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Arena in Tirana, Albanien
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Futuristisches Finalstadion der Conference League: die Arena in Tirana, Albanien, 2019 eröffnet.

Dritter Europacup

Conference League: Die große Fußballwelt der Kleinen

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
    schließen

Viele Klubs wollen unbedingt auf europäischer Bühne spielen – doch wollen sie auch in die Conference League? Der Bundesliga-Sechste ist auch dabei – momentan wäre das Eintracht Frankfurt.

Anfang Januar nach dem Sieg in Mainz posaunte Martin Hinteregger, der österreichische Charakterkopf von Bundesligist Eintracht Frankfurt, laut heraus, was das Ziel der Hessen für die Restrunde ist: Europa. Genauer: die Qualifikation für einen Uefa-Wettbewerb in der kommenden Saison. Warum? „Wir sind Eintracht Frankfurt.“ Und Eintracht Frankfurt, so findet Hinteregger, gehört nun mal dorthin, ins San Siro von Mailand, an die Stamford Bridge von London, ins Estádio da Luz von Lissabon. So kennt der Europa-Hinti das, so will der Europa-Hinti das bald wieder erleben. Verständlich.

Doch was in der öffentlichen Wahrnehmung, und womöglich auch in der von Martin Hinteregger, gar nicht so präsent ist: Europapokal bedeutet in der kommenden Saison nicht mehr Europapokal, wie man ihn kennt, nicht nur Champions League und Europa League. Nein, die Uefa führt ab Sommer ihre dritte Liga ein, die Conference League. Also nix da San Siro, Stamford Bridge oder Estadio da Luz, zumindest möglicherweise nicht. Stattdessen zum Beispiel die Arena Kombëtare, das albanische Nationalstadion von Tirana – Fassungsvermögen 21 690 Fans – in dem am 25. Mai 2022 das Endspiel des neuen Cup-Wettbewerbs geplant ist. Sicher auch erstrebenswert, irgendwie halt.

Uefa-Europa-Conference-League: Eintracht Frankfurt könnte Teil sein

Doch was ist dieser neue Wettbewerb überhaupt, der sich offiziell Uefa-Europa-Conference-League schimpft, für den sich die Klubs vorab unter anderem in den (Achtung, tief einatmen jetzt) Uefa-Europa-Conference-League-Play-off-Spielen qualifizieren müssen?

Insgesamt werden 138 Mannschaften an der Qualifikation teilnehmen, die in vier Runden geplant ist. Die Vertreter der großen Fußballnationen Deutschland, Spanien, England, Italien und Frankreich steigen erst in der finalen Qualiphase ein, den Playoffs. Werden diese tatsächlich überstanden, geht es anschließend in einer Gruppenphase weiter, insgesamt nehmen dann 32 Teams in acht Gruppen je vier Mannschaften am Hauptwettbewerb teil.

Bundesligasechste spielt mit – Momentan Eintracht Frankfurt

Weiterhin gilt für die Bundesligaklubs, dass die ersten vier Mannschaften der Abschlusstabelle dieser Runde für die Champions League spielberechtigt sein, der Fünftplatzierte darf in der Europa League ran, ebenso wie der DFB-Pokalsieger. Das Team auf Rang sechs – und an dieser Stelle ist die Änderung – spielt künftig in der Conference League. Aktuell wäre das Eintracht Frankfurt. Eine Ausnahme: Kommt der Pokalsieger in der Bundesliga unter die ersten Sechs, darf (oder muss?) der Tabellensiebte in der Conference League ran. Borussia Dortmund, zurzeit eben dorthin abgerutscht im Tableau, würde sich sicher wie Bolle freuen. Nun ja.

Der neue Wettbewerb soll, so die Uefa, die Europa League mit nun 32 statt 48 Teams sportlich aufwerten und gleichzeitig den kleinen Ligen eine attraktive Plattform bieten. Die Pokalsieger aus Kroatien (zuletzt HNK Rijeka), Israel (Hapoel Be’er Scheva) oder Schweden (IFK Göteborg) werden dann dabei sein, ebenso wie jene aus San Marino (SP Tre Fiori), Gibraltar (Europa FC) oder Andorra (Inter Club d’Escaldes). Die große Fußballwelt der Kleinen.

Conference League für Uefa-Präsident von enormer Bedeutung

Für Uefa-Präsident Aleksander Ceferin, den Mann, der sich das federführend alles ausgedacht hat, ist die Conference League von enormer Bedeutung. Er findet, dass sie vor allem eines bringe: „Mehr Spiele für mehr Klubs aus mehr Verbänden.“ Und mehr Geld , ist man geneigt anzufügen.

Wie viel Scheinchen genau für eine Teilnahme rumkommen werden, ist noch unklar, darüber wird erst in diesem Frühjahr entschieden. Zwar müssen die Millionen künftig auf noch mehr Klubs verteilt werden, der Uefa bieten sich aufgrund des Zuwachses an Spielen aber noch mehr Möglichkeiten die TV-Rechte zu vermarkten. In Deutschland hat sich die Sendergruppe RTL die Übertragungen gesichert. Bislang nahmen 32 Teams an der Gruppenphase der Champions League teil, 48 waren in der Europa League vertreten – zusammen also exakt 80. Künftig sollen in allen drei Europapokalen jeweils 32 Teams spielen, was eine Gesamtzahl von 96 ergibt.

Conference League parallel zur Europa League

Spieltag der Conference League ist der Donnerstag, der Anpfiff erfolgt entweder um 18.45 Uhr oder um 21 Uhr – parallel zum älteren Bruder, der Europa League. Die Königsklasse Champions League wird weiterhin dienstags und mittwochs ausgespielt. Der Sieger der Conference League erhält neben einem Pokal auch das Startrecht in der Gruppenphase der Europa League für die darauffolgende Spielzeit. Der Gewinner der Europa League darf weiterhin in der Champions League ran. 2024 schließlich sollen die Cup-Reformen bewertet und über deren Fortsetzung, Ausbau oder Absetzung entschieden werden.

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