Daichi Kamada war „Man Of The Match“ im Hinspiel.
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Daichi Kamada war „Man Of The Match“ im Hinspiel.

Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt will das schöne Gesicht zeigen

  • Thomas Kilchenstein
    vonThomas Kilchenstein
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Eintracht Frankfurt darf sich beim FC Salzburg nicht auf dem Drei-Tore-Vorsprung ausruhen, sonst könnte es ein böses Erwachen geben.

  • Eintracht Frankfurt trifft auf den FC Salzburg
  • Adi Hütter fordert ein anderes Gesicht seines Teams
  • Makoto Hasebe verspricht Landsmann Kamada ein Essen

Die gleichermaßen unerwartete wie unnötige Niederlage von Eintracht Frankfurt am letzten Montag zu Hause gegen Union Berlin hat zumindest eines ganz klar gemacht: Noch einmal solch eine schlampige Vorstellung sollten sich die Hessen am heutigen Abend im Sechzehntelfinale der Europa League gegen den FC Salzburg nicht erlauben - selbst bei einem eigentlich komfortablen 4:1-Vorsprung, „Wenn wir so wie gegen Union spielen, wird es zappenduster“, machte der Frankfurter Trainer Adi Hütter am Mittwochabend deutlich, der Montag habe gezeigt: „So geht es nicht.“ 

Eintracht Frankfurt ohne Dost und Gacinovic

Auf der anderen Seite: „Wenn wir so wie im Hinspiel agieren, als wir eine sehr gute Figur abgaben, bin ich zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir weiterkommen.“ Und das ist das erklärte Ziel der Frankfurter, die bis auf die unpässlichen Bas Dost und Mijat Gacinovic, die die Reise in die Mozartstadt erst gar nicht angetreten hatten, komplett sind. „Wir haben eine sehr gute Ausgangsposition“, sagte der Fußballlehrer, der erstmals nach knapp fünf Jahren in das Stadion zurückkehrte, in dem er 2015 mit Salzburg das Double hatte gewinnen können. „Dieses Mal komme ich als Gegner.“

Eintracht Frankfurt vor schwerer Aufgabe

Natürlich weiß der 50-Jährige, dass trotz der guten Ausgangslage noch ein Stück Arbeit vor dem Achtelfinal-Einzug auf Eintracht Frankfurt wartet, „Einen Funken Hoffnung“ hätten die Salzburger allemal, und eingedenk der bekannten Heimstärke der von Jesse Marsch angeleiteten Mateschitz-Truppe warnt der Frankfurter Coach vor allzu großer Zuversicht. Auch in diesem Punkt hat das späte Gegentor und die Schlappe vom Montag dafür gesorgt, dass die Spannung im Frankfurter Lager trotz des Drei-Tore-Vorsprungs aufrecht erhalten bleibt, die Antennen sind ausgefahren. Das Polster kann durchaus trügerisch sein, da braucht es vor der Pause lediglich zwei Tore und die mit knapp 30 000 Zuschauer ausverkaufte Salzburger EM-Arena wird zum Hexenkessel.

Eintracht Frankfurt braucht einen Treffer

Trotzdem: „Wenn mir vor einer Woche jemand ein 4:1 vorausgesagt hätte, ich hätte dankend angenommen“, sagte Hütter, der Vorsprung ist beruhigend, und diesen Vorsprung „wollen wir verteidigen“. Allerdings wird sich die erneut rotierende Eintracht nicht vor dem eigenen Strafraum einigeln; das ist eine Herangehensweise, die dem Team nicht liegt. „Wir wollen Nadelstiche nach vorne setzen“, erklärte der Coach, sollte die Eintracht selbst einen Treffer erzielen, wäre das sicher mehr als die halbe Miete.

Ein Essen für Kamada

Allerdings ist neuerdings ungewiss, welches ihr „zwei Gesichter“ Eintracht Frankfurt heute Abend ab 21 Uhr (live bei RTL und im Liveticker) zu zeigen gedenkt. Auswärts, auch das gilt es zu bedenken, haben die Hessen in dieser Saison - mit kleinen Ausnahmen, etwa in Hoffenheim, - nun wahrlich keine Bäume ausgerissen. „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen wird“, findet Hütter. Sie wird definitiv eine andere Mentalität an den Tag legen müssen als am Montag, „wir müssen top eingestellt in diese Partie gehen“, meint Routinier Makoto Hasebe, der womöglich dank seiner großer Erfahrung eine entscheidende Rolle einnehmen dürfte. „Makoto ist ein Spieler, den sich jeder Trainer nur wünschen kann“, lobte Hütter, der natürlich hofft, dass Mittelfeldspieler Daichi Kamada, mit sechs Treffern Mr. Europacup, erneut einen Sahnetag erwischt.

Und Landsmann Hasebe will sich auch nicht lumpen lassen. „Wenn Daichi wie im Hinspiel nochmals drei Tore schießt, lade ich ihn wieder zum Essen ein.“

Von Thomas Kilchenstein

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