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Trainer und Kapitän sind zufrieden: Oliver Glasner und Sebastian Rode.
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Trainer und Kapitän sind zufrieden: Oliver Glasner und Sebastian Rode.

SGE-Kommentar

Eintracht Frankfurt: Festspielwochen in Europa

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Eintracht Frankfurt kann Europa, das haben die Hessen erneut beweisen. Jetzt müssen sie nur noch die Zeit bis März überbrücken. Ein Kommentar.

Frankfurt - Der meist sehr chic gekleidete und zuletzt wieder sehr gut haltende Torwart Kevin Trapp mag in vielen Punkten Recht haben, in einem nicht: „Viele haben uns nicht zugetraut, dass wir Erster werden“, hatte der nationale Ballfänger in Istanbul nach dem direkten Einzug von Eintracht Frankfurt ins Achtelfinale der Europa League gesagt.

Dabei ist genau das Gegenteil richtig: Wenn es einem Klub zugetraut wird, Erster in einer europäischen Gruppe zu werden, zumindest aber über den Winter hinaus eine gute Rolle zu spielen, dann doch den Hessen. Europaliga - das ist doch der Wettbewerb der Frankfurter, da blühen sie auf, da fühlen sie sich wohl. Dieser Cup mit internationalem Flair scheint doch wie für die Eintracht gemacht. (Okay, vielleicht noch ein bisschen mehr für den FC Sevilla, die ihn in diesem Jahrzehnt viermal gewonnen haben).

Eintracht Frankfurt kann Europa

Und dabei ist es fast schon egal, wie sich die Mannschaft gerade in der Liga schlägt: Wenn die Musik spielt und das Flutlicht angeknipst ist im Stadtwald, geht förmlich ein Ruck durchs Team und es schwingt sich zu sehr respektablen Auftritten auf, selbst wenn in diesem Jahr wegen der Pandemie die vorbehaltlose Unterstützung des Publikums weitgehend fehlte.

Für Eintracht Frankfurt bedeutet das finale, im zweiten Abschnitt eher müde Remis am Bosporus: Zum dritten Mal in Folge - bei einem Jahr Pause - steht sie in einem Achtelfinale, sie misst sich erneut mit den besten 16 europäischen Mannschaften - und kann Mitte Februar genüsslich zusehen, wie sich deutlich potentere Klubs, etwa Borussia Dortmund, Leipzig, FC Barcelona oder SSC Neapel, darum bemühen müssen, ebenso weit zu kommen wie die Hessen.

Eintracht Frankfurt: Auch Glück war dabei

Das ist mindestens aller Ehren wert, und angesichts des in Frankfurt zu bewerkstelligenden Umbruchs nach erheblicher personeller Fluktuation umso höher einzuordnen. Und da ist es im Endeffekt auch einerlei, dass die Eintracht in dieser Europacup-Runde durchaus mit Fortuna im Bunde war, dreimal fielen eigene Treffer in letzter Minute, einmal wurde ein Gegentor in der 90. Minute zurückgenommen. Das soll keine Schmälerung der „fantastischen Leistung“ (Trainer Oliver Glasner) sein, Fenerbahce, Olympiakos Piräus sind ja wahrlich keine Laufkundschaft, aber im Hinterkopf sollte als Warnung aufleuchten: Es hätte leicht auch anders kommen können.

Eintracht Frankfurt kann Europa

Das Gute am guten Ende ist: Eintracht Frankfurt hat Zeit gewonnen. Zeit, die der sehr strukturiert arbeitende Fußballlehrer Glasner, dem längst in Wolfsburg nachgetrauert wird, zu hartem und intensivem Training nutzen wird. Fortschritte, gerade in spielerischer Hinsicht, sind seit dem Start der Europa League Mitte September unübersehbar.

Schließlich hat das europäische Parkett den Frankfurtern einen warmen finanziellen Regen beschert. Zwischen 8,5 und neun Millionen Euro sind bislang hängen geblieben, Gelder aus dem Marktpool noch nicht eingerechnet. Das gibt der Führung gerade in diesen dürren Zeiten einen gewissen Spielraum, der womöglich durch den einen oder anderen Wintertransfer genutzt werden könnte. Nun müssen sie in Frankfurt halt nur noch die nächsten drei Monate bis zur nächsten Festspielwoche überbrücken. (Thomas Kilchenstein)

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