+
Ganz okay: Daichi Kamada

Klassenbuch

Frankfurt verliert in Leipzig: Die Spieler in der Einzelkritik

  • schließen
  • Thomas Kilchenstein
    Thomas Kilchenstein
    schließen

Eintracht Frankfurt verliert knapp in Leipzig und macht dabei eigentlich keine schlechte Figur. Die Bewertung der Spieler in der Einzelkritik.

Gut dabei

Sebastian Rode: Erster Startelfeinsatz in dieser Bundesligasaison, gleich war er der beste Frankfurter. Hinten resolut in den Zweikämpfen, darüber hinaus um Struktur im Aufbauspiel bemüht. Klappte häufig. Bekam nach einer Stunde eine ordentliche Watschn vom Leipziger Poulsen ab, Blut floss das Gesicht runter, trottete nach Abpfiff enttäuscht mit Turban um den Kopf in die Kabine.

Ganz okay

Daichi Kamada: Ein, zwei hübsche Steilpässe, unter anderem vor der größten Frankfurter Chance von Kostic in der sechsten Minute. Hatte immer mal wieder einen kreativen Einfall, nahm sich zwischendurch aber auch Pausen. Im Angriffsdrittel nicht zielstrebig genug.

David Abraham: Meldete den schnellen Werner über weite Strecken ab. Und wenn der Leipziger Stürmer ihm doch mal enteilte, holte er ihn meist wieder ein. Nur einmal nicht, als er erst schludrig den Ball verlor und Werner dann an Keeper Trapp scheiterte (48.).

Auch interessant:  Eintracht Frankfurts Bas Dost: Sebastien Haller 2.0

Dominik Kohr: Grätsche, rannte, hielt auch mal den Fuß drüber. Als Abfangjäger vor der Abwehr ganz gut, im Spiel nach vorne ausbaufähig.

Goncalo Paciencia: Nahm anfangs kaum am Spiel teil, erst nach 20 Minuten wurschtelte er sich in die Partie rein und schoss einmal zu zentral (27.). Bemüht, strahlte lange aber nicht richtig Torgefahr aus. Bis er kurz vor Schluss doch noch traf. Halb aber nichts mehr.

So lala

Makoto Hasebe: Eigentlich eine grundsolide, eher gute Leistung des Liberos. Eigentlich. Denn beim 0:1 verlor der Japaner den Torschützen Werner kurz aus den Augen. Ein nicht ganz unbedeutender Fehler.

Kevin Trapp: Vor den Augen von Bundestorwarttrainer Andreas Köpke war der erste Ball gleich drin. Das ärgerte ihn, ganz logisch. War beim 0:1 nicht schnell genug unten, um die Hand an den Ball zu kriegen. Nach 48 Minuten einmal hervorragend gegen den auf ihn zustürmenden Werner. Beim zweiten Gegentreffer sah er nicht gut aus.

Filip Kostic: Hätte die Eintracht in Führung schießen können, mit seinem stärkeren linken Fuß wurde der Winkel nach sechs Minuten aber zu spitz. Hätte es eher mit rechts probieren sollen. Ansonsten gab es gewiss schon Spiele, da kam er auf der linken Bahn häufiger an seinen Gegenspielern vorbei.

Erik Durm: Im unfreiwilligen Ringkampf von RB-Kapitän Orban auf die Schultern genommen und abgeworfen (18.). Passte zu seinem Spiel, das er körperbetont und engagiert führte, vor allem defensiv, das aber zu selten in effektiven Aktionen mündete, vor allem offensiv.. Ein Schuss traf nicht das Tor, sondern nur den Hinterkopf des neben dem Kasten platzierten Ordners.

Evan Ndicka: Erhielt den Vorzug vorm erfahrenen Hinteregger und kam beim 0:1 prompt zu spät. Verlor nach einer Ecke am kurzen Pfosten das Kopfballduell gegen den Leipziger Poulsen. In Hälfte eins auf seiner linken Abwehrseite von Kostic zu häufig allein gelassen, deshalb sah auch er nicht immer optimal aus. Nach der Pause stabiler in den direkten Duellen.

Dejan Joveljic: Die Intensität seines Spiels stimmte, teils agierte er gar zu intensiv. Der schmächtige Stürmer checkte einmal den Leipziger Abwehrbrocken Konate aus dem Weg und drückte später RB-Torhüter Gulasci sein Knie ins Gesicht. Vor dem Tor zu selten gefährlich, das wäre aber für einen Angreifer aber eigentlich ganz hilfreich.

Schwächelnd

Kein Eintrag

Zu spät gekommen

Jonathan de Guzman, Timothy Chandler, Almamy Touré
(dani/kil)

Weitere Texte zu Eintracht Frankfurt

Kolumne Ballhorn: Eintracht Frankfurt glänzt in goldenen Trikots am Sonntag und schießt auch ein schönes Tor. Gegner? Wieso Gegner? Von einem gegnerischen Fußballverein weiß unser Kolumnist Ballhorn nichts.

Zweites Bundesligaspiel für Eintracht Frankfurt. Die SGE muss nach Leipzig und verliert knapp. Trotzdem macht das Spiel Hoffnung. Der Live-Ticker zum Nachlesen.


Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare