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Letzte Ausfahrt Leverkusen: David Abraham (links) bestreitet am Dienstag sein allerletztes Auswärtsspiel für die Eintracht und trifft dabei auch auf den ehemaligen Kollegen Lukas Hradecky (rechts).
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Letzte Ausfahrt Leverkusen: David Abraham (links) bestreitet am Dienstag sein allerletztes Auswärtsspiel für die Eintracht und trifft dabei auch auf den ehemaligen Kollegen Lukas Hradecky (rechts).

SGE

DFB-Pokal: Eintracht Frankfurt fährt angstfrei zu Bayer Leverkusen

  • Ingo Durstewitz
    vonIngo Durstewitz
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In Leverkusen setzte es in den vergangenen Jahren ordentlich Prügel für Eintracht Frankfurt. Im DFB-Pokalspiel am Dienstag soll die schwarze Serie nun zu Ende gehen – auch ohne den gesperrten Filip Kostic.

  • Eintracht Frankfurt trifft im DFB-Pokal auf Bayer 04 Leverkusen.
  • Die SGE fährt ohne Angst ans Bayer-Kreuz.
  • Bayer Leverkusen gegen Eintracht Frankfurt weiter ohne Wirtz.

Frankfurt - Dies vorneweg: Leverkusen ist nicht Mainz. Beim Nachbarn aus der rheinlandpfälzischen Landeshauptstadt hatte die Eintracht bekanntlich seit 35 Jahren nicht gewonnen, ehe André Silva mit zwei Elfertoren diese rabenschwarze Serie am vergangenen Samstag eiskalt beendete und für kollektive Erleichterung im Frankfurter Lager sorgte. In Leverkusen hat die Eintracht indes schon ein paarmal obsiegen können, sechsmal insgesamt, das letzte Mal mit 1:0 vor gut sieben Jahren, Torschütze Marco Russ.

Aber ein wirklich gutes Pflaster ist die Arena unterm Bayer-Kreuz nicht für das hessische Aushängeschild in Sachen Fußball, in den letzten Jahren setzte es ordentlich Prügel und empfindliche Abreibungen. Die Resultate der fünf jüngsten Partien im Überblick: 0:4, 1:6, 1:4, 0:3, 0:3 - macht summa summarum null Punkte, dafür aber 2:20 Tore. Heidenei.

Eintracht Frankfurt: Keine guten Erinnerungen an Leverkusen

Als amtierender Cheftrainer hat Adi Hütter die beiden letzten Packungen zu verantworten, gerade das 1:6 ist ihm in schmerzlicher Erinnerung, 1:6 stand es nämlich schon nach 36 Minuten, und wer weiß, wie debakulös es geendet hätte, wenn die Werkself so entfesselt weitergespielt hätte, wie sie begonnen hatte. Es war die dunkelste (halbe) Stunde im Trainerleben des 50 Jahre alten Fußballfachmanns. „Da haben wir fürchterlich ausgesehen“, sagt Hütter rückblickend und schiebt grundsätzlich nach: „In Leverkusen haben wir uns bis jetzt immer sehr, sehr schlecht präsentiert.“

Der Coach hofft, dass der Heimvorteil für die Rheinländer nicht entscheidend ins Gewicht fällt, weil keine Fans zugegen sein werden, andererseits ist nun das Bayer-Stadion mit seinem eher zurückhaltenden Publikum nicht gerade als Ursprungsort des Hexenkessels bekannt. Das 0:4 der Eintracht am 7. März 2020 war übrigens das letzte Spiel vor vollem Haus, danach stellte Corona das Leben auf den Kopf – wer hätte das vor einem Jahr gedacht.

Hütter hofft im DFB-Pokalduell am Dienstagabend (20.45 Uhr/Sky) auf ein Ende der Sparringspartner-Auftritte seines Ensembles. „Vielleicht geht diese Serie jetzt auch zu Ende“, sagt der Österreicher. Dazu müsste die Eintracht ihre Hasenfüßigkeit und ihre Angst vor den Vorstellungen in Leverkusen ablegen und sich eher an den Spielen in Frankfurt orientieren, da sieht es nämlich ganz anders aus, da hat die Hütter-Eintracht alle Vergleiche für sich entschieden: 2:1, 3:0, 2:1. Es ist also nicht so, dass die Frankfurter den spielstarken Bayer-Mannen per se unterlegen sind, und vielleicht sollten sie das Aufeinandertreffen gegen den ohnehin wackelnden Gegner einfach als das begreifen, was es de facto ist: nämlich ein Spiel elf gegen elf auf neutraler Wiese.

Zum Spiel

Leverkusen: Hradecky – L. Bender, Tah, Tapsoba, Sinkgraven – Baumgartlinger – Demirbay, Amiri – Bailey, Schick, Diaby.

Frankfurt: Trapp – Abraham, Hinteregger, Ndicka – Durm, Sow, Hasebe, Zuber – Barkok, Younes – Silva.

Der Eintracht fehlen: Kostic (Rotsperre), Ache (Aufbautraining nach Sehnen-OP).

Die Eintracht wird alles daran setzen, ins Achtelfinale einzuziehen, dort würde Anfang Februar der Regionalligist Rot-Weiss Essen warten. Eine lösbare Aufgabe. „Der Pokal ist ein Wettbewerb, der uns liegt“, bekundet der Trainer. In den zurückliegenden vier Jahren kamen die Frankfurter zweimal ins Finale, holten einmal den Pott und scheiterten in der abgelaufenen Saison im Halbfinale knapp am FC Bayern München.

Die Hessen gehen mit einem guten Gefühl ins Spiel, zehn Punkte aus den letzten drei Begegnungen haben sie eingefahren, zuletzt dreimal nacheinander gewonnen, vor zehn Tagen auch Bayer Leverkusen in die Schranken gewiesen, völlig verdient. „Wir wollen unsere aktuelle Form mitnehmen“, berichtet Hütter.

Eintracht Frankfurt ohne Filip Kostic

Auf Leistungsträger Filip Kostic muss er dabei verzichten, er ist im Pokal noch zwei Spiele gesperrt. Sehr wahrscheinlich wird Steven Zuber die Rolle des Serben am linken Flügel einnehmen. Vielleicht baut der Trainer auch mal wieder Aymen Barkok ein. Er habe mit allen drei Offensivakteuren, Amin Younes, Daichi Kamada und Barkok, gemeinsam gesprochen und ihnen erklärt, dass „wir unglaublich viele Spiele haben“ und jeder gebraucht werde. „Zuletzt hat es mal Aymen erwischt“, sagt Hütter über Barkok, der gegen Leverkusen und in Mainz auf der Bank saß.

Und womöglich gönnt der Trainer auch Makoto Hasebe mal eine Pause und setzt auf Sebastian Rode. Denn der Pokal ist ja nur das Zubrot, die Liga der Alltag, und da hat Hütter einiges vor. „Es bricht jetzt eine unheimlich wichtige Phase an“, sagt er, in den kommenden Wochen könne sich seine Mannschaft tabellarisch weiter nach vorne schieben und einnisten. Daher gehe es auch in der Personalauswahl darum, „im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen zu treffen.“

Eintracht Frankfurt: Letztes Auswärtsspiel für David Abraham

Ganz sicher wird Kapitän David Abraham auflaufen, es ist seine letzte Dienstreise und sein vorletztes Spiel für die Eintracht – nach der Partie am Sonntag gegen Schalke ist für ihn Schluss, dann kehrt er heim nach Argentinien.

Ein neuer Stürmer wird am Dienstag nicht an Bord sein, und ob Joshua Zirkzee von den Bayern der auserwählte sein wird, ist offen. Nach dessen Roter Karte nach unabsichtlichem, aber rüdem Tritt ins Gesicht von Torwart Marco Hiller im Drittligaspiel gegen 1860 München droht dem 19-Jährigen eine lange Sperre.

Für den avisierten Wechsel wäre ein wochenlanger Ausfall Gift, und so sagt Adi Hütter auch: „Das ist ein Kriterium, worüber wir nachdenken müssten.“ Generell sei man an Zirkzee interessiert, bisher kamen die Parteien jedoch nicht überein. „Es wird wahrscheinlich länger dauern“, sagt Hütter, gibt sich aber auch für den Fall eines Scheiterns ganz entspannt: „Wenn eine Tür zugeht, geht eine andere auf.“

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