1. Startseite
  2. Eintracht

Eintracht-Gegner in der Champions League: Im Aufbruch, im Umbruch, im Flow

Erstellt:

Von: Jakob Böllhoff, Jörg Hanau

Kommentare

Harry Kane
Tottenhams Starspieler: Harry Kane. © Michael Zemanek / Shutterstock / Imago Images

Tottenham, Sporting und Marseille sind die Eintracht-Gegner in der Champions League: ein Überblick.

Tottenham Hotspur: London bleibt der Sehnsuchtsort der Eintracht. Diesmal geht’s in den Norden der britischen Kapitale: Tottenham Hotspur, in der vergangenen Saison die Nummer vier in der Premier League und damit vermutlich der kleinste unter den großen Namen im englischen Vereinsfußball.

Von der Meisterschaft träumen die Hitzköpfe schon mehr als 60 Jahre: Der letzte nationale Meistertitel rührt aus dem Jahr 1961. International siehts für den achtmaligen FA-Cup-Gewinner nicht viel besser aus. Dem Sieg im Europapokal der Pokalsieger 1963 folgten zwei Uefa-Cup-Triumphe 1972 und 1984. Lang ist’s her.

Star der Mannschaft, die mit zwei Siegen und einem Remis gut in die neue Saison gestartet ist, ist Harry Kane. Der Mittelstürmer (185 Treffer für Tottenham) zählt zu den besten und begehrtesten Torjägern Europas. Dem Vernehmen nach steht er für 2023 auf der Wunschliste des FC Bayern.

Kane ist aber längst nicht das einzige bekannte Gesicht. Im Tor steht der französische Weltmeister Hugo Lloris. Heung-Min Son und Ivan Perisic kennt man hierzulande aus der Bundesliga. Und dann wäre da noch der Trainer: Antonio Conte. Der hitzige Italiener war nach dem 2:2 im Derby gegen Chelsea schlagzeilenträchtig mit seinem Kollegen Thomas Tuchel aneinander geraten - und sah Rot. (Jörg Hanau)

Sporting Lissabon: Unruhige Zeiten liegen hinter diesem stolzen Klub. Als Sporting vor vier Jahren die Qualifikation zur Champions League verpasste, stürmten 50 Maskierte das Trainingsgelände und gingen die Spieler körperlich an. Bas Dost, später bei Eintracht Frankfurt, erlitt Kopfverletzungen. Wenig später wurde Bruno de Carvalho festgenommen, der Präsident. Er soll den Angriff auf die Spieler durch Ultras befohlen haben, aus Unmut über das Verpassen der Königsklasse.

Da muten Sportings aktuellen Sorgen harmlos an. Sie sind sportlicher Natur. Nach Rang zwei in der Vorsaison (sechs Punkte hinter Meister FC Porto) hat das Team von Trainer Ruben Amorim, das diesen Sommer Innenverteidiger Jeremiah St. Juste von Mainz 05 verpflichtete, mit vier Punkten in den ersten drei Spielen einen Fehlstart hingelegt. Mal wieder haben wichtige Spieler Sporting verlassen, für Matheus Nunes gab es 45 Millionen Euro von den Wolverhampton Wanderers, für Nuno Mendes 38 Millionen von Paris St. Germain.

Der größte Könner im aktuellen Kader ist der 24-jährige Dribbler Pedro Goncalves. Außer natürlich, Sporting würde tatsächlich Cristiano Ronaldo zurückholen, Gerüchte besagen es. Dann wäre es wieder vorbei mit der Ruhe. (Jakob Böllhoff)

Olympique Marseille: In Marseille ging alles los. Ein Geisterspiel, das Eintracht Frankfurt aufschreckte. Damals, im September 2018, gewann das Team vom damaligen Trainer Adi Hütter vor leeren Rängen im Stade Velodrome zu Marseille, drehte dieses Auftaktspiel zur Europa League durch Tore von Lucas Torro und Luka Jovic nach Rückstand in einen 2:1-Erfolg gegen Olympique. Nach einem eher schwachen Saisonstart in der Liga begannen die Adler zu fliegen, das Abenteuer Europa endete erst im Halbfinale, an der Stamford Bridge in London.

In Marseille hat sich seitdem viel verändert und gleichzeitig wenig. Der südfranzösische Traditionsklub ist drauf und dran, sich hinter Paris St. Germain als zweitstärkste Marke in der Ligue 1 zu etablieren. Trainer Igor Tudor, ein kroatischer Ex-Profi hat auch in diesem Jahr wieder eine recht namhafte Mannschaft zur Verfügung.

Dabei hat Spielmacher Dimitri Payet, 35 Jahre alt, seine allerbesten Tage zwar schon hinter sich, für besondere Momente ist der Freistoßspezialist aber immer noch zu haben. Zuletzt bewährten sich die Verpflichtungen von Sechser Matteo Guendouzi und dem türkischen Flügelflitzer Cengiz Ünder.

Auf die Eintracht wartet ein guter, aber machbarer Gegner. Wie 2018. (Jakob Böllhoff)

Auch interessant

Kommentare