt in den Planungen von Trainer Adi Hütter aber ohnehin nur eine untergeordnete Rolle – im Gegensatz zu Djibril Sow.

Von Ingo Durstewitz

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