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Teuer, trotz Verletzung: Sebastian Rode.

SGE-Kader

Eintracht Frankfurt bastelt an neuem Team - Was wird aus Rode?

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Eintracht Frankfurt bastelt im Hintergrund am neuen Team. Was wird aus Sebastian Rode?

Dieser Tage hat Michael Zorc, Sportdirektor bei Borussia Dortmund, einen Einblick in seine sportlichen Überlegungen für die neue Saison gegeben; es war nur ein kleiner, kein Sportfunktionär lässt sich gerne in die Karten gucken, selbst wenn der BVB mit seiner Kaderplanung nach den Zugängen der Herren Mats Hummels, Nico Schulz, Julian Brandt und Thorgan Hazard schon ziemlich weit ist. Dafür geben die Dortmunder sehr viel Geld aus, an Gehalt, und an Ablöse, wohl um die 100 Millionen Euro.

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Und es wird beim Trainingsstart Anfang Juli ziemlich viel Gedränge herrschen, kommen doch noch eine Reihe von Leihspielern zurück, Jeremy Toljan, André Schürrle, Shinji Kagawa oder auch Sebastian Rode. Lieber heute als morgen würde Manager Zorc diese Kicker von der Gehaltsliste haben, allerdings nicht zum Nulltarif. Zorc gilt in der Branche als harter Verhandler. 

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Selbst im Falle von Sebastian Rode, der zwar noch ein weiteres Jahr vertraglich gebunden ist an den BVB, in dessen Planungen er aber überhaupt keine Rolle mehr spielt, schwebt ihm eine Ablöse in Höhe von fünf Millionen Euro vor. Viel Geld für einen Spieler, der im Mai wegen eines Knorpelschadens im Knie erneut unters Messer musste und bei dem im Augenblick kaum abzusehen ist, wann er wieder Fußballspielen kann. Hätte er sich diese Verletzung nicht zugezogen, so wäre sein Preis deutlich höher gewesen, heißt es aus Dortmund. Sein momentaner Marktwert liegt bei drei Millionen. Steine, immerhin, würden die Westdeutschen dem Hessen, vor drei Jahren für zwölf Millionen Euro von Bayern München verpflichtet, nicht in den Weg legen. Rode, der nach seinem Urlaub zurück in Frankfurt ist, würde auch liebend gern weiter fürEintracht Frankfurt spielen. In trockenen Tüchern freilich ist noch nichts: „Alles ist ruhig“, sagt Michael Zorc. Die Wechselbörse hat noch lange nicht Fahrt aufgenommen.

25 Spieler für Europa

Auch in Frankfurt ruht still der See, selbst eine knappe Woche vor dem offiziellen Trainingsbeginn am Montag, mit den medizinischen Checks. Gut, Dejan Joveljic, der serbische Perspektivstürmer, ist fest an der Angel, ansonsten ist noch vieles im Ungefähren. Das liegt an der Frankfurter Politik, nichts zu überstürzen. Zeit, um den Kader bundesligafest zu machen, ist ja noch bis zum 2. September. Die Eintracht wird sich nicht treiben lassen.

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Erstaunlicherweise dringt auch relativ wenig nach außen; es sei denn, die Spieler äußern sich selbst in den Sozialen Netzwerken. Rodrigo Zalazar etwa, ein 19 Jahre alter Uruguayer, der in der zweiten Mannschaft des FC Malaga spielt, postete ein Video von seiner Fahrt vom Frankfurter Flughafen in die Stadt. Der Verteidiger soll bereits beim Medizincheck gewesen sein.

Oder spanische Zeitungen, wie „AS“ oder „Marca“, melden sich mit halbwegs verlässlichen Nachrichten zu Wort. In Spanien stecken Vereine und/oder Berater viel mehr durch, zeitweilig wird damit auch die Transferpolitik gesteuert. Relativ früh war deshalb auch der Wechsel von Luka Jovic zu Real Madrid in der Öffentlichkeit, deshalb ist auch an der Verpflichtung des spanischen Linksverteidigers Alfonso Pedraza vom FC Villarreal mehr dran als an vielen anderen Gerüchten, die sich um Namen wie Joe Aribol (Charlton Athletic), Andrea Pinamonti (Frosinone Calcio), Rade Krunic (FC Empoli), Stanley N’Soki (Paris St. Germain), Jose Macias (Club Leon FC), Dylan Bronn (KAA Gent), Musa Barrow (Atalanta Bergamo) oder Adolfo Gaich (San Lorenzo) drehen.

Spannend wird auch die Frage sein, wen Eintracht Frankfurt bis zum 19. Juli für das erste Europa-League-Spiel am 25. Juli gegen Radniki Nis oder Flora Tallin bei der Uefa meldet. Die Regeln schreiben vor, veröffentlicht jetzt der „Kicker“, dass maximal 17 Profis des aus 25 Mann bestehenden Kaders im Ausland ausgebildet worden sein dürfen. Dazu müssen mindestens vier Spieler bei der Eintracht ausgebildet worden sein. Das bedeutet: Sie müssen zwischen dem 15. und 21. Lebensjahr drei Jahre bei der Eintracht gespielt haben. Jan Zimmermann, Timothy Chandler und Marco Russ erfüllen diese Vorgabe, alle drei gehören aber nicht zum Stammpersonal. Weitere vier Profis müssen in Deutschland ausgebildet worden sein.

Immerhin darf der Kader vor der dritten Quali-Runde und den Playoffs komplett neu nominiert werden. Für die Gruppenphase dürfen zwei weitere Spieler nachgemeldet werden, schreibt das Sportmagazin. Dann sollte auch der Bundesligakader stehen.

(Thomas Kilchenstein)

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