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Die Fans der Frankfurter Eintracht haben wieder eine Europa-League-Party im Waldstadion gefeiert.

Klassenbuch

Eintracht Frankfurt gegen Tallinn: Die Spieler in der Einzelkritik

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    Jörg Hanau
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Eintracht Frankfurt zieht in die zweite Runde der Europa-League-Qualifikation ein. Die Bewertung der Spieler im Klassenbuch.

Kein berauschendes Spiel, aber tolle Stimmung: Durch den Pflichtsieg über Flora Tallinn sichert sich Eintracht Frankfurt die zweite Quali-Runde in der Europa League. Das Klassenbuch.

Gut dabei

Goncalo Paciencia: Nahm sich die zuletzt schlechten Kritiken offenbar zu Herzen. War sichtlich bemüht und beschenkte sich an seinem 25. Geburtstag mit zwei Toren selbst. Es bleibt aber dabei: Mit dem Kopf eine Wucht, der Ball am Fuß ist aber nicht immer sein Freund. Dennoch, eine gute Partie des Portugiesen. Sorgte mit einem sehenswerten Fallrückzieher für einen besonderen Aha-Moment.

Makoto Hasebe: Der Abwehrchef spielte mal wieder ohne Fehl und Tadel. Gutes Auge, perfektes Stellungsspiel. Ein echter Kapitän eben. Aber das ist ja nichts Neues.

Danny da Costa: Seine Flanken über rechts sorgten für die besonderen Momente. Wenn es gefährlich wurde, dann über seine Seite. Bereitete das 1:0 durch Paciencia vor. Nähert sich seiner Form aus der Vorsaison langsam an.

Ganz okay

Daichi Kamada: Der Japaner sorgte für die spielerischen Elemente bei der Eintracht. Ein Mann mit einer sehr feinen Klinge. Technisch versiert, gutes Auge für seinen Nebenmann. Bestätigt den guten Eindruck aus den ersten Trainingswochen. Aber nicht torgefährlich.

Lucas Torro: Wie immer Herr der Lüfte. Im Kopfballspiel macht ihm keiner was vor. Allerdings streut er immer auch einen unerklärlichen Fehlpass in der Zentrale ein.

So lala 

Dominik Kohr: 

Arbeitete viel, stopfte die Löcher. Davon gab es reichlich. Ordentliche Partie, versuchte nach dem Wechsel auch Akzente nach vorne zu setzen - aber auch bei ihm ist noch reichlich Luft nach oben. 

Filip Kostic: Kam zu Beginn nicht richtig ins Spiel. Seine Tempoläufe über links blieben Mangelware. Wenn er am Ball war, blitzte seine herausragende Technik auf. Insgesamt aber zu wenig für einen Mann seiner Klasse.

Dejan Joveljic: Lauffreudig wie immer, in der Box aber diesmal glücklos. Ein unberechtigter Abseitspfiff verhinderte seinen Torerfolg.

Evan Ndicka: Ihm mangelt es sichtlich an Selbstvertrauen. Der Mann des Sicherheitspasses. Immer darauf bedacht, keinen Fehler zu machen. Das gelang ihm auch. Aber da muss noch mehr kommen.

Felix Wiedwald: Der erste Schuss auf sein Tor war drin. Durfte einem schon etwas leid tun. Konnte sich im ersten Abschnitt nicht wirklich bewähren. Das änderte sich nach dem Wechsel. Eine Faustabwehr.

Schwächelnd

Almamy Touré: Bekam seine Chance in der Startelf - und nutzte sie nicht. Das Gegentor zum 1:1 geht auf seine Kappe. Ließ seinem Gegenspieler viel zu viel Raum. Kein Empfehlungsschreiben für Hütter.

Zu spät gekommen

Mijat Gacinovic, Gelson Fernandes, Erik Durm

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