Spielstätte der Eintracht: Ein neuer Name muss her.
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Spielstätte der Eintracht: Ein neuer Name muss her.

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Eintracht Frankfurt: Vielleicht wird’s doch wieder das Waldstadion? Ein Kommentar

  • Stefan Krieger
    vonStefan Krieger
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Eintracht Frankfurt macht einen Schritt in die Zukunft und schließt den Blick in die Vergangenheit nicht aus. Ein Kommentar.

Es liest sich schon etwas sperrig, nicht nur auf den ersten Blick: Bis mindestens 30. Juni 2027 finden alle Veranstaltungen, Konzerte sowie die Spiele des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt also im „Deutsche Bank Park“ statt. Letztere natürlich nicht im Park an sich, sondern auf einem von Zuschauerrängen umgebenen Fußballplatz, dessen Name dem Vernehmen nach noch nicht feststeht, aber definitiv anders sein wird, als dies zuletzt der Fall war.

Man geht zur Eintracht

Zugegeben, das mit dem unglücklichen, etwas holprigen Namen war in der jüngeren Vergangenheit auch nicht besser. Kaum jemand wird auf die Frage, was sein Gegenüber denn am Wochenende so vorhabe, jemals gehört haben: „Ich gehe in die Commerzbank-Arena.“ Man ging und geht zur Eintracht oder halt ins Stadion. Oder noch kürzer, denn der Hesse an sich ist maulfaul: Man gehe "raus", denn wem zur Begrüßung ein „Gude“ reicht, versteht auch diese Antwort. Zustimmendes Nicken beiderseits und Feierabend.

„Arena“ hat sich niemals durchgesetzt, und der Name des Sponsors war nur für die Geschäftspartner von Bedeutung und maximal dem Kommentator des übertragenden TV-Senders eine Erwähnung wert.

Das Stadion der Eintracht: Ein Name muss her

Denkbar ist nun, da eine neue Bezeichnung her muss, die Reminiszenz an die Vergangenheit. „Waldstadion im Deutsche Bank Park“ könnte die Spielstätte der Eintracht in Zukunft also heißen, ob mit oder ohne koppelnde Bindestriche zwischen den Wörtern ist genauso offen wie die Bezeichnung an sich.

Man muss kein Hellseher sein, um zu prophezeien, dass sich das im Volksmund genauso wenig durchsetzen wird wie die Bezeichnung „Arena“ in den letzten 15 Jahren. Völlig unabhängig davon, ob das für die Namensrechte zahlende Kreditinstitut Commerzbank oder Deutsche Bank heißt.

Eintracht Frankfurt: Der Tradition verpflichtet

In Frankfurt und Umgebung wird man auch in Zukunft, wenn die Eintracht ein Heimspiel hat, ganz einfach ins Stadion gehen. Maximal noch ins Waldstadion, weil es halt beim Bau im Jahr 1925 so hieß, und man Tradition weder verordnen noch kaufen kann. Wichtiger als der Name wird aber sein, dass man möglichst bald überhaupt mal wieder ein Spiel dort sehen kann. Welche Buchstaben dann auf dem Dach der Hauptribüne angebracht sein werden, ist völlig egal.

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