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Fredi Bobic bleibt optimistisch.

Eintracht in Leverkusen

Eintracht Frankfurt und der Zweck-Optimismus

Nach dem Liga-Debakel bei Bayer Leverkusen richtete Eintracht Frankfurt schnell wieder den Blick Richtung Halbfinal-Rückspiel in der Europa League beim FC Chelsea.

Jetzt erst recht: Nach dem historischen 1:6-Debakel bei Bayer Leverkusen mit allen Treffern vor der Pause setzt Deutschlands letzte Europacup-Hoffnung Eintracht Frankfurt auf eine Trotzreaktion an der Stamford Bridge. „Es ist wie beim Boxen. Heute war es ein Niederschlag, aber wir werden wieder aufstehen und am Donnerstag positiv in das Spiel gehen. Wir wollen die Wut in positive Energie umsetzen“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic nach dem Desaster unter dem Bayer-Kreuz und richtete den Blick schnell wieder auf das Halbfinal-Rückspiel in der Europa League beim FC Chelsea am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL und DAZN).

Die Eintracht im Halbfinale

- Mit wackeligen Knien nach London
- Hoffen auf Rode und Haller

In England haben die Adler nach dem 1:1 im Hinspiel noch eine realistische Chance auf das Finale, ebenso als Tabellenvierter in der Bundesliga auf die angestrebte Champions-League-Teilnahme. Aber nach vier Ligaspielen in Folge ohne Sieg undmit der Blamage am Rhein als vorläufigen Tiefpunkt geht bei der SGE die Angst um, dass in den kommenden Woche die Träume von erneuten Europacup-Festspielen wie eine Seifenblase zerplatzen.

Die Chance ist noch da

„In der Tabelle ist nichts passiert. Noch haben wir alles selbst in der Hand“, sagte Bobic und Trainer Adi Hütter stimmte zu: „Fakt ist, dass die Chance immer noch da ist.“ Die Eintracht spürt aber den Atem der Leverkusener, die durch ihre Gala nicht nur nach Punkten gleichzogen, sondern auch die Tordifferenz auf fünf verkürzten. Während die Werkself noch gegen Schalke 04 und bei Hertha BSC antreten muss, spielt Frankfurt noch gegen den FSV Mainz 05 und am letzten Spieltag beim Tabellenführer Bayern München. Theoretisch könnte der UEFA-Cup-Sieger von 1980 noch bis auf den achten Platz durchgereicht werden.

Von einem solchen Horrorszenario wollten aber weder Bobic noch Hütter nach dem „rabenschwarzen Tag“ etwas wissen. „Wir bleiben positiv und dürfen jetzt nicht alles infrage stellen. Wir spielen eine überragende Saison“, so Bobic und Hütter äußerte nach der „schlimmsten Halbzeit“ seiner Trainerlaufbahn: „Im Rennen um Platz vier haben wir alles noch in eigener Hand, auch wenn es jetzt schwieriger wird.“

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Für den Österreicher, der auch eigene Fehler eingestand und seine gewählte defensive Taktik im Nachhinein als wenig zielführend bezeichnete, ist es wichtig, dass seine geschundenen Profis bis Donnerstag wieder „den Kopf frei und die notwendige geistige und körperliche Frische zurückbekommen“.

Zuspruch vom Ex-Keeper

Trost und Zuspruch erhielten die Frankfurter von ihrem ehemaligen Torwart Lukas Hradecky: „Die Eintracht tut mir fast schon leid, das Ergebnis war übertrieben. Ich hoffe sehr, dass die Eintracht-Spieler jetzt nicht die Köpfe hängen lassen. Sie haben eine tolle Saison gespielt, sollen jetzt Chelsea weghauen und über Baku in die Champions League kommen“, sagte der Bayer-Keeper, der immer noch Fan seines ehemaligen Teams ist: „Ich werde mir am Donnerstag ein Bierchen gönnen, das Spiel gucken und der Eintracht die Daumen drücken.“ (sid)

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