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Postkarten-Team Frankfurt: Jürgen Klugmann, Lisa Rothenburger, Frank Hosenseidl (v.l.).
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Postkarten-Team Frankfurt: Jürgen Klugmann, Lisa Rothenburger, Frank Hosenseidl (v.l.).

Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt: Post aus den Herzen

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Der Eintrachtfan Frank Hosenseidl im Interview über die Aktion „51 500 Postkarten für die Champions League“. Motivation vor dem Spiel gegen Mainz am Sonntag.

Die Post hat im Stadtwald schwer zu schleppen: Seit einer Woche schicken Fans Karten an die Eintracht, um ihre volle Unterstützung zu signalisieren. Wenn sie schon nicht ins Stadion dürfen, wollen sie auf diese Art helfen, das große Ziel zu erreichen: den Europapokal – die Champions League.

Frank, wie viele Postkarten sind denn da im Umlauf?

Zwischenstand am Donnerstag waren 10 000. Aber es werden mit Sicherheit noch ein paar Tausend mehr.

Zufrieden bis jetzt?

Die Aktion heißt 51 500, aber man muss überlegen: Wir haben das vor einer Woche gestartet – was seitdem passiert ist, das ist ja unfassbar. Wenn das 15 000, vielleicht 20 000 Karten werden, ist das riesig! Das bedeutet, wir haben da etwas mobilisiert, was aus den Herzen der Fans kommt. Wir sind super happy.

Berliner Adler: David Musiol, Frank Wittmann, Beate Geibel.

Woher stammt die Idee?

Beate Geibel und Thomas Mosch haben es auf Twitter angestoßen: Wir müssen da was machen! Am gleichen Tag haben wir sieben Leute uns über das Twitter-Netzwerk zusammengefunden, um das in die Hand zu nehmen.

Gab es kuriose Einsendungen?

Der Eintracht-Fanclub Presswerk aus Rüsselsheim hat das Champions-League-Logo auf einen massiven Granitstein graviert …

„… eine Mannschaft aus Granit, so wie einst Real Madrid“, heißt es in einem Eintracht-Lied …

… und die Rückseite gestaltet wie eine Postkarte. Unglaublich. Diese „Karte“ wiegt wahrscheinlich einen Zentner.

ZUM SPIEL

Am Sonntag um 15.30 Uhr tritt Eintracht Frankfurt gegen Mainz 05 um Bundesligapunkte an. Das Spiel wird live übertragen beim Bezahlfernsehsender Sky. Wer sich den Kommentar zur Partie anhören möchte, kann im Internet Eintracht FM anklicken: fans.eintracht.de/erleben/eintrachtfm

Im Stadion sind wegen der Corona-Pandemie keine Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen. Viele Fans bringen ihre Unterstützung daher mit einer Postkartenaktion zum Ausdruck.

Die Aktion allein wird ja nicht Tabellenplatz 4 sichern – was kann sie bringen?

Auf jeden Fall, dass die Fans noch ein Stück enger zusammenrücken, wenigstens virtuell, und sich ausleben können. Wenn du siehst, was für Kunstwerke diese Postkarten sind!

Auf Twitter wurden schon Hunderte veröffentlicht.

Was für eine Mühe sich die Leute machen! Kindergartengruppen, die sich hinsetzen und Karten basteln. Eine 93-jährige Oma, die schreibt: „Ich bin schon immer Eintracht-Fan, und auch wenn du verlierst, bleibe ich das.“ Ich kriege jedes Mal Gänsehaut beim Erzählen. Karten aus Asien, aus den USA, aus Skandinavien.

Haben sich auch frühere Eintracht-Spieler gemeldet?

Jan-Aage Fjörtoft hat reagiert. Auf das Video von Marco Fabián sind alle steil gegangen: „Bitte schreiben Postkarten, auf geht’s, ich bin immer Adler!“ Simon Falette hat mitgemacht, und gerade vorhin war der Gerre mit dabei.

Als rein damit: Postkartenteammitglied Thomas Mosch.

Der Sänger der Band Tankard, die das Lied „Schwarz-weiß wie Schnee“ singt.

Ehrlich: Da hast du Tränen in den Augen. Das alles bewegt so viele. Das muss der Mannschaft doch einen unheimlichen Kick geben.

Was passiert denn, wenn die Eintracht es schafft – und dann wieder Fans ins Stadion dürfen?

Ich weiß nicht, wie ich diese Euphorie in Worte fassen kann. Du bist im Waldstadion, die Mannschaft steht auf dem Platz, die Champions-League-Hymne erklingt … da gibt es kein Halten mehr. Das wäre gigantisch.

Wie geht’s aus gegen Mainz?

Es wird nicht leicht. Wir gewinnen 3:1 oder 3:2. (Thomas Stillbauer)

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