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Findet sich selbst „laufstark und dynamisch“: Djibril Sow.

Djibril Sow

Djibril Sow sieht bei Eintracht Frankfurt noch viel Potential

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Eintracht Frankfurts Neuer Djibril Sow träumt von Titeln und der Champions League.

Mit Young Boys Bern ist Djibril Sow zuletzt zweimal nacheinander Fußballmeister in der Schweiz geworden, auch duellierte er sich in der Champions League mit den Besten der Besten, bekam es mit internationalen Topstars von Juventus Turin oder Manchester United zu tun. Erfahrungen, an die sich der 22 -Jährige mit einem breiten Lächeln im Gesicht zurückerinnert, und die er künftig auch mit seinem neuen Arbeitgeber Eintracht Frankfurt liebend gerne machen würde. Bei seiner Vorstellung im Frankfurter Stadtwald sprach der Schweizer Nationalspieler, den die Teamkollegen nur Djibi rufen und der mit einem Fünfjahresvertrag ausgestattet wurde, mit den Reportern über...

...seine ersten Tage in Frankfurt: Eine Wohnung suchen, Anmeldungen und Versicherungen abschließen, das ist immer sehr stressig. Aber vom Verein, vom Stadion und von den Kollegen habe ich bisher nur positive Eindrücke. Ich wurde sehr gut aufgenommen.

...die ausschlaggebenden Gründe für den Wechsel nach Frankfurt: Ich wollte den nächsten Schritt machen, für mich war der Wechsel zur Eintracht deshalb nur logisch, weil es ein gesunder Verein ist, ich den Trainer schon kenne und mir die Vision des Klubs gefällt.

...über Trainer Adi Hütter, der Sow einst schon in Bern coachte und ihn nun auch bei der Eintracht anleiten wird: Er ist ein Trainer, der viel fordert, aber genauso auch jungen Spielern das Vertrauen schenkt. Er hat mein Potenzial in Bern erkannt und deshalb konnte ich mich bei ihm so gut weiterentwickeln. Bei Young Boys haben wir zusammen die Meisterschaft gefeiert, das hat uns alle zusammengeschweißt.

...seine erste Zeit in Deutschland, als er zwischen 2015 und 2017 für Gladbach nur auf einen Bundesligaeinsatz kam: Ich bin mit 18 nach Gladbach gewechselt, damals war anfangs noch Lucien Favre der Trainer, der mich auch geholt hatte. Nach zwei, drei Monaten war er dann aber weg, so dass es auch für mich als junger Spieler schwieriger war. Vielleicht war ich mental mit 18 auch noch nicht bereit für diese Aufgabe.

Eintracht-Testspiel in Bad Homburg: Lockerer Auftakt in die Saison

...seine Erinnerungen an den Elfmeterfehlschuss im Pokalhalbfinale 2017, der ausgerechnet der Eintracht den Einzug ins Endspiel bescherte: Der Fußball ist manchmal schon kurios, damals hätte ich nicht gedacht, dass ich mal bei Eintracht Frankfurt landen würde. Aber der Fehlschuss ist für mich längst abgehakt. Wenn es wieder so eine Möglichkeit gibt, mache ich den Ball rein.

...seine Fortschritte in den vergangenen beiden Jahren: Ich bin auf jeden Fall reifer geworden, damals hatte Gladbach ja kaum Ablöse für mich gezahlt, da lässt man dann als Trainer halt lieber einen Spieler auflaufen, der auch mal fünf oder sechs Millionen gekostet hat. Jetzt ist das eine andere Situation.

...die Unterschiede zwischen dem Fußball in der Schweiz und Deutschland: In der Schweiz ist die Gewinnermentalität nicht so ausgeprägt. Aussagen wie: ‚Heute haben wir mal nicht gewonnen, ist ja nicht so schlimm‘ – das gibt’s in Deutschland nicht. Es wird jeden Tag Vollgas gegeben.

...seine Erinnerungen an die Champions-League-Auftritte gegen Juventus Turin oder Manchester United mit Bern: Am meisten hat mich das hohe Tempo fasziniert, die Intensität im Spiel. Da sieht man, was einem selbst noch fehlt, das will man jede Woche erleben. Es wäre ein Traum, wenn wir mit der Eintracht auch in die Champions League kommen könnten.

...die hohe Erwartungshaltung an ihn, vor allem in Bezug auf die von der Eintracht gezahlten zehn Millionen Euro Ablöse: Druck gibt es immer im Fußball, aber die Ablöse ist eher eine Wertschätzung vom Verein, der ich gerecht werden will.

...seine Ziele: Persönlich will ich noch mal ein Schritt nach vorne machen, ganz klar. Und als Mannschaft wollen wir den Weg weitergehen, der vergangene Saison ja schon ziemlich gut war“

...seine Traumvorstellung von der Zukunft: Mein Wunsch wäre es natürlich, einen Titel zu holen. Wir werden versuchen, uns ständig weiterzuentwickeln, mal sehen, was möglich ist.

Aufgezeichnet: Daniel Schmitt

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