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Kevin Kampl im Zweikampf. Foto: afp,
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Kevin Kampl im Zweikampf.

Eintracht-Gegner RB Leipzig

Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig: Kevin Kampl gibt den Takt vor

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Mittelfeldakteur Kevin Kampl stabilisiert das Spiel von Eintracht-Gegner RB Leipzig. Und aggressiv ist er noch dazu.

Auf die Haare kommt es an, zumindest für Kevin Kampl. Ob blond oder rot gefärbt, ob nach oben gegelt oder zur Seite gelegt: Die Frisur muss sitzen beim Fußballer von Bundesliga-Titelkandidat RB Leipzig – nicht nur der Mähne, auch der körperlichen Verfassung wegen. Warum? Darum: „Andere spielen Golf in ihrer Freizeit und ich geh‘ halt öfter mal zum Friseur. Das ist einfach ein bisschen Entspannung und Erholung.“ Warum auch nicht, abgesehen in Lockdown-Zeiten vielleicht.

In den vergangenen Wochen und Monaten also ließ sich Kampl ganz artig die Tolle wachsen, bändigt sie mittlerweile in einem Zopf und zeigt auf dem Fußballplatz just nach Öffnung der Friseursalons starke Leistungen als zentraler Lenker des Leipziger Spiels. Beim vergangenen Ligaspiel der Sachsen in Freiburg war der Mittelfeldspieler bester Mann seines Teams. Zwei der drei Tore leitete er mit Balleroberungen ein, überhaupt gewann er die meisten Zweikämpfe, dazu lief er viel und passte nahezu fehlerfrei.

RB Leipzig: Kevin Kampl ist ältester Feldspieler

Am Mittwoch beim Champions-League-Aus gegen Liverpool dagegen nahm Coach Julian Nagelsmann den Methusalem der Truppe aus taktischen Gründen bereits zur Pause vom Feld. Es sollte und musste offensiver werden. Ohne Erfolg.

Mit 30 Jahren ist Kampl der älteste Feldspieler im RB-Kader, „ein echter Führungsspieler“, wie Sportdirektor Markus Krösche sagt. Kampl gibt beim Tabellenzweiten, der am Sonntag (15.30 Uhr) auf Eintracht Frankfurt trifft, den Takt vor – ohne dabei allzu oft zu glänzen. Ein Tor oder eine Vorlage gelang ihm in dieser Saison noch nicht. Mal spielt er mit einem Partner im defensiven Mittelfeld, mal ganz alleine. Die Aufgabe ist stets dieselbe im System von Trainer Nagelsmann: Lücken stopfen, Gegenpressing anschieben, andere in Szene setzen. „Wir laufen unheimlich aggressiv an, haben dadurch viele Ballgewinne und kurze Wege zum gegnerischen Tor. Das sind viele Sachen, die da zusammenkommen müssen“, sagt Kampl: „Ich mag einfach diesen Pressingfußball.“

RB Leipzig: Kevin Kampl auf Wanderschaft

Der in Solingen geborene Mann, dessen Eltern einst aus Slowenien eingewandert waren, hat während seiner Laufbahn ein Auf und Ab erlebt. Kampl, mittlerweile zurückgetretener Nationalspieler Sloweniens (28 Einsätze), verbrachte die Jugend bei Bayer Leverkusen, schaffte den Durchbruch bei den Profis jedoch nicht.

In Fürth scheiterte er, erkämpfte sich dann bei den Drittligisten VfL Osnabrück und VfR Aalen die Chance, in Österreich durchzustarten. RB Salzburg sicherte sich die Dienste des unermüdlichen Läufers. Kampl spielte international, wurde zweimal Meister in der Alpenrepublik und ging im Winter 2015 nach Dortmund, um den unter Trainer Jürgen Klopp ins Straucheln geratenen BVB im Abstiegskampf zu helfen.

Das gelang, das mit dem Klassenerhalt, allerdings ohne Kampl als Stammkraft, den es daher weiterzog zu Jugendklub Leverkusen. Bei Bayer 04 spielt er konstanter, Leipzig schnappte zu und holte Kampl für rund 20 Millionen Euro zurück in den RB-Kosmos. Mehr Geld haben die schwerreichen Leipziger bis heute nicht für einen Ü-25-Profi ausgegeben. Es hat sich ausgezahlt.

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