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Glücklos: Sebastian Rode (li.)

Klassenbuch

Heimniederlage gegen Wolfsburg: Die Eintracht-Spieler in der Einzelkritik

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    Thomas Kilchenstein
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Eintracht Frankfurt verliert zu Hause gegen Wolfsburg. Die Spieler im Klassenbuch.

Eintracht Frankfurt muss gegen den VfL Wolfsburg einen herben Niederschlag im Kampf um die Plätze im oberen Tabellendrittel einstecken. Selbst gegen zehn Wolfsburger kommen die Hessen zu keinen nennenswerten Torchancen - und das in einer vom Trainer zum "wegweisenden" Spiel erklärten Partie.

Gut dabei

Kein Eintrag

Ganz okay

Makoto Hasebe: Der einzige Spieler mit Normalform. Organisierte das Spiel von hinten heraus, versuchte es zu strukturieren. Mit den meisten Ballkontakten (85) aller Akteure, 67 seiner 70 Pässe kamen an. Er alleine konnte aber auch nichts ausrichten.

So lala

Martin Hinteregger: Wollte sich mit der Niederlage nicht abfinden, legte den Vorwärtsgang ein, schoss viermal aufs Tor – genauso oft wie die Stürmer Dost und Paciencia zusammen. Hätte den Ball vor dem 0:2 anders klären können, aber sein Fehler war es nicht.

Evan Ndicka: Musste nach einer guten Stunde vom Feld, weil der Trainer mehr Wucht nach vorne erzeugen wollte. Bis dahin solide und unauffällig, aber ohne große Wirkung in jedweder Hinsicht.

Danny da Costa: Mit ihm kam etwas mehr Zug ins Spiel, bog in der Kürze der Zeit fünf Flanken in den Strafraum, aber alles in allem zu unpräzise. Dennoch: Mit ihm ist mehr Power drin.

Sebastian Rode: Musste angeschlagen raus, hatte sich irgendwie das Knie verdreht. Bei seiner Vorgeschichte hält man da den Atem an. Soll aber nicht so schlimm sein. Bis zu seiner Auswechslung mit Licht, aber auch nicht wenig Schatten.

Schwächelnd

Daichi Kamada: Kam zur zweiten Halbzeit, konnte aber keine Impulse setzen. Das ist zu unbedarft, zu unentschlossen. Und die ganz großen Ideen hat auch er nicht.

Filip Kostic: Versuchte zwar vieles, doch es blieb Stückwerk. Kam kaum einmal mit Tempo an seinem Gegner vorbei, ohne große Aktion. Bei einer seiner immerhin neun Flanken stand Dost im Abseits, sein Treffer zählte nicht.

Eintracht Frankfurt nach der Niederlage gegen Wolfsburg: Die SGE rutscht ins Mittelmaß

Goncalo Paciencia: Bemüht, aber glücklos. Mit einem guten Kopfball, den Casteels aber locker parierte. Insgesamt bemüht, aber wenig zwingend. Nur 21 Ballkontakte, da kann man nur schwerlich glänzen.

Felix Wiedwald: Konnte einem fast schon leid tun, hielt eigentlich gut, war aufmerksam und stets zur Stelle, doch dann unterlief ihm der Fehler des Tages: Konnte einen Hinteregger-Rückpass nicht sauber verwerten, passte den Ball Joao Victor vor die Füße, der das 2:0 machte und somit für die Entscheidung sorgte. Sieht man auf diesem Niveau nicht alle Tage.

Mijat Gacinovic: Nichts Neues vom schmächtigen Serben: Läuft wie ein Hase, wuselt hier und da, holt die Bälle – und schenkt sie postwendend wieder her. Mit einem gar kümmerlichen Schussversuch. Ob das noch mal was wird?

Erik Durm: Mangelnden Einsatzwillen konnte man ihm gewiss nicht vorwerfen, im Gegenteil: Lief am meisten (11.51 Kilometer), sprintete häufiger als alle anderen Kollegen (30-mal) und riss mehr intensive Läufe ab als die Mitspieler (83). Aber es kam nichts heraus, zu ungenau, zu wenig Drive, zu unstet. Für was steht er eigentlich?

Djibril Sow: Fand schlecht hinein in die Partie, mit vielen Fehlpässen und Ballverlusten. Das war nicht sein Spiel. Im zweiten Abschnitt holte er sich hinten die Bälle ab und verteilte sie, aber zumeist nur über wenige Meter. Kein Mehrwert fürs Spiel.

Bas Dost: Einmal hellwach, als er den Ball mit der Hacke über die Linie drückte. Das war cool und klasse gemacht, aber er stand im Abseits. Ansonsten im Leerlauf unterwegs, nur 17 Ballkontakte. Wirkt alles andere als fit.

Zu spät gekommen

André Silva

Die Partie in der Analyse des Rasenfunks

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