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Bas Dost: Agil, dynamisch  - und treffsicher.

Klassenbuch

Eintracht gewinnt in Berlin: Die Spieler in der Einzelkritik

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    Thomas Kilchenstein
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Die SGE holt bei Union Berlin ihren ersten Erfolg in der Fremde - die Bewertung der Spieler im Klassenbuch.

Eintracht Frankfurt feiert in Berlin den ersten Auswärtssieg der Saison. Wer überzeugte, wer schwächelte? Die Spieler in der Einzelkritik.

Gut dabei

Kevin Trapp: Klasse Fußabwehr gleich zu Beginn gegen den Schuss aus Nahdistanz von Friedrich, da prallte der Ball von seiner linken Hacke zurück ins Feld (6.). Etwas Glück, aber das gehört dazu, gerade, weil es ihm früher nicht immer hold war. Mit einer hervorragenden Parade gegen den Schuss von Becker (75.). Sehr abgeklärter, sicherer Auftritt. 

Bas Dost: Erstaunlich agil und dynamisch, das sah lange nicht so schwerfällig aus wie zuletzt. Mit guten Aktionen, verlängerte die Bälle klug, technisch durchaus ansprechend. Und: Stand da, wo ein Torjäger stehen muss. Staubte nach dem Kostic-Schuss zur wichtigen Führung ab (48.). 

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André Silva: Versemmelte die große Chance zur Führung, als er aufzog und von Friedrich noch abgegrätscht wurde (16.). Da hätte er besser direkt geschossen. War aber dennoch viel unterwegs, schoss häufig aufs Tor. Kann was am Ball, sieht geschmeidig aus. Belohnte sich mit seinem Kopfballtor zum 2:0 (62.).

Ganz okay

Filip Kostic: Anfangs gar nicht im Spiel, das sah schon ein wenig phlegmatisch aus. Kam aber schon im Laufe der Zeit besser rein, mit einem gefährlichen Schuss kurz vor der Pause. So ging es weiter, seinen Linksschuss klatschte Union-Torwart Gikiewicz vor die Füße von Dost – 1:0. 

Almamy Touré: Solide Partie hinten rechts, ohne große Aufreger oder Aussetzer. Auf dem Weg, sich da hinten festzuspielen und Kapitän Abraham den Platz zu klauen. 

Daichi Kamada: Anfangs wurde er von der Körperlichkeit der Berliner ausgebremst, ließ sich aber nicht entmutigen. Mit dem vorletzten Pass vor dem 1:0. 

Eintracht: Hasebe fehlt Frankfurt in der Europa League - Trapp angeschlagen

Makoto Hasebe: Zwei Unachtsamkeiten, das ist man gar nicht gewohnt. Ansonsten umsichtig und um Struktur bemüht. Zuweilen versuchte er sich gar zu sehr als Spielmacher aus der hinteren Linie. 

Gelson Fernandes: Fegte ordentlich dazwischen, holte viele Bälle, mit seiner Präsenz und seiner Körpersprache wichtig fürs Team. 

Djibril Sow: Viel unterwegs, kämpferisch stark, ackerte für die Mannschaft. Offensiv lange eher unauffällig – bis er eine Zuckerflanke in den Strafraum schlug, die Silva zum 2:0 verwertete. Kommt langsam auf Touren.

So lala

Erik Durm: Solide und zuverlässig, ließ nichts anbrennen. Nach vorne noch ausbaufähig, auch wenn von ihm der vorletzte Pass vor dem 2:0 kam. 

Martin Hinteregger: War seinem Widersacher Gogia physisch deutlich überlegen, aber doch mit manchem Wackler. Rutschte auch häufiger mal aus, und weiterhin mit einigen langen Schlägen.

Schwächelnd

Kein Eintrag

Zu spät gekommen

Timothy Chandler, Goncalo Paciencia, Dominik Kohr

Von Ingo Durstewitz und Thomas Kilchenstein

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