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Eintracht Frankfurt unterliegt Borussia Dortmund: Spieler in der Einzelkritik

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Von: Thomas Kilchenstein, Ingo Durstewitz

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Der eine, Kevin Trapp (rechts), konnte den Fehler des anderen, Martin Hinteregger, nicht mehr ausbügeln. An der guten Kameradschaft ändert das nichts.
Der eine, Kevin Trapp (rechts), konnte den Fehler des anderen, Martin Hinteregger, nicht mehr ausbügeln. An der guten Kameradschaft ändert das nichts. © dpa

Die Eintracht-Spieler nach der Pleite gegen Dortmund in der Einzelkritik: Lindström muss für die Entscheidung sorgen, mit Lammers Einwechslung kippt das Spiel.

Frankfurt - Lange Zeit sah es so aus, als sollte Eintracht Frankfurt mit einem Sieg in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga starten. Doch dann kam alles anders. Nach 2:0-Führung zog die SGE doch noch mit 2:3 gegen Borussia Dortmund den Kürzeren. Die Spieler der Eintracht in der Einzelkritik.

Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund: Gut dabei

Kevin Trapp: Hat seine herausragende Form über Weihnachten und einen Karibikurlaub hinüber ins neue Jahr gerettet: Klärte mehrfach in hoher Not, die beste Parade zeigte er schon nach 70 Sekunden, als er einen Kracher von Meunier über die Latte drehte. Hat nichts genutzt, dreimal schlug es dennoch ein.

Sebastian Rode: Lief, so lange ihn die Beine trugen, etwas mehr als eine Stunde also. War Dreh- und Angelpunkt, umsichtiger Spielleiter, kluge Pässe. Als er raus musste, kippte die Partie endgültig.

Rafael Borré: Unruheherd da vorne, hielt so manchen Ball unter Bedrängnis, aber auch viel Leerlauf, wenig eingebunden. Wären da nicht seine zwei persönlichen Glanzlichter gewesen: Tor zum 1:0, Tor zum 2:0. Doppelpack. Sein erster im Eintracht-Dress. Hätte ihn gewiss gegen drei Punkte oder auch nur einen Zähler eingetauscht.

Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund: Ganz okay

Daichi Kamada: Im ersten Abschnitt mit ganz feiner Klinge unterwegs, viele gute Kleinigkeiten, sehr elegant wie immer. Fiel dann aber auch merklich ab.

Tuta: Solide Leistung da hinten, im ersten Abschnitt fast fehlerlos. Konnte den Dortmundern im zweiten Durchgang aber auch nicht mehr so zusetzen, bei den Gegentoren einen Schritt zu spät.

Filip Kostic: Feuerte, wie immer, aus allen Lagen, aber auch oft zu unpräzise mit dem letzten Zuspiel. Bereitete die Führung mit einem Freistoß vor, auch mit der Flanke vor dem 2:0. Kann es aber insgesamt noch viel besser. Die Latte liegt halt hoch bei ihm.

Jesper Lindström: Hätte wegen eines positiven Corona-Tests eigentlich gar nicht spielen sollen, dann aber rechtzeitig freigetestet. Mit viel Elan, umtriebig, torgefährlich. Mitunter etwas zu eigensinnig. Schoss einmal freistehend ans Außennetz, versiebte die Riesenchance zum 3:0, die er sich durch einen Tunnel gegen Can selbst aufgelegt hatte. Den muss er machen.

Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund: So lala

Martin Hinteregger: Lange Zeit eine hervorragende Partie gegen Sturmkante Haaland, raubte ihm fast schon die Lust am Spiel. Aber dann: Kapitaler Bock vor dem 1:2, das den BVB zurück ins Spiel brachte. Ließ sich vor dem 2:2 zudem rauslocken, auch vor dem 2:3 mit unglücklichem Abwehrversuch. Schmälerte natürlich die Gesamtbetrachtung.

Evan Ndicka: Nicht immer auf der Höhe, mit ein paar Problemen auf seiner Seite, auch weil Vordermann Kostic halt offensiv denkt. Pech mit einem Pfostenschuss. Vor allem aber: Spielte zu häufig zurück zu Trapp – das hatte er sich eigentlich abgewöhnt.

Ajdin Hrustic: Darum bemüht, seine Position vor der Abwehr zu halten, das gelang ihm anfangs ganz gut. Wichtiger Ballgewinn vor dem 2:0. Insgesamt aber zu wenig im Spiel, zu wenig Traute. Zwei seiner drei Fernschüsse waren ganz dünn, dabei ist das seine große Stärke.

Timothy Chandler: Selten zu sehen, versuchte, seine Seite dichtzuhalten. Spielerische Lösungen sind bei ihm eher selten. Konnte bei den Gegentoren, vor allem beim ersten, nicht mehr entscheidend stören.

Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund: Schwächelnd

Kristijan Jakic: Kam als Einwechselspieler nicht auf Betriebstemperatur, fand nicht ins Spiel. Bezeichnend: Bezeichnend: Verlor vor dem 2:3 den Zweikampf im Mittelfeld  – und blieb stehen. Das geht so nicht.

Sam Lammers: Hatte in einer halben Stunde Spielzeit keinen Ball am Fuß, verlor fast alle Kopfballduelle. Auch vor dem 2:2, setzte dann nicht entscheidend nach. In dieser Verfassung keine Hilfe, eher eine Belastung fürs Team. Das reicht einfach nicht.

Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund: Zu spät gekommen

M. Hasebe, G. Paciencia. (dur/kil)

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