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Vielleicht nicht ganz so lange außer Gefecht: Sebastian Rode.

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Eintracht Frankfurt bastelt weiter intensiv am Kader 

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Unüberlegte Dinge wird es bei Fredi Bobic nicht geben, mit Augenmaß und Vernunft soll der neue Kader entstehen. 

Die nicht ganz unerwartete Veräußerung des Stürmers Luka Jovic für schlappe 70 Millionen Euro zu Real Madrid hat bei den Anhängern von Eintracht Frankfurt zwar einerseits für eine gewisse Wehmut gesorgt, aber keinesfalls für einen Rückgang des Interesses: Innerhalb von weniger als einer Stunde waren gestern auch die zusätzlich auf den Markt geworfenen 1000 Dauerkarten für die nächste, allerdings joviclose Saison losgeschlagen worden. 

Weniger als ein Prozent der Fans hatte die Jahreskarte nur zurückgegeben. Damit sind sämtliche zur Verfügung stehenden 31.000 Dauerkarten für die Bundesligasaison 2019/20 vergriffen. Beginnend mit der Europa-League-Qualifikation Ende Juli plant die Eintracht auch wieder eine Dauerkarte für die internationalen Heimspiele.

Jovic-Transfer erweitert finanziellen Spielraum

Und man darf mit einiger Sicherheit davon ausgehen, dass Eintracht Frankfurt auch in der neuen Runde eine „schlagkräftige Mannschaft“ auf die Beine stellen wird. Das hat Sportvorstand Fredi Bobic bereits angekündigt, Spuren sind längst gelegt worden, die Scoutingabteilung ist seit Wochen unterwegs, um personelle Abgänge entsprechend kompensieren zu können. Dem Tabellensiebten ist schon lange klar, dass der jüngste Höhenflug bei anderen Klubs Begehrlichkeiten geweckt hat; alle Leistungsträger werden die Hessen nicht halten können. Es werden andere, neue dazustoßen.

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Der finanzielle Spielraum ist durch den sehr warmen Geldregen aus Madrid ja größer geworden. Unüberlegte Dinge wird es bei Bobic nicht geben, mit Augenmaß und Vernunft soll der neue Kader entstehen. Es wird wieder eine Fluktuation geben, die sich im Rahmen halten wird. Einigen Spielern würde Eintracht Frankfurt keine Steine in den Weg legen, etwa Marc Stendera, an dem vier, fünf Klubs aus erster und zweiter Liga Interesse haben sollen, Taleb Tawatha, Jetro Willems, möglicherweise auch Jonathan de Guzman, oder den verliehenen Rückkehrern Felix Wiedwald, Nicolai Müller sowie Marijan Cavar. Max Besuschkow ist noch ein Jahr an Royal Saint Gilloise in Belgien ausgeliehen, Daichi Kamada, der leihweise beim VV St. Truiden auf sich aufmerksam gemacht hat, wird in Frankfurt einen neuen Anlauf nehmen.

Martin Hinteregger räumt Differenzen aus

Bleiben soll Martin Hinteregger, der sich aktuell mit der österreichischen Nationalmannschaft auf die EM-Qualifikationsspiele gegen Slowenien und Nordmazedonien vorbereitet. Der vom FC Augsburg ausgeliehene Verteidiger sieht die Schwierigkeiten mit seinem Stammverein als geklärt an. „Ich hatte Dienstag vor einer Woche ein gutes Gespräch mit Stefan Reuter, wir haben offen und ehrlich über alles gesprochen. Ich denke, wir haben die Differenzen ausgeräumt“, ließ sich der Abwehrmann in der „Sportbild“ zitieren. Hinteregger hatte sich im Winter despektierlich über den damaligen FCA-Trainer Manuel Baum geäußert, danach wurde er suspendiert. Mit der Eintracht ist er klar, es wird allerdings um die Ablöseentschädigung verhandelt. Einen zweistelligen Millionenbetrag fordert FCA-Manager Stefan Reuter. Er gilt als unnachgiebiger Verhandlungspartner. Das kann sich ziehen.

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„Mir geht’s so weit ganz gut“, ließ derweil Sebastian Rode aus seinem Urlaubsort hören. Ganz offensichtlich ist die Verletzung des Knorpels im Knie nicht ganz so schwerwiegend wie anfangs befürchtet. Der Knorpel musste demnach nicht größer operiert, sondern nur geschält werden. Aufsichtsratsboss Wolfgang Steubing sagte dem „Kicker“: „Man geht davon aus, dass er in drei Monaten wieder auf der Matte steht, wobei man das bei einer solchen Verletzung natürlich nie genau weiß.“ Rode, dessen Leihvertrag bei den Hessen endet, wollte „keine Wasserstandsmeldungen abgeben“. Steubing dazu: „Sebastian ist jetzt erst mal wieder bei Dortmund, aber wir sind daran interessiert, ihn unter unsere Fittiche zu nehmen.“

Endlich Urlaub hat jetzt auch Evan Ndicka. Am Dienstagabend schied Frankreich bei der U20-WM in Polen nach einem 2:3 gegen die USA im Achtelfinale aus.

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