Wolfgang Steubing, Aufsichtsrats-Chef von Eintracht Frankfurt (SGE)
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Wolfgang Steubing, Aufsichtsrats-Chef von Eintracht Frankfurt, denkt über den Verkauf von Leistungsträgern nach. Die Corona-Krise hat ein großes Loch in die Kassen der SGE gerissen.

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Eintracht Frankfurt in der Corona-Krise: Steubing schließt Verkauf von Trapp und Kostic nicht aus

  • Melanie Gottschalk
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Auch an Eintracht Frankfurt geht die Corona-Krise nicht spurlos vorbei. Aufsichtsrats-Chef Wolfgang Steubing schließt deshalb den Verkauf von Kevin Trapp und Filip Kostic nicht aus.

  • Corona-Krise reißt großes Loch in die Kassen von Eintracht Frankfurt
  • Aufsichtsrats-Chef Wolfgang Steubing schließt Verkauf von Filip Kostic und Kevin Trapp nicht aus
  • Mindestens 30 Millionen für Kostic

Frankfurt - „Wäre Corona nicht gewesen, hätten wir eine einmalige Bilanz in der Eintracht-Geschichte.“ Das sagt Wolfgang Steubing, Aufsichtsrats-Chef von Eintracht Frankfurt, gegenüber der „Bild". Eigentlich hatte sich Eintracht Frankfurt unter anderem durch TV- und Transfergelder in den vergangenen Jahren finanzielle Rücklagen erarbeitet.

Wolfgang Steubing von Eintracht Frankfurt denkt über Verkauf von Kostic und Trapp nach

Doch das Geld schmilzt bei Eintracht Frankfurt aufgrund ausbleibender Einnahmen in der Corona-Krise so langsam dahin. „Uns schmerzt natürlich, dass wir uns zuletzt ein schönes Polster geschaffen haben, mit dem wir hätten investieren können – und dann wird uns das Polster durch Corona einfach so weggerissen“, sagte der 70 Jahre alte Aufsrichtsrats-Chef kürzlich der „Bild“.

Hinzu kommt, dass West Ham die Rate über sechs Millionen Euro für Sebastien Haller* – der im vergangenen Sommer von Eintracht Frankfurt auf die Insel wechselte – nicht überwiesen hat. „Wer hätte gedacht, dass West Ham die Rate für Sebastién Haller nicht überweist?“, sagte der 70-jährige Steubing. Jetzt denkt der Aufsichtsrats-Chef auch über den Verkauf von Kevin Trapp* und Filip Kostic* nach. „Nein. Auch einen Verkauf von Kostic oder Trapp schließe ich nicht aus. Weil die Marktlage schwierig ist“, sagte er.

Eintracht Frankfurt: Mindestens 30 Millionen für Kostic?

Damit würden zwei wichtige Leistungsträger bei Eintracht Frankfurt wegfallen. Preisvorstellungen hat Steubing zumindest bei Filip Kostic aber schon. „Wenn jetzt einer käme und 30 Millionen zahlen wollte, das würden wir zur Kenntnis nehmen", sagte er. Aber natürlich müsse es auch für Kostic passen. Auf Biegen und Brechen wird man die beiden also offenbar nicht verkaufen.

Ohnehin wäre ein Weggang von Kostic und Trapp ein herber Verlust für Eintracht Frankfurt. Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob ein Verein in der aktuellen Situation bereit wäre, mindestens 30 Millionen Euro für Filip Kostic zu bezahlen.

Lobende Worte fand Steubing in dem Interview für Trainer Adi Hütter. Die Zeichen stehen auf Vertragsverlängerung. „Er hat Ahnung. Und er verliert nie die Mannschaft. Er hat die Spieler im Griff. Das macht er sehr gut. Ich bin der Meinung, das er bei uns sehr gut aufgehoben ist. Und er fühlt sich auch hier wohl. Das hört man bei ihm heraus. Eine angenehme Geschichte.“ (Von Melanie Gottschalk)

Ohne Corona-Krise wäre Kostic* wohl schon weg. Er ist nicht der einzige Top-Transfer, der zu scheitern droht.

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