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Gutes Abschlusszeugnis: Nicht immer, aber oft genug hatten sie Grund zum Feiern, die Fußballprofis der Eintracht.

Saisonbilanz

Eintracht-Frankfurt-Abschlusszeugnis: Note 2

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    Ingo Durstewitz
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Vom Musterschüler über den Hinterbänkler bis hin zum Sitzenbleiber: Die Fußballspieler der Frankfurter Eintracht in der Einzelkritik.

Musterschüler

Filip Kostic (34 Bundesligaspiele/6 Tore - 12 Europa-League-Spiele/4 Tore): Halb Mensch, halb Maschine. Wird niemals müde, allenfalls erst ganz am Ende. Rennt die Linie rauf und runter, sprintet mit am häufigsten, schaufelt ligaweit die meisten Flanken (157) in den Strafraum. Die Entdeckung der Saison, seine Rückversetzung nach links hinten war die beste Entscheidung. Seine Power, seine Dynamik haben die Mannschaft auf ein anderes Niveau gehoben. Bester Vorlagengeber (13), zudem erstaunlich defensivstark. Chapeau. Spielt zur Entspannung mit seinen Balkan-Freunden „Mensch ärger dich nicht“.

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Luka Jovic (32/17 - 14/10): Seine Quote spricht Bände: 27 Tore in 46 Pflichtspielen, das ist herausragend gut, er ist eine Klasse für sich. Trifft aus jeder Lage, er riecht die Tore, steht instinktiv richtig, eiskalt. Seine Abschlussqualität sucht seinesgleichen, lässt auch Schwieriges ganz leicht aussehen. Mann ohne Nerven, hämmert schon mal einen Elfer in der 99. Minute in den Winkel oder versenkt ihn im Nervenduell vom Punkt im Halbfinale an der Stamford Bridge. Oder er trifft gleich fünf Mal in einem Spiel wie weiland gegen Düsseldorf, das hat kein Eintracht-Spieler vor ihm geschafft. Enorm abgeklärt für sein Alter, der Serbe ist ja erst 21. Muss aber dringend an seiner Körpersprache arbeiten, wirkt manchmal phlegmatisch oder gar lustlos, auch sein Defensivverhalten sollte er überdenken. In den letzten Spielen abgetaucht, vielleicht war er schon mit seinen Gedanken woanders, in Madrid etwa. Wird wohl zu Real wechseln, die Frage ist nur, ob für 50, 60 oder 70 Millionen Euro. Schade eigentlich.

Historischer Fünferpack gegen Düsseldorf: Luka Jovic.

Makoto Hasebe (28/0 – 14/0): Trinkt zwar keinen Wein, spielt aber so: Je älter, desto besser. Musste 35 Jahre alt werden, um in der Form seines Lebens zu sein. Abgeklärt, abgezockt, trifft immer die richtigen Entscheidungen. Stabilisiert als Libero die Abwehr, baut das Spiel auf, steht meist richtig. Stratege und Ruhepol. Musste zum Schluss den Saisonstrapazen Tribut zollen. Wollte noch einmal Champions League spielen, klappte nicht. Wird einen neuen Anlauf nehmen.

Sebastien Haller (29/15 – 10/5): Vielleicht der wichtigste Spieler des Teams. Weil er im Zentrum die Bälle anzieht und verteilt, weil er der Erste ist, der attackiert, weil er kaum ein Kopfballduell verliert, weil er Tore schießt und zu Toren auflegt (14). Schwer vom Ball zu trennen, präsent, eine Figur zum Anlehnen. Ist zu einer echten Führungskraft geworden. Als er wegen hartnäckiger Bauchmuskelbeschwerden wochenlang fehlte, gab es einen Bruch im Frankfurter Spiel. Wollte nun nicht versprechen, dass er bleibt. Die Eintracht sollte ihn aber halten, um jeden Preis.

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Sebastian Rode (12/0 – 8/1): Großes Kämpferherz, riesengroßer Pechvogel. Verletzte sich schwer am Knorpel, mal wieder. Sein Körper ist den Belastungen viel zu oft nicht gewachsen. Das ist schade. Gesund ist der Seppl im defensiven Mittelfeld ein Gewinn für die Mannschaft, unermüdlich unterwegs, kein Zweikampf ist zu hart, dass er ihm aus dem Weg gehen würde (was manchmal vielleicht besser wäre). Hat spielerisch enorme Fortschritte gemacht, kurbelt das Spiel an. Und belohnte sich mit seinem Treffer zum 2:0 gegen Benfica. Wird er wiederkommen? Man würde es ihm gönnen.

Martin Hinteregger (33/3 – 7/1): Kam in der Winterpause nach einem frechen Spruch aus Augsburg. Brauchte nur eine Halbzeit, um in Frankfurt anzukommen. Fühlte sich gleich heimisch und pudelwohl. Sofort Stammspieler, sofort Leistungsträger, sofort Publikumsliebling, was ihn, den grüblerischen Ziehharmonikaspieler, selbst am meisten verwunderte. Knallharter Verteidiger, links wie rechts. Bekam bald einen eigenen Song („Hinti Army“). Verschoss in London einen Elfmeter. „Das nagt an mir“, sagt er. Würde liebend gerne bleiben, was nicht sicher ist, weil er noch bis 2021 beim FC Augsburg unter Vertrag steht. Wird nicht günstig für die Eintracht, zehn Millionen Euro stehen im Raum. Viel Zaster für einen Verteidiger.

Zweite Reihe

Danny da Costa (34/2 - 14/2): Dauerbrenner auf rechts, hat alle 50 Pflichtspiele absolviert – so viele wie kein Eintracht-Profi seit Uwe Kliemann 1972/73. Kein Wunder, dass er zum Schluss auf dem Zahnfleisch ging, in den letzten Partien wirkte er ausgelaugt und platt, sein Spiel war arg fehlerbehaftet. Als es gut lief, wurde er sogar kurzzeitig für die Nationalelf ins Gespräch gebracht. Dazu müsste er an der Präzision seiner Flanken arbeiten. Dennoch: Ein wichtiger Spieler, keine Frage. Witziger Typ, interviewt sich schon mal selbst.

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Ante Rebic (28/9 – 9/1): Mitglied der berühmten Frankfurter Büffelherde. Einer, der den Unterschied ausmachen kann. Hat er zuletzt aber zu wenig getan. Enorme Power, ein Mann mit Urgewalt, ungestüm, meist nicht zu stoppen. Aber: Er verzettelt sich, will oft mit dem Kopf durch die Wand, dribbelt in drei, vier Mann hinein, spielt zu unstrukturiert. Seine ersten Ballkontakte sind schlampig. Wenn er richtig geschickt wird, wird es brandgefährlich. Lässt – trotz neun Toren – zu viele Chancen ungenutzt.

Kevin Trapp (33/0 – 12/0):

Ehrgeizig wie kaum ein Zweiter, jedes Gegentor empfindet er als persönliche Beleidigung, musste zuletzt in zwei Auswärtsspielen elf Bälle passieren lassen. Hat ihm nicht gefallen, ganz und gar nicht. Guter Rückhalt unter der Latte, prima Fußballer, zudem als Persönlichkeit respektiert und anerkannt, sein Wort hat Gewicht. Man würde sich dennoch wünschen, er hielte ein paar Unhaltbare mehr. Aber wahrscheinlich ist das nur Meckern auf hohem Niveau. Bringt eine Prise Glamour und Celebrity in die Kabine.

Zumeist ein sicherer Rückhalt: Kevin Trapp.

Evan Ndicka (27/1 - 9/0): Lange Zeit eine der Entdeckungen, erstaunlich routiniert räumte der Innenverteidiger mit dem linken Fuß hinten alles ab, mit einem guten Auge und guter Spieleröffnung. Sehr elegant obendrein. Fiel bei Trainer Adi Hütter dann aber nach dem verursachten Strafstoß in Lissabon samt Roter Karte in Ungnade, konnte damit schlecht umgehen. Zum Schluss gar nicht mehr im Kader. Wird einen neuen Anlauf nehmen, Talent und Potenzial hat der 19-Jährige. Die Eintracht könnte ihn, wenn sie wollte, schon jetzt für 20, 25 Millionen Euro verkaufen. Wäre ein gutes Geschäft, geholt hat sie ihn für sechs Millionen aus Auxerre. Für ihn geht die Saison weiter, er ist in den Kader der französischen U20 für die WM in Polen nominiert. Könnte länger dauern, das Finale ist am 15. Juni.

Gelson Fernandes (28/1 - 9/0): Ein Vorbild in puncto Einsatz, Einstellung und Willen, gibt nie auf, läuft wie ein Duracellhase, haut sich voll rein. Steht dummerweise mit dem Spielgerät so ziemlich auf Kriegsfuß, trägt zum Spielaufbau nichts bei, ist ein reiner Zerstörer. Der alte Haudegen, 32, ist aber wichtig fürs Binnenklima, guter Geist der Mannschaft, polyglott und weltoffen. So einen braucht man.

Goncalo Paciencia (11/3 - 6/1): Lange verletzt, als er wieder fit war, durfte er zeigen, was er kann. Das sind in erster Linie Kopfballtore. Machte alle vier seiner Treffer mit dem Schädel, darunter zwei sehr wichtige: Den Siegtreffer zum 3:2 in der Nachspielzeit gegen die TSG Hoffenheim und das 2:4 in Lissabon – dieses Tor öffnete überhaupt erst das Tor zum Halbfinale. Dort avancierte er zum tragischen Helden, als er in London den entscheidenden Elfer verschoss – das Aus nach heroischem Kampf. Ist nicht der Schnellste, aber mit feiner Technik. Dufte zum Schluss kaum mehr stürmen – warum auch immer.

Hinterbänkler 

Mijat Gacinovic (29/0 - 14/2): Immer mit Herz und Willen dabei, attackiert den Gegner, lässt ihn nicht zur Ruhe kommen, stiebitzt auch viele Bälle. Das Blöde daran: schenkt sie zu oft wieder her. Sein ganzes Spiel ist zu zapplig, zu ungenau, zu jugendlich, ja naiv. Hat Potenzial, kann kicken, aber trifft viel zu häufig die falschen Entscheidungen. Spielt Pässe, die niemals ankommen können, außer die Verteidiger würden sich urplötzlich in Luft auflösen. Hat in der Liga keinen einzigen Treffer erzielt und zwei Törchen vorbereitet – das ist für einen Offensivspieler viel zu wenig. Muss sich steigern und sein Spiel überdenken, wenn er endlich mal durchstarten will.

Simon Falette (7/0 - 7/0): Eisenfuß mit Herz, Mentalitätsspieler. Auf den Verteidiger ist Verlass, er steht seinen Mann, wenn er gebraucht wird. Im wichtigen Rückspiel gegen Lissabon mit einer bärenstarken Leistung, die ihm nicht alle zugetraut haben. Ist aber keiner, der das Team dauerhaft aufs nächste Level hieven kann, dazu ist er fußballerisch zu limitiert. Sehr beliebt innerhalb der Mannschaft, immer gut gelaunt, lacht gerne und viel. Spaßvogel, aber kein Clown. Vielleicht bleibt er ja sogar in Frankfurt.

Almamy Touré (7/0 - 0/0): Kam in der Winterpause aus Monaco. Stammt aus einer reinen Fußballerfamilie, der Vater, die Brüder – alle haben oder hatten den Ball am Fuß. Hat geholfen beim Sprung aus dem Banlieue im Pariser Norden. Feiner Techniker für einen Verteidiger, hatte keine Probleme, sich in die Mannschaft einzufügen, zuletzt aber fehlerhaft. Lebhafter Kerl, offen und aufgeschlossen.

Sitzenbleiber 

David Abraham (17/0 – 8/0): Eine der Enttäuschungen der Saison. Konnte nie an die Leistungen der letzten Jahre anknüpfen. Gut, der Kapitän war häufig verletzt, die Wade zwickte, dennoch: wackelig in den Zweikämpfen, sein Spielaufbau beschränkt sich auf Langholz, seine Torgefahr bei Standards tendiert trotz ordentlicher Kopfballstärke gen Null. Immerhin noch schnell, aber auch nicht mehr im Windhund-Stil. Wird bald 33 Jahre, wird sich noch mal gewaltig steigern müssen.

Jonathan de Guzman (28/3 - 9/0): Das Spiel hat ihn irgendwie überrollt, der Routinier, 31, kommt nicht mehr so ganz mit, wirkt körperlich und gedanklich zu langsam. Konnte das Spiel kaum mehr prägen und ihm Struktur verleihen, dabei ist er ja ein guter Kicker. Könnte den Verein im Sommer verlassen – trotz Vertrages bis 2020.

Jetro Willems (23/0 - 11/0):

Keine gute Saison für den Niederländer, eher das genaue Gegenteil. Die halbwegs ordentlichen Spiele kann man an zwei, drei Fingern einer Hand abzählen. Ihm fehlt die Seriosität, die Zielstrebigkeit, macht oftmals das Falsche, insgesamt viel zu verschnörkelt. Der zum Mittelfeldspieler umgeschulte Linksfuß wirkt oft pomadig, die Krönung war sein Auftritt in Leverkusen (1:6). Da wurde er noch in der ersten Hälfte vom Platz geholt – und seitdem nicht mal mehr in den Kader berufen. Zu Beginn der Saison, noch als linker Verteidiger, zweimal vom Platz gestellt. Das waren, überspitzt formuliert, seine besten Taten: Dadurch erst wurde Filip Kostic zu einem verkappten Linksverteidiger umfunktioniert. Hat einen Vertrag bis 2021, die Eintracht würde ihn aber vorzeitig abgeben, am besten sofort.

Zu viele Fehlstunden 

Marc Stendera (7/0 - 4/0): Hat in diesem Jahr genau 21 Minuten gespielt, 17 im Achtelfinale bei Inter Mailand, drei in Bremen, eine gegen Freiburg. Das ist verdammt wenig. Kommt insgesamt auf elf Pflichtspieleinsätze, nur ein Einsatz von Beginn an, in Limassol, da wurde er prompt vom Platz gestellt. Zuletzt, auch wegen eines Hexenschusses, gar nicht mehr im Aufgebot, in der Versenkung verschwunden. Das Eigengewächs, immer noch erst 23, müsste sich dringend verändern, sollte sich trotz Vertrages bis 2020 einen neuen Verein suchen, er muss unbedingt spielen. Das in Frankfurt hat keinen Sinn mehr.

Marco Russ (5/0 – 4/0):

Soll als „wichtiger Bezugspunkt für viele junge Spieler“ und als „regionaler Anker in unserer internationalen Truppe“ fungieren, sagte Vorstand Fredi Bobic und verlängerte den Vertrag mit dem zweitältesten Spieler. Klingt, wenn man mal überzeichnet, ein bisschen nach Maskottchen, wirkt offenbar mehr nach innen. Hat im Jahr 2019 genau 23 Minuten spielen dürfen, gegen Bremen beim 2:2. Zuletzt zwickte die Achillessehne, auch gesund durfte er nur selten spielen. Hat seine Rolle aber akzeptiert, für den Routinier zählen seit seiner Krebsoperation ohnehin andere Prioritäten.

Lucas Torro (8/0 – 3/1): Brauchte eine Weile bis zur Normalform, dann bremste den Spanier der plötzliche Tod eines Bruders und eine Schambeinentzündung aus. Durchwachsene Saison. Hat seine Stärken unbestritten in der Luft, enorm kopfballstark, das ist vorbildlich. Leidlich ballsicher, aber mit Tempodefizit. Ein wichtiges Tor im Europapokal in Marseille, natürlich per Kopf. Das war früh in der Saison. Nimmt einen neuen Anlauf.

Frederik Rönnow (2/0 - 2/0): Kam als Nummer eins, dann streikte das Knie und die Zweifel der Eintracht-Bosse wuchsen. Sie setzten ihm Kevin Trapp vor die Nase und Rönnow schaute in die Röhre. Ob er Stammtorwart wird, selbst wenn Trapp gehen sollte, ist zweifelhaft. Alle Vorbehalte konnte der lustige Kerl nicht ausräumen. Hat sich aber stets tadellos und loyal verhalten, ist anerkannt in der Gruppe. Wird wohl dennoch gehen, er muss spielen, um nicht aus der dänischen Nationalelf zu fliegen.

Jan Zimmermann (0/0 -0/0): Er sei nicht „Mutter Theresa“ hat er im FR-Interview gesagt, als er auf seine Rolle angesprochen wurde. Als dritter Torwart ist die vielfältig, vor allem im Hintergrund: das Trainingsniveau hoch halten, die beiden anderen Schlussleute vor ihm pushen und keine schlechte Laune verbreiten. Das tut der sozialkompetente „Zimbo“, er versteht sich als guter Geist, als einer, der für eine entspannte Atmosphäre sorgt, der hilft und bereit steht. Sogar noch zwei weitere Jahre lang. Auch an der Konsole virtuos: Steht im E-Sports-Bundesligateam der Eintracht, kam da bisher aber nicht zum Einsatz. Wie im echten Torwartleben quasi.

Taleb Tawatha (3/0 – 3/0): „Schnellster Spieler Israels“ sei er, sagte Sportdirektor Bruno Hübner, einmal spielte er sogar Linksaußen (in Freiburg), in der Rückrunde erschien er blond zum Training, sorgte als Israeli im Multikultiteam für einen weiteren Länderpunkt – und sonst? Ist nicht viel übrig geblieben vom Linksverteidiger, der sich nie durchsetzen konnte und zuletzt wegen einer OP am Sprunggelenk ohnehin auf Eis lag. Sein Vertrag läuft aus, er wird den Klub verlassen. Tiefe Spuren hat er nicht hinterlassen.

Branimir Hrgota (1/0 - 0/0): Spielte in dieser Saison genau vier Minuten, beim 7:1 gegen Düsseldorf. Sonst nie. Doch, in Testspielen, da trifft er verlässlich. Hat am Wochenende in der Regel frei, wird so gut wie nie für den Kader nominiert. Findet das offenbar nicht so schlimm, machte keine Anstalten, den Klub zu verlassen. Dabei gab es sogar Angebote. Muss jetzt gehen, sein Vertrag läuft aus. Wird sich womöglich umgucken, kennt ja Fußballspiele seit einem Jahr nur aus dem Fernsehen.

Tuta (0/0 - 0/0): Hat es immerhin zweimal in den Kader geschafft, der 19 Jahre alte Brasilianer. Zu einem Einsatz hat es nicht gelangt. Der Feingliedrige hat Talent, aber ob es der Abwehrspieler wirklich in der Bundesliga schafft, lässt sich seriös nicht beantworten. Kommt zumindest ganz gut zurecht in der neuen Welt, nach dem Training gibt er sich volksnah, schreibt gerne und fleißig Autogramme.

Es fehlte entschuldigt

Timothy Chandler (1/0 - 0/0): Wurde frenetisch gefeiert, als er in Leverkusen sein Comeback geben durfte. Hinter dem Frankfurter Bub, 29 auch schon, liegen harte Monate, kämpfte nach seinem Knorpelschaden im Knie in der Reha gegen ein mögliches Karriereende – hat geklappt. Es ist dem lebensfrohen und beliebten Verteidiger zu gönnen, sein sonniges Gemüt half ihm in der schweren Zeit. Vielleicht kann er in der neuen Runde ja sogar ein bisschen Druck auf Danny da Costa ausüben, Konkurrenz belebt ja das Geschäft.

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