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Käufer gesucht: Ante Rebic will weg.

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Eintracht Frankfurt: Bas Dost ist da und Ante Rebic (vielleicht) auf dem Absprung

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Eintracht Frankfurt präsentiert Bas Dost und wir sich von Ante Rebic verabschieden - vielleicht. Ein Kommentar. 

Am kommenden Montag, 18 Uhr, ist Feierabend. Endlich. An diesem Tag schließt hierzulande das Transferfenster, dann hat das Geschacher und Gepoker ein Ende, und erst dann wissen die Bundesligatrainer endgültig, mit welchem Kader sie zumindest bis zum Winter arbeiten können. Eintracht Frankfurt hat am Tag des 2. September 2019 bereits zehn Pflichtspiele absolviert – zum Teil mit einem abwanderungswilligen Spieler wie Ante Rebic, zum allergrößten Teil ohne den so dringend benötigten Topstürmer, der Bas Dost heißt.

Der Nachfolger der Spitzenkräfte Luka Jovic und Sebastien Haller hat lange auf sich warten lassen, die Verantwortlichen ließen auch nichts unversucht, um die Lösung mit dem 30 Jahre alte Niederländer, der von Sporting Lissabon kommt und sieben Millionen Euro Ablöse kosten wird, nur ja nicht als zweite Wahl erscheinen zu lassen.

Bas Dost mit dem Egoismus des Toptorjägers

Bas Dost hat in der Vergangenheit, in Wolfsburg und auch in Portugal, bewiesen, dass er einen ausgeprägten Torriecher hat und weiß, wo er stehen und wie er den Ball verarbeiten muss, um größtmöglichen Profit zu erzielen. Manch einer unkte, dass ihm dabei der persönliche Erfolg über dem des Teams gehe, wobei eine gesunde Prise Egoismus jeden Toptorjäger auszeichnet. Im Übrigen kann das eine, der persönliche Erfolg, das andere, den Erfolg der Mannschaft, ja bedingen. Das wäre so ziemlich der Idealfall.

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Sollte Bas Dost auch mit 30 Jahren noch den Anforderungen der Bundesliga gerecht werden, hätte die Eintracht zumindest einen Mann an Bord geholt, der ihr eine gewisse Anzahl an Toren garantiert. So einen hat sie gesucht – und auch dringend gebraucht. Das haben die ersten Partien der neuen Saison schon gezeigt. Der Sturmtank wird die Durchschlagskraft im Angriff gewiss erhöhen, ob es reichen wird, um auch nur annähernd an die alte Spielzeit anzuknüpfen, muss man abwarten. Zumal Riese Bas Dost im so wichtigen Playoffrückspiel am Donnerstag gegen Racing Straßburg noch gar nicht mitspielen darf.

Ante Rebic sollen keine Steine in den Weg gelegt werden

Ein anderer könnte dann vielleicht seine Abschiedsvorstellung in Frankfurt geben, der 25-Jahre alte Ante Rebic, um den sich seit vielen Wochen schon Wechselgerüchte ranken. Besonders viel spricht nicht dafür, dass der kroatische Nationalspieler, zurzeit ohnehin angeschlagen und daher auch am Montag nicht auf dem Trainingsplatz zugegen, auch nach dem 2. September noch in Frankfurt auflaufen wird. Bereits in der Endphase der vergangenen Saison war es zu atmosphärischen Störungen gekommen, das Binnenklima war belastet, und spätestens als sich der bullige Draufgänger auf der abschließenden Chinareise des Vereins dezent verhaltensauffällig gezeigt hatte, standen die Zeichen auf Abschied.

Die Verantwortlichen haben dem Spieler zugesagt, ihm keine Steine in den Weg zu rollen, wenn sie eine entsprechende Entschädigungssumme erhalten würden. Genau da liegt das Problem: Der Stürmer hat bislang keinen Klub gefunden und präsentiert, der seinen Ansprüchen genügt und zudem bereit ist, zwischen 40 und 50 Millionen Euro zu bezahlen. Die Eintracht will ihren Topspieler verständlicherweise nicht „verscherbeln“. Eine wenig komfortable Situation für alle Parteien, weil es sich die Eintracht nicht leisten kann, einenlustlosen Spitzenverdiener in ihren Reihen zu haben, der nicht unbedingt für gute Stimmung sorgt.

Andererseits sollte sich Rebic mal aus seinem Schmollwinkel herausbewegen, denn der Angreifer ist stets pfleglich behandelt worden und steht bei den Fans nicht nur wegen seines grandiosen Auftritts im Pokalfinale hoch im Kurs. Rebic sollte seinen eigenen Heldenstatus nicht fahrlässig aufs Spiel setzen.

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