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Daichi Kamada freut sich gemeinsam mit Djibril Sow über sein Tor.

Klassenbuch

Auswärtssieg gegen Arsenal: Die Eintracht-Spieler in der Einzelkritik

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Eintracht Frankfurt gewinnt in London in der Europa League gegen den FC Arsenal. Die Spieler in der Einzelkritik. 

Eintracht Frankfurt hat durch eine überragende zweite Halbzeit und schwächelnde Londoner das Spiel beim FC Arsenal in der Europa League mit 2:1 gewonnen. Unsere Einzelkritik zum Spiel. 

Gut dabei

Frederik Rönnow: Er allein war es, der die Eintracht lange im Spiel hielt. Im Grunde war es ein Privatduell Arsenal vs. Rönnow. Parierte ein halbes Dutzend Schüsse allein im ersten Abschnitt, selbst den Treffer von Aubameyang (45.) hätte er ums Haar noch abgewehrt. Klasse.

Daichi Kamada: Was für ein Spiel vom Japaner. Seine zwei Tore drehten das Spiel, endlich torgefährlich, endlich platzte der Knoten. Schon in der ersten Halbzeit einer, der um Struktur bemüht war. Chapeau.

Makoto Hasebe: Hielt sich wacker, auch wenn er das eine oder andere Mal ins Schwimmen geriet. Musste anfangs viel einstecken. Versuchte wenigstens, das anfangs chaotische Spiel zu ordnen. Manchmal waren aber auch für ihn die Arsenal-Sprinter zu schnell, Saka und Martinelli hätten seine Söhne sein können.

Ganz okay

Filip Kostic: Erstaunlich viele Fehlpässe. Kam anfangs auf seinem linken Flügel kaum durch, lief sich fest, wurde wie alle in zweiten Halbzeit viel besser. Mit Power und Zug.

Mijat Gacinovic: Brachte frischen Wind, ackerte, lief, machte und tat. Erkämpfte viele Bälle. Das war wichtig, das war entscheidend. Hatte eine große Möglichkeit zum 3:1 (69.), blieb hängen.

Martin Hinteregger: Hatte seine liebe Mühe mit Martinelli, den er vor dem 0:1 nicht am Flanken hindern konnte. Lieferte sich packende Duelle, fegte gehörig dazwischen. Wurde zum Schluss immer besser.

Dominik Kohr: Sorgte mit seiner Physis für eine lange fehlende Stabilität im Mittelfeld, ging voran, rieb sich auf. Das war gut.

So lala

Gelson Fernandes: Lauf- und kampfstark, musste zu viele Löcher stopfen. Das gelang nicht immer gut, dafür waren die Arsenal-Profis zu flink, zu spritzig. Verlor vor dem 0:1 den entscheidenden Zweikampf im Mittelfeld.

Danny da Costa: Kaum sichtbar im ersten Abschnitt, dazu mit einem bösen Bolzen (16.), der fast zum frühen Rückstand geführt hatte. Steigerte sich nach der Pause, legte zum 1:1 auf. Geht doch.

David Abraham: Konnte der Abwehr anfangs wenig Sicherheit verleihen. Selbst er hatte seine liebe Not mit Windhund Saka, der ihn zuweilen stehenließ.

Djibril Sow: Die Rolle des Spielgestalters ist zu groß für ihn. Er konnte dem Spiel keinen Stempel aufdrücken, aber er haute sich rein, zum Schluss mit wichtigen gewonnenen Zweikämpfen.

Schwächelnd

Goncalo Paciencia: Viel Stückwerk, kaum eine klare Situation, hatte es allerdings auch schwer.

Andre Silva: Wenn ein Stürmer zur Pause bei 0:1 gegen einen Mittelfeldspieler ausgewechselt wird, sagt das alles. Ganz schwache Vorstellung, war gar nicht auf dem Platz. So geht es nicht.

Und jetzt sind Sie gefragt. Wer war Ihrer Meinung nach der beste Eintracht-Spieler gegen den FC Arsenal? Stimmen Sie ab!

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