+
Europa League - und Eintracht Frankfurt will wieder lange dabei sein.

Europa League

Trotz Unwägbarkeiten: Wie die Eintracht-Fans ihre Mannschaft durch Europa begleiten

  • schließen

Die Fans werden die SGE erneut durch Europa begleiten – allen Unwägbarkeiten zum Trotz. Am Mittwoch wird die zweite Runde ausgelost.

Frankfurt - Es geht nicht nach Rom, Mailand oder London. Die drei Weltstädte werden zwar zu Beginn des beliebtesten Liedes in der Eintracht-Fankurve besungen. Doch in der Qualifikation für die Europa League – die Frankfurter müssen ihre ersten Spiele am 25. Juli und 1. August bestreiten – warten andere Gegner. Etwa Häcken bei Göteborg. Der dortige Bollklubben (BK) wurde schwedischer Pokalsieger. Oder Konstanza in Rumänien. Denkbar sind grundsätzlich auch Kontrahenten aus Armenien (FC Lori Wanadsor), Georgien (FC Torpedo Kutaissi) oder von den Faröer Inseln (B 36 Torshavn). Ob diese Mannschaften schon in der zweiten Qualifikationsrunde, die heute ausgelost wird, als Gegner infrage kommen, ergibt sich aus der Zuteilung der Teams auf verschiedene Töpfe durch die Uefa, die bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet war

Eintracht Frankfurt kann sich auf Fans verlassen

Was auch immer die Ziehung ergeben wird: Die Eintracht, da ist sich Vorstand Axel Hellmann sicher, kann sich auch gegen weniger prominente Namen auf die Unterstützung ihrer Fans verlassen. Am Montag hat der Verkauf der Dauerkarten für die Europapokalsaison begonnen. Das erste Zugriffsrecht haben Fans, die eine Dauerkarte für die Bundesliga haben, danach folgen Mitglieder. Die Resonanz war erwartet groß, schon nach 24 Stunden waren 15 000 Saisontickets verkauft. Gut möglich also, dass die Eintracht demnächst für alle Europacup-Heimspiele – von der ersten Qualifikationsrunde bis zu einem möglichen Halbfinale – ein ausverkauftes Stadion vermelden wird.

Lesen Sie bei fr.de* das Interview mit Axel Hellmann über die Pläne der SGE

Und auswärts? Während RB Leipzig im vergangenen Jahr zum Qualifikationsspiel in Rumänien von sieben (!) Anhängern begleitet wurde, geht Hellmann davon aus, dass eine stattliche Zahl von Eintracht-Fans ihre Mannschaft zur Not in sehr entlegene Winkel Europas begleiten würde. „Und das, obwohl nach der vergangenen Europacup-Saison viele Fans tief im Dispo sind und eigentlich auch keinen Urlaub mehr haben“, so der Vorstand. In der Fanszene wird die Auslosung jedenfalls mit Spannung erwartet, wobei die Anhänger danach noch keine Flüge buchen sollten. Der Runde, in der die Eintracht in die Qualifikation einsteigt, ist mindestens eine weitere Runde vorgeschaltet. Sprich: Die Fans erfahren vermutlich nur die Paarung, auf deren Sieger dann die Eintracht trifft. Wenn es schlecht läuft, sind nach der Auslosung sogar noch drei Gegner möglich.

Gespräch mit der Fanszene

Eine Menge Unwägbarkeiten also. Fest steht: Am Schlüssel, mit dem die oft sehr wenigen Karten für die Auswärtsspiele verteilt werden, wird die Eintracht nichts ändern*. Bevorzugt werden Anhänger mit einer Dauerkarte für die Auswärtsspiele, es folgen Fanclub-Mitglieder. Dieses Prozedere hatte in der vergangenen Saison immer wieder für Diskussionen gesorgt, weil immer dieselben Leute ihre Karten sicher hatten, während andere Fans stets hoffen mussten, dass die Eintracht wie etwa in Mailand eine deutliche Erhöhung des Kontingents aushandeln kann. Bisweilen kam der Vorschlag auf, die Karten einfach zu verlosen, doch davon hält Hellmann nichts: „Wir wollen die Fans bevorzugen, die uns auch an einem Montagabend nach Wolfsburg begleiten.“

In den kommenden Wochen steht ein Gespräch zwischen der Vereinsführung und der aktiven Fanszene der Eintracht an. Gemeinsam will man beraten, wie es gelingen kann, in dieser Saison um Strafen durch die Uefa herumzukommen. Denn nach dem Abschuss von Leuchtraketen in Mailand steht die Eintracht mehr denn je unter Bewährung. Ein weiterer Vorfall dieser Art, und zum nächsten Auswärtsspiel dürfen keine Anhänger reisen.

Das könnte Sie auch interessieren: Der Live-Ticker zur Auslosung* 

Für Hellmann sind die Grenzen klar definiert: Pyrotechnik, die die Hand verlässt (also Böller und Raketen), ist komplett indiskutabel: „Da reden wir dann schon über Körperverletzung.“ Dem hessischen Innenminister Peter Beuth (CDU) dürfte das nicht weit genug gehen. Er fordert sogar Haftstrafen für jede Art von Pyro, also auch für bengalische Feuer, die in der Kurve abgebrannt werden. Hellmann hält diesen Vorstoß für wenig zielführend. Seit dem Europacup-Spiel gegen Donezk, als die Polizei nach einer Aussage von Eintracht-Präsident Peter Fischer („Das Stadion muss brennen“) zunächst die Fankurve durchsuchte und anschließend in einem kompromisslosen Einsatz ein Banner gegen Beuth sicherstellte, herrscht zwischen der Eintracht und dem Innenminister ohnehin weitgehend Funkstille.

Anders sehe der Kontakt zum Frankfurter Polizeipräsidenten Gerhard Bereswill aus, sagt Hellmann. Zwar sei man sich über die Rechtmäßigkeit des Einsatzes vor dem Donezk-Spiel uneinig: „Das wird am Ende die Justiz klären müssen“, so der Eintracht-Vorstand. Übereingekommen sei man aber, dass die Kommunikation zwischen Polizei und Eintracht vor der Partie alles andere als optimal lief. Mittlerweile gebe es wieder einen regelmäßigen Austausch zwischen dem Verein und der Behörde.

*fr.de ist Teil der Ippen-Digital-Zentralredaktion

Lesen Sie auch:

Geht Eintracht Frankfurt bei Martin Hinteregger leer aus? Konkurrenz aus Italien

Geht Eintracht Frankfurt im Poker um Martin Hinteregger leer aus? Die SGE bekommt Konkurrenz aus Italien.

Ist Eintracht Frankfurt Favorit bei Max Kruse? 

Max Kruse sucht einen neuen Verein. Führt die heißeste Spur zu Eintracht Frankfurt?

Rode-Transfer zur Eintracht kurz vor Abschluss? 

Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund pokern um den Wechsel von Sebastian Rode. Steht der Transfer kurz vor dem Abschluss?

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare